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16.02.2026 09:00:36

Bühler büsst 2025 an Umsatz ein

Uzwil (awp) - Das Ostschweizer Technologieunternehmen Bühler hat 2025 weniger umgesetzt und auch weniger Aufträge erhalten. Dabei spielte der starke Franken eine wesentliche Rolle. Die Profitabilität wurde hingegen leicht gesteigert.

Der Umsatz sank im abgelaufenen Geschäftsjahr um 7,8 Prozent auf 2,8 Milliarden Franken, wie das Familienunternehmen am Montag mitteilte. Wechselkurse beeinflussten das Ergebnis deutlich. In Lokalwährungen resultierte ein Minus von lediglich 4,4 Prozent. Der Auftragseingang sank gleichzeitig um 3,9 Prozent auf 2,7 Milliarden, in Lokalwährungen lag das Minus bei 0,5 Prozent.

Das Unternehmen begründet den Umsatzrückgang mit dem geringeren Auftragseingang im Vorjahr sowie mit zeitlichen Verschiebungen bei der Projektabwicklung und verzögerten Materiallieferungen in einigen Märkten. Dennoch seien Marktanteile in Schlüsselsegmenten ausgebaut worden und man habe in neue Märkte expandiert.

Trotz des Umsatzrückgangs verbesserte sich die operativen Gewinnmarge (EBIT) um 40 Basispunkte auf 8,0 Prozent, da der EBIT um 2,9 Prozent auf 220,3 Millionen im Vergleich zum Umsatz unterproportional abnahm. Dies sei auf ein "diszipliniertes Kostenmanagement, auf die interne Produktivität sowie auf operative Exzellenz" zurückzuführen, heisst es. Der Reingewinn reduzierte sich dennoch um gut 7 Prozent auf 175 Millionen Franken.

Beide Sparten büssen Aufträge ein

Bei den Sparten verzeichnete der grösste Bereich Grains & Food einen Rückgang des Auftragseingangs um 1,1 Prozent auf 2,15 Milliarden Franken. Innerhalb der Sparte stiegen die Aufträge in den Geschäftsfeldern Chocolate & Coffee sowie Value Nutrition deutlich, wogegen die Bereiche Grain Quality & Supply sowie Consumer Foods weniger Aufträge erhielten. Auch das Müllereigeschäft im Teilbereich Milling Solutions holte weniger Aufträge herein, allerdings im Vergleich zu einem Rekordniveau im Jahr davor.

Mit einem Minus von gut 15 Prozent auf 551 Millionen Franken fiel der Rückgang bei den Aufträgen in der Sparte Advanced Materials deutlicher aus. Das Geschäft sei durch die schwachen Investitionen in der Automobilbranche, die Unsicherheiten in Europa und den zunehmenden Wettbewerbsdruck in China beeinträchtigt gewesen. Am stärksten war davon das Geschäftsfeld Druckguss (Die Casting) betroffen, zugelegt haben die Aufträge dafür im Bereich Grinding & Dispersing.

Zugelegt hat dagegen das Servicegeschäft. So ist die Zahl der langfristigen Serviceverträge auf über 3000 von zuvor 2500 gestiegen.

Für 2026 geht Bühler von weiterhin volatilen Märkten aus. "Mit einer klaren strategischen Ausrichtung und einer soliden finanziellen Basis" sei man indes gut aufgestellt, "um neue Chancen zu nutzen, die Marktpositionen zu stärken und allen Stakeholdern im Jahr 2026 und darüber hinaus beständige Werte zu liefern."

Das 1860 gegründete Unternehmen mit gut 12'300 Beschäftigten ist in 140 Ländern tätig und baut Maschinen für die Nahrungsmittel sowie Fahrzeug- und Gebäudeindustrie. Die Hälfte der Neufahrzeuge weltweit enthält laut Firmenangaben Druckgiessbauteile aus seiner Technik. Täglich konsumieren zwei Milliarden Menschen Lebensmittel aus Herstellung mit Bühler-Prozesstechnologie.

cf/

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