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| iPhone-Riese mit Zahlen |
31.01.2025 22:03:00
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Apple-Aktie höher: Apple verdient mehr
Der Technologiegigant Apple hat seine Bücher geöffnet.
Der Umsatz wuchs unterdessen im Berichtszeitraum von 119,58 Milliarden US-Dollar auf 124,3 Milliarden US-Dollar. Die Entwicklung der Erlöse fiel im Rahmen der Prognosen aus: Experten hatten zuvor einen Umsatz von 124,27 Milliarden Euro im für Apple überaus wichtigen Weihnachtsquartal erwartet.
Apple: KI hilft iPhone-Verkäufen
Neue Funktionen mit Künstlicher Intelligenz kurbeln Apple zufolge die iPhone-Verkäufe an. In den Ländern, in denen "Apple Intelligence" bereits verfügbar sei, habe sich das neue iPhone 16 besser verkauft, sagte Konzernchef Tim Cook nach Vorlage frischer Quartalszahlen. Zugleich habe es einen Rekord bei der Zahl der Nutzer gegeben, die ihre bisherigen iPhones durch neue ersetzten. Cooks Äusserungen zum KI-Effekt stimmten auch die Börse zuversichtlich.
Das traditionell lukrative Weihnachtsquartal schloss Apple mit einem Rückgang im iPhone-Geschäft ab. Doch Zuwächse bei Mac-Computern, iPads und im Dienstleistungsgeschäft sorgten dafür, dass der Konzernumsatz auf ein Rekordhoch stieg. Apple-Kunden haben nun 2,35 Milliarden verschiedene Geräte des Konzerns im Einsatz. Das breite Produktportfolio und Service-Angebot zeige sich widerstandsfähig bei schwankender Nachfrage, lobte Analyst Wamsi Mohan von der US-Investmentbank Bank of America (BofA).
KI-Funktionen für Deutschland im April
Apple hatte die KI-Funktionen bisher nur in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Südafrika und Grossbritannien gestartet. Weitere Länder - darunter auch Deutschland - sollen im April folgen.
Zu den Funktionen von "Apple Intelligence" gehört unter anderem, dass die Software Zusammenfassungen von E-Mails oder Kurznachrichten erstellt und Texte verbessert. Nutzer können auch eigene Emojis mit Textvorgaben generieren und störende Objekte in Fotos entfernen. Google als Entwickler des rivalisierenden Smartphone-Systems Android und Hersteller wie Samsung bieten auch immer mehr KI-Funktionen in ihren Geräten an.
Analyst David Vogt von der Schweizer Grossbank UBS wurde von den iPhone-Verkaufszahlen positiv überrascht. Trotz des KI-Themas sieht er allerdings nur ein gedämpftes Wachstum mit dem Smartphone. Im zweiten Geschäftsquartal rechne das Unternehmen weiterhin mit einer trägen Nachfrage, merkte er an, auch wenn diese im März saisonal überdurchschnittlich anziehen sollte wegen des iPhone SE 4.
Macs und iPads stark
Das iPhone bleibt zwar das mit Abstand wichtigste Produkt. Aber das vergangene Quartal demonstrierte, wie der Konzern von einem breiten Angebot mit verschiedenen Gerätekategorien profitiert. Die iPhone-Umsätze sanken von 69,7 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal auf nun 69,14 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit rund 71 Milliarden Dollar gerechnet.
Das Mac-Geschäft lief dagegen deutlich besser als von der Wall Street erwartet. Der Umsatz stieg von 7,8 auf 8,99 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich knapp acht Milliarden Dollar erwartet. Auch beim iPad gab es einen deutlichen Zuwachs von sieben auf gut acht Milliarden Dollar. Das Dienstleistungsgeschäft mit Erlösen unter anderem aus dem App-Store und Apples Abo-Angeboten wuchs von 23,1 Milliarden Dollar vor einem Jahr auf 26,34 Milliarden Dollar.
Insgesamt legte der Konzernumsatz um vier Prozent auf den Rekordwert von 124,3 Milliarden Dollar zu. Unter dem Strich steigerte Apple den Quartalsgewinn um sieben Prozent auf 36,3 Milliarden US-Dollar (34,8 Mrd Euro).
Fragen rund um China-Geschäft
Neben dem iPhone-Rückgang blicken Anleger auch kritisch auf die Abschwächung des Geschäfts in der Region China. Der Umsatz dort sank um elf Prozent auf 18,5 Milliarden Dollar und verfehlte die Erwartungen der Analysten. Apple trifft in dem riesigen Markt auf mehr Konkurrenz chinesischer Smartphone-Anbieter. Cook sagte in einer Telefonkonferenz mit Analysten allerdings auch, dass Apple sich Rückenwind von Konjunkturmassnahmen in China erhofft.
Die Papiere des Technologiekonzerns verloren im NASDAQ-Handel letztlich 0,67 Prozent auf 236,00 US-Dollar.
Der iPhone-Hersteller liefert sich aktuell mit Microsoft und NVIDIA ein Rennen um den Titel "wertvollster Konzern der Welt".
Redaktion finanzen.ch / awp
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