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Rezessionsrisiko 22.04.2022 23:22:00

ARK-Chefin Cathie Wood schiesst gegen Fed: Geldpolitik der US-Notenbank in der Kritik

ARK-Chefin Cathie Wood schiesst gegen Fed: Geldpolitik der US-Notenbank in der Kritik

Hohe Inflationsrate vs. Rezessionsgefahr: Die Fed ist in einem ökonomischen Spannungsfeld gefangen und muss die US-Wirtschaft mit äusserster Vorsicht durch die Krise steuern. Für Starinvestorin Cathie Wood sind die geplanten geldpolitischen Massnahmen der US-Notenbank aber der falsche Weg.

• Cathie Wood sieht extreme Risiken durch Fed-Politik
• Warnsignale vom Anleihenmarkt
• Riskiert die Fed eine Rezession?

Auf Twitter nahm sich Catherine Wood, die Gründerin der Investmentgesellschaft ARK Invest, die US-Notenbank Federal Reserve vor. Die Währungshüter mussten von Seiten der Starinvestorin viel Kritik einstecken.

Zinserhöhungen als Fehler

In einer Reihe von Beiträgen auf Twitter warnte Wood die Fed davor, die Leitzinsen in der aktuellen Gemengelage anzuheben. Die Renditekurve - gemessen an der Differenz zwischen den Renditen 10- und 2-jähriger Staatsanleihen - habe sich kürzlich umgekehrt. "Das deutet darauf hin, dass die Fed die Zinssätze anheben wird, wenn Wachstum und/oder Inflatio niedriger ausfallen werden als erwartet - was sich als Fehler herausstellen wird", schrieb die ARK-Chefin auf Twitter.

Würgt die Fed die Konjunktur ab?

Indirekt wirft Wood der Fed vor, die US-Konjunktur mit einem Zinserhöhungszyklus abzuwürgen und verweist dabei auch auf konjunkturelle Entwicklungen. So liege das von der Universität Michigan ermittelte US-Verbrauchervertrauen heute niedriger als zu Beginn der Corona-Krise. Es befinde sich auf dem Niveau von 2008/2009 und nicht weit von den Allzeittiefs der 80-er Jahre entfernt, als sowohl Inflation als auch die Zinsen zweistellige Werte erreicht hatten.

In jeder dieser Zeitspannen sei eine Rezession die Folge gewesen. Und auch die Lage für Europa und China sei aktuell durchaus schwierig. "Die Fed spielt mit dem Feuer", so Wood auf Twitter weiter.

US-Notenbank bereitet Märkte auf schnellere Zinserhöhungen vor

Für die Notenbanker selbst scheint der Kampf gegen die Inflation unterdessen nur mit einer deutlichen und schnellen Anhebung der Zinssätze bekämpft werden zu können. Der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, hatte zuletzt angesichts der "viel zu hohen" Inflationsrate sogar die Möglichkeit schnellerer Erhöhungen des Leitzinses ins Spiel gebracht. "Wir werden die nötigen Schritte unternehmen, um eine Rückkehr zur Preisstabilität zu garantieren", sagte Powell. "Der Arbeitsmarkt ist sehr stark, und die Inflation viel zu hoch", so Powell.

Tatsächlich ist es insbesondere der robuste US-Arbeitsmarkt, der viele Experten daran festhalten lässt, dass die US-Wirtschaft Stabilität zeigt und weitere Leitzinserhöhungen verkraften kann, ohne in eine Rezession abzurutschen. Hinzu kommt: Ein robuster Arbeitsmarkt bringt das Risiko einer Lohn-Preis-Spirale mit sich, was die Inflationsrate weiter ansteigen lassen dürfte.

Andere Experten unterdessen stützen in ihrer Einschätzung eher Cathie Wood. "Wir sehen nicht mehr, dass die Fed eine sanfte Landung erreicht. Stattdessen gehen wir davon aus, dass eine aggressivere Straffung der Geldpolitik die Wirtschaft in eine Rezession stürzen wird", so Matthew Luzzetti von der Deutschen Bank kürzlich im Interview mit CNN Business. Dem Finanzhaus zufolge sei aufgrund der schwerwiegenden Kombination aus den geopolitischen Begebenheiten sowie der massiven Straffung der US-Geldpolitik ein Aktienmarktcrash von 20 Prozent sowie eine Rezession im Sommer 2022 wahrscheinlich. Ähnlich urteilten zuletzt auch Mark Zandi, Chefökonom von Moody's Analytics sowie JPMorgan-CEO Jamie Dimon. Letzterer warnte kürzlich vor einem "dramatischen Anstieg" der Rezessionsrisiken.

Redaktion finanzen.ch


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