| Blick ins Buch |
12.03.2026 16:12:00
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Geberit-Aktie dennocht tiefer: Nach Gewinnplus die Dividende angehoben
Geberit blickt auf ein solides Geschäftsjahr 2025 zurück.
Der Konflikt um den Iran macht die Führung des Sanitärtechnikkonzerns zwar vorsichtig. Die Auswirkungen auf das Geschäft dürften aber beschränkt sein. "Der direkte Einfluss auf Geberit durch den Krieg ist limitiert", sagte CEO Christian Buhl an der Bilanzmedienkonferenz vom Donnerstag in Zürich. Denn aus der eigentlichen Golfregion stammen lediglich rund 3 Prozent des gesamten Umsatzes.
Die Eskalation am Golf erschwert laut Buhl aber grundsätzlich den Ausblick auf das makroökonomische Umfeld sowie auf die für die Bauindustrie bedeutenden Entwicklungen der Inflation, Zinsen und Konsumentenstimmung.
Europas Bauindustrie wohl kaum betroffen
Für die Region Naher Osten wagt er denn auch keinen Marktausblick, zu den Erwartungen hinsichtlich der mit einem Anteil am Konzernumsatz von rund 90 Prozent wichtigsten Region Europa hingegen schon.
Buhl geht davon aus, dass die Geschehnisse keine Auswirkungen auf die europäische Bauindustrie und entsprechend auf die Nachfrage haben werden. "Wir erwarten zwar keine breite Erholung in Europa, aber ein leichtes Wachstum", so der CEO. Dabei dürfte sich das Neubaugeschäft stabilisieren und der für Geberit etwas wichtigere Renovationsmarkt weiter positiv entwickeln.
Ausserhalb Europas wird für die Bauindustrie ein gemischtes Bild erwartet, mit einer anhaltend starken Nachfrage etwa in Indien und einem Rückgang in China.
Neue Produkte in der Pipeline
Impulse verspricht der Firmenchef sich 2026 etwa von Produkt-Neuheiten wie der neuen Duschboden-Platte "CleanFloor30", die rutschfest und einfach zu installieren sein soll, vom Ausbau der Marketingaktivitäten oder der Modernisierung der Logistikkapazitäten.
Was das Ergebnis 2025 betrifft, so wuchs der Umsatz um 2,5 Prozent auf 3,16 Milliarden Franken. Dabei belastete die ungünstige Währungsentwicklung. In Lokalwährungen verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzplus von 4,8 Prozent.
Dieses Wachstum kam vor allem durch Volumenzunahme zustande; dies aufgrund der weiterhin guten Entwicklung von neu eingeführten Produkten sowie dank gutem Absatz in den meisten europäischen Ländern und Regionen.
Der operative Gewinn auf Stufe EBITDA zog um 2,0 Prozent auf 931 Millionen Franken an, die entsprechende Marge ging hingegen leicht auf 29,4 Prozent zurück. Ohne die einmalige Belastung infolge einer Werksschliessung in Höhe von 18 Millionen Franken wäre die Marge indes auf 30,0 Prozent gestiegen.
Dividende steigt weiter
Der Reingewinn blieb mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 598 Millionen Franken praktisch stabil, ebenfalls gebremst durch die Einmalbelastung. Die Dividende soll um 10 Rappen auf 12,90 Franken erhöht werden, es wäre die 15. Dividendenerhöhung in Folge.
An der Börse hielten sich die Aktien zu Beginn noch besser als der erneut schwache Gesamtmarkt. In der Folge rutschten die im vergangenen Jahr sehr gut gelaufenen Titel indes auf ein Minus von aktuell rund 2 Prozent ab. Das Jahrestief wurde dabei bei 549,40 Franken markiert.
Für die Geberit-Aktie geht es via SIX zeitweise um 1,33 Prozent nach unten auf 556,30 Franken.cf/gab
Jona (awp)
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