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18.11.2021 11:11:02

Schroders: Investieren in Private Equity: Wir beantworten die fünf wichtigsten Fragen

Schroders: Investieren in Private Equity: Wir beantworten die fünf wichtigsten Fragen

Jo Marshall
Investment Writer

Wir haben mit Tim Boole, Leiter Product Management Private Equity, und David Bajada, Investment Director bei Schroders Capital, gesprochen, um herauszufinden, was Investoren von Private Equity erwarten können.

Warum sollte ich in Privatmärkte anstatt öffentlichen Märkten investieren?

TB: "Die Anlage in Privatmärkten bietet Anlegern die Möglichkeit, ihre Investitionen zu diversifizieren. Die Wertentwicklung von Private Equity und von traditionellen Anlageklassen, wie börsennotierte Aktien steht in der Regel nicht in engem Zusammenhang, was als "geringe Korrelation" bezeichnet wird - wobei es dafür natürlich keine Garantie gibt.

Ferner stehen weniger börsennotierte Unternehmen zur Auswahl als in der Vergangenheit der Fall. In den vergangenen 20 Jahren haben wir einen deutlichen Rückgang der Anzahl neuer Unternehmen beobachtet, die an den öffentlichen Märkten notiert sind. Grund dafür kann sein, dass der regulatorische Aufwand für die Börsennotierung zu hoch ist oder die Unternehmen auf das benötigte Kapital leichter privat zugreifen können."

DB: "Für Privatanleger sind die Chancen grösser, als Stakeholder aktiv zu sein. Dies liegt daran, dass sie im Allgemeinen einer von wenigen Stakeholdern - im Gegensatz zu einem öffentlichen Marktinvestor, der einer von vielen ist - und normalerweise Mehrheitsaktionäre sind. Dies kann dazu führen, dass sie einen besseren Einblick in das Geschäft haben und einen grösseren Einfluss auf die Führung des Unternehmens nehmen können.

Manager von Private-Equity-Anlagen sind bei wirtschaftlichen Turbulenzen oft eher in der Lage, günstige Konditionen auszuhandeln als Aktionäre. Darüber hinaus ermöglicht Private Equity eine grössere Flexibilität in Bezug auf Art und Zeitpunkt eines Ausstiegs."

Sind Private-Equity-Anlagen nicht mit Illiquidität verbunden?

TB: "Ja, das kann der Fall sein. Die Liquidität ist sicherlich nicht dieselbe wie bei Investitionen in traditionellere Anlageklassen. Wir haben jedoch festgestellt, dass Anleger oft für Liquidität bezahlen, die sie dann aber gar nicht nutzen. Vielleicht investieren sie in einen Investmentfonds, weil dieser liquider ist als ein privater Fonds, aber sie bleiben langfristig investiert und machen von der Liquidität keinen Gebrauch. Dabei könnten sie potenzielle Renditechancen verpassen, die historisch gesehen mit Private-Equity-Anlagen einhergehen.

Es hängt auch davon ab, wofür der Anleger die Liquidität benötigt. Liegt es daran, dass die Finanzmärkte unter Druck stehen und er sich schnell Geld auszahlen lassen will? Das wäre sicher der schlechteste Zeitpunkt für einen langfristigen Anleger, um seine Vermögenswerte zu verkaufen. Aber in diesem Szenario könnte es tatsächlich schwierig sein, private Investitionen zu liquidieren. Allerdings kann Private Equity unter normalen Marktbedingungen oft in Fonds strukturiert werden, die periodische Liquidität zulassen. Dadurch haben Anleger die nötige Flexibilität, beispielsweise für die Portfolioumschichtung oder den Hauskauf.

Ausserdem ermöglichen Technologien einen immer effektiveren Sekundärmarkt für Privatanlagen. Anders gesagt: Es wird für Anleger einfacher, Käufer und Verkäufer von Privatvermögen zu finden, anstatt auf die Transaktionen durch den Manager beschränkt zu sein, der ihr Kapital hält."

Welche Produktstrukturen gibt es?

TB: "Ich bin fest davon überzeugt, dass wir, wenn wir die private Vermögensanlage demokratisieren wollen, die Verantwortung haben, Produkte anzubieten, die den Bedürfnissen von Privatanlegern entsprechen. An dieser Front wurden bereits einige wichtige Fortschritte erzielt.

Zum Beispiel gibt es offene halbliquide Fonds, die monatliche Zeichnungen und vierteljährliche Rücknahmen ermöglichen - wobei ein langfristiger Anlagehorizont weiterhin empfohlen wird. Es gibt auch die seit Langem etablierten geschlossenen börsennotierten Fonds, die Liquidität über den Sekundärmarkt bereitstellen. Diese eignen sich oft für Anleger mit hohem Liquiditätsbedarf.

Und es gibt geschlossene Fonds, bei denen das Geld im Anlagezeitraum (in der Regel fünf bis zehn Jahre) praktisch nicht verfügbar ist, aber die Mindestanlagebeträge liegen im Rahmen vermögender Anleger.

Am wichtigsten ist, dass sich die Anlagen für den Anleger eignen, weshalb die Produkte über Zwischenhändler vertrieben werden."

Wie werden Private-Equity-Fonds normalerweise bewertet?

DB: "Investitionen in Private-Equity-Fonds werden zum aktuellen Nettoinventarwert (NAV) bewertet, der vom Private-Equity-Manager gemeldet und um Cashflow-Aktivitäten bereinigt wird.

Bei Änderungen, die sich auf die zugrunde liegenden Beteiligungen auswirken, werden die Bewertungen von Managern zum beizulegenden Zeitwert angepasst. Änderungen können Währungsschwankungen, Ausschüttungen, wesentliche Änderungen der Umstände der zugrunde liegenden Unternehmen oder wichtige Entwicklungen an den öffentlichen Märkten umfassen.

Direktinvestitionen in Private Equity werden nach allgemein anerkannten Bewertungsgrundsätzen und -verfahren bewertet. Die Bewertungsmethode basiert auf einem der folgenden Ansätze:

  1. Der Marktansatz, der auf dem Wert vergleichbarer Unternehmen unter Anwendung eines Multiplikators basiert
  2. Der ertragsorientierte Ansatz, der auf den vom jeweiligen Unternehmen erwirtschafteten Barmitteln basiert
  3. Ein ereignisgesteuerter "Meilenstein"-Ansatz, der auf Unternehmen anwendbar ist, die auf absehbare Zeit keine Einnahmen oder Cashflows erzielen werden, oder
  4. Eine Kombination dieser Ansätze

Wenn eine direkte Private-Equity-Anlage zusammen mit einem Sponsor gehalten wird - dem initiierenden Manager oder Team des Fonds - wird die Bewertung des Sponsors im Bewertungsprozess berücksichtigt."

Was sind die grössten Risiken von Privatanlagen?

TB: "Wie bei jeder Art von Investition ist es entscheidend, dass der Anleger genau weiss, worauf er sich einlässt.

Am wichtigsten ist wohl, dass sich die Anleger die Zeit nehmen, um zu verstehen, welche Liquiditätsbeschränkungen bestehen. Anders gesagt: Wie häufig können sie die Anlage oder die Anteile an einem Fonds kaufen und verkaufen? Ein Berater kann eine wichtige Rolle dabei spielen, die Anlageziele und Risikobereitschaft des Anlegers zu definieren, um sicherzustellen, dass Private-Equity-Anlagen die richtige Wahl für ihn sind.

Idealerweise ist ein Privatanleger langfristig orientiert und lässt sich von panischen Märkten nicht ohne weiteres aus der Fassung bringen."

Hier erfahren Sie mehr: https://www.schroders.com/de/ch/asset-management/insights/

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Bildquelle: Schroders

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