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16.04.2021 12:14:02

Schroders: Die US-Inflation steigt - aber wird diese Entwicklung anhalten?

Irene Lauro
Ökonomin

Die Gesamt-VPI in den USA stieg im Februar um 0,4 % gegenüber dem Vormonat, was auf höhere Benzinpreise zurückzuführen ist.

Dies bedeutet, dass der Inflationsindex gegenüber dem Vorjahr um 1,7 % gestiegen ist, ein grösserer Anstieg als die im Vormonat gemeldeten 1,4 %.

Wir gehen davon aus, dass der Anstieg der Gesamtinflation in den kommenden Monaten aufgrund höherer Rohstoffpreise noch zunehmen wird. Wir prognostizieren für das zweite Quartal dieses Jahres einen Anstieg der Gesamt-VPI auf 3,5 % im Jahresvergleich.

Der Rohölpreis, gemessen am West Texas Intermediate Index, ist in den letzten Wochen gestiegen und liegt nun um 23 % über dem Niveau vor der Pandemie. Der Preis für andere Rohstoffe wie Kupfer und Schnittholz steigt ebenfalls allmählich und übt kurzfristig einen Aufwärtsdruck auf die Inflation aus.

Infolgedessen sind auch die Inflationserwartungen gestiegen, was zu höheren Anleiherenditen geführt hat. Dies wirkt sich inzwischen auf die Aktienmärkte aus und setzt teure Bewertungen unter Druck.

Wir glauben jedoch, dass der bevorstehende Anstieg der Gesamtinflation nur vorübergehend sein wird, da der Basiseffekt verschwindet. In der Zwischenzeit dürfte die zugrunde liegende Inflation niedrig bleiben, da die Wirtschaft noch über Kapazitätsreserven verfügt. Die Kerninflation lag unter den Markterwartungen und stieg im Februar um 0,1 % gegenüber dem Vormonat, da die Preise für Unterkünfte (Wohnimmobilien) weiter nachgaben.

Um die Reaktionsfähigkeit der Inflation auf das Wirtschaftswachstum zu verstehen, haben wir den Kerninflationsindex mithilfe der Regressionsanalyse in zyklische und azyklische Komponenten aufgeschlüsselt. Beispielsweise reagieren einige Komponenten wie Unterkünfte auf die Stärke oder Schwäche des Konjunkturzyklus, während andere, wie z. B. Kerngüter, weniger betroffen sind.

Quelle: Refinitiv Datastream, Schroders Economics Group, 10. März 2021.

Wie in Abbildung 1 dargestellt, verlangsamt sich der prozyklische Index in Rezessionen tendenziell und sollte historisch gesehen zwölf Monate nach Ende der Rezession seinen Tiefpunkt erreichen, wie dies nach der Finanzkrise von 2008 der Fall war. Der Grund? Die zyklischen Komponenten der Kerninflation reagieren auf Veränderungen der Wirtschaftstätigkeit mit einer Verzögerung, die wir auf fünf Quartale schätzen.

Wenn diese Beziehung weiter anhält, wie aus der Abbildung hervorgeht, werden wir vor der zweiten Hälfte des Jahres 2022, wenn sich die Produktionslücke schliessen dürfte, wahrscheinlich keinen Aufwärtsdruck auf die Preise durch zyklische Kräfte erleben.

Hier erfahren Sie mehr: https://www.schroders.com/de/ch/asset-management/insights/

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Bildquelle: Schroders

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