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Werbung 25.08.2021 15:18:59

Wenn Disziplin entscheidet.

Kolumne

- Für Marketingzwecke -

Nach rund eineinhalb Jahren mehr oder minder anhaltendem Lockdowns wegen Covid-19, dann zunehmender Impferfolge und der daraus resultierenden Lockerungen freuen sich viele Menschen darauf, wieder verreisen zu können. Daher ist es auch keine Überraschung, dass die Buchungszahlen in die Höhe schnellen. Die meisten Fluggesellschaften äussern grosse Zuversicht, dass es eine gewisse Rückkehr zur Vor-Corona Normalität geben könnte, zumindest auf Strecken, die grosse Distanzen zu überwinden haben. Grund zur Zuversicht haben auch der Gastronomie-, Freizeit- und Tourismusbereich, die augenscheinlich von den wieder erlangten Freiheiten profitieren.

Kein Wunder also, dass Preissteigerungen zu beobachten sind und die Inflationsraten in Ländern wie den USA, wo bereits die Marke von fünf Prozent überstiegen wurde, aber auch in der Schweiz und der Eurozone steigen. Allerdings handelt es sich hierbei oft um Basiseffekte, denn die Nachfrage in den vorgenannten Bereichen war zuvor um bis dahin nicht gekannte Prozentsätze eingebrochen. Covid-19 hat dort noch andere Effekte erzielt: Gastronomen beklagen, dass es schwierig sei, ausreichend Fachkräfte zu bekommen. Viele Beschäftigte in der Branche haben sich in den Zeiten von Lockdown und Kurzarbeit umorientiert. In den USA ist dieses Phänomen bereits deutlich zu beobachten. Gerade im Niedriglohnsektor ist die Rekrutierung und das Halten von Mitarbeitern schwierig geworden. Mitunter steigen bereits die Mindestlöhne.

Welche längerfristigen Auswirkungen dies auf die Entwicklung der Inflation hat, ist dabei noch ungeklärt. Eine ausgeprägte Lohn-Preis-Spirale ist aktuell noch nicht zu beobachten und die amerikanische Zentralbank Fed sieht derzeit keine Veranlassung, gegenzusteuern. Dies könnte erheblichen Einfluss auf risikobehaftete Anlagen, in aller erster Linie also Aktien, haben, (wobei Aktien ein gewisser Inflationsschutz innewohnt, zumindest, wenn die Inflationsraten nicht weit überproportional ansteigen). Davon gehen jedoch viele Marktbeobachter zurzeit nicht aus. Den erwähnten Basiseffekten sei Dank.

Eine andere Möglichkeit, Inflationsschutz in Portfolios zu verankern, kann die Beimischung von Rohstoffen sein, die in den letzten Wochen und Monaten bereits ganz wesentlich zum Preisauftrieb beigetragen haben. Aktuell macht beispielsweise vor allem Holz unrühmliche Schlagzeilen und verdirbt so manchen Bauherren die Vorfreude auf die Immobilie. Es gibt bereits Architekten, die ihre Projekte umplanen, um nicht in allzu grosse Bedrängnis zu geraten.

Doch was bedeutet dies alles für Anleger? Es könnte ungemütlicher an den Kapitalmärkten werden. Manche Prognose sieht für den Herbst deutlich volatilere Zeiten aufziehen und ein Ende der scheinbar nur nach oben gerichteten Aktienbewegungen herbeikommen. Und das gilt auch abseits von möglichen Inflationssorgen. Natürlich ist die Ausbreitung der Delta-Mutationen ein bedrohlicher werdendes Szenario, das relativ schnell Einschränkungen der wiedergewonnenen Freizügigkeiten bedeuten könnte. Ferner bleibt die Frage nach der Beständigkeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, denn Börsen nehmen in der Regel Entwicklungen vorweg, sie antizipieren sie. Und eine Eintrübung könnte die grossen Indizes auch unter entsprechend starken Schwankungen kurzfristig korrigieren lassen, auch wenn die Aussichten für die Weltwirtschaft weit ins Jahr 2022 weiterhin als positiv erachtet werden und langfristig orientierten Investoren weiter entgegenkommt. Vielen dieser Anleger fehlt aber vermutlich noch die Erfahrung, wie mit einem volatileren Kapitalmarktumfeld umgegangen werden kann. Zur Erinnerung: Im März beziehungsweise April 2020 sind viele überhaupt erst am Aktienmarkt eingestiegen. Wenn es nun ruckeliger wird, stellen sich nicht nur neue Investoren die Frage, wann denn der beste Tag für einen Ein- oder Ausstieg sei. "Buy low" und "sell high" lauten hier die Stichworte.

Aber ist es möglich, tatsächlich den richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt an den Kapitalmärkten zu finden? In der Fachwelt lassen sich viele Belege für ein "ja", aber auch ein "nein" finden, ob also Market Timing funktioniert. Die Krux: Der jeweils niedrigste und höchste Kurs ist derjenige, den Anleger im Nachhinein als solchen erkennen. Und selbst wenn jemand diese beiden Kurse vorher erkannt haben sollte, so muss er oder sie diese hellseherische Gabe auf Dauer haben, damit der Anlageerfolg auch langfristig Bestand hat. Je öfter ein Anleger handelt, also kauft und verkauft, desto mehr Transaktionskosten entstehen. Die möglichen Gewinne werden durch sie schneller aufgefressen, als dem Investor lieb sein kann.

Was ist aber die Lösung, wenn es offensichtlich nicht zuverlässig gelingt, die richtigen Zeitpunkte für Ein- und Ausstiege zu finden? Statt Market Timing lautet die Antwort: "Time in the Market". In der Tat schlägt die Haltedauer langfristig die Suche nach dem idealen Zeitpunkt. Hinzu kommen noch zwei Attribute, die vor allem anfangs, wenn keine grossen Anlagesummen zur Verfügung stehen, wichtig sind: Regelmässigkeit und Disziplin, um schon mit kleinem Vermögen über einen längeren Zeitraum ansehnliche Zuwächse zu erzielen. Für den langfristigen Vermögensaufbau gibt es nämlich den besten Startzeitpunkt - und das ist heute.

Wichtige Information

Der Verfasser dieses Dokumentes ist Lyxor International Asset Management. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts ist ausschliesslich Lyxor International Asset Management verantwortlich. Dieses Dokument stellt keinen Vertrieb von kollektiven Kapitalanlagen im Sinne des Bundesgesetzes über die kollektive Kapitalanlage vom 23. Juni 2006 (in der jeweilig gültigen Fassung) oder anderer anwendbaren Gesetze und Bestimmungen dar. Finanzintermediäre (insbesondere Vertreter von Privatbanken oder unabhängigen Vermögensverwaltern, Intermediäre) müssen die strengen regulatorischen KAG-Anforderungen für den Vertrieb ausländischer kollektiver Kapitalanlagen in der Schweiz erfüllen. Es liegt in der alleinigen Verantwortung jedes Intermediäres sicherzustellen, dass (i) alle diese Anforderungen erfüllt sind, bevor der Intermediär die in diesem Dokument erwähnten Fonds vertreibt, und (ii) der Intermediär andernfalls keine Aktivitäten ausführt, die als Vertrieb von kollektiven Kapitalanlagen in der Schweiz im Sinne von Art. 3 KAG sowie dessen Verordnung qualifiziert werden könnten. Jegliche Information in diesem Dokument gilt lediglich zum Zeitpunkt der Abgabe als abgegeben, und wird zu einem späteren Zeitpunkt, falls nicht mehr aktuell, nicht aktualisiert. Dieses Dokument gilt nur für Informationszwecke und stellt keine Offerte, Einladung zur Offertenabgabe, Werbung oder Empfehlung für eine Investition in ein kollektives Anlageprodukt dar. Dieses Dokument stellt weder ein Prospekt gemäss Artikel 652a oder 1156 des Schweizer Obligationenrechts (in der jeweilig gültigen Fassung), noch ein Kotierungsprospekt gemäss den Richtlinien der SIX Swiss Exchange AG oder eines anderen Handelsplatzes im Sinne des Schweizer Finanzmarktinfrastrukturgesetzes vom 19. Juni 2015 (in der jeweilig gültigen Fassung) dar. Es stellt weder einen vereinfachten Prospekt, ein Key Investor Information Dokument noch einen Prospekt im Sinne des Bundesgesetzes über die kollektive Kapitalanlage vom 23. Juni 2006 (in der jeweilig gültigen Fassung) dar. Eine Investition in kollektive Kapitalanlagen ist mit erheblichen Risiken verbunden, welche im Prospekt bzw. im Werbematerial beschrieben werden. Jede potentielle Anlegerin und jeder potentielle Anleger sollte den ganzen Prospekt bzw. das ganze Werbematerial durchlesen und sollte, vor einem Anlageentscheid, die Risiken sorgfältig abwägen. Alle Bezugspunkte / Vergleichszahlen in diesem Dokument werden nur zu Informationszwecken angegeben. Dieses Dokument stellt kein Ergebnis einer Finanzanalyse dar und fällt daher nicht in den Anwendungsbereich der "Richtlinien zur Sicherstellung der Unabhängigkeit der Finanzanalyse" der Schweizerischen Bankiervereinigung. Dieses Dokument enthält keine auf einen konkreten Anleger zugeschnittenen Empfehlungen und sollte nicht als Ersatz für eine Anlageberatung durch eine Fachperson verstanden werden.

Roland Fischer leitet bei Lyxor ETF den Vertrieb in der Schweiz und Liechtenstein.


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