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16.04.2025 21:39:00
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Trotz Zollchaos: Diese ETFs bringen Stabilität ins Depot
Ein Engagement an den Börsen gleicht dieser Tage einer Achterbahnfahrt ohne Sicherheitsbügel. Donald Trumps Zollchaos hat die Märkte in einen Taumel versetzt, der selbst hartgesottene Börsianer ins Schwitzen bringt.
In solchen Zeiten fragen sich viele Anleger zu Recht: Wie kann ich mein Depot vor diesen extremen Schwankungen schützen, ohne komplett auf die Renditechancen des Aktienmarktes zu verzichten? Eine mögliche Antwort könnten ETFs sein, die gezielt auf niedrige Volatilität setzen - sogenannte Low-Volatility-ETFs.
Diese spezialisierten ETFs haben in den vergangenen Tagen zwar ebenfalls Verluste erlitten, die aber in der Regel geringer als die des Gesamtmarktes ausfielen. Der grundlegende Ansatz ist recht simpel: Sie investieren in Aktien, die historisch gesehen weniger stark schwanken als der Markt. Typischerweise finden sich dort Unternehmen aus defensiven Branchen wie Telekommunikation, Versorger, Gesundheit oder Basiskonsumgütern. Solche Unternehmen weisen oft stabile Geschäftsmodelle mit verlässlichen Cashflows auf und reagieren weniger empfindlich auf konjunkturelle Schwankungen oder politische Unsicherheiten. Für Anleger bieten Low-Volatility-ETFs damit eine interessante Option, um in turbulenten Zeiten die Schwankungsbreite ihres Portfolios zu reduzieren, ohne ganz auf Aktieninvestments verzichten zu müssen.
Als Anbieter solcher Low-Volatility-ETFs ist vor allem iShares stark vertreten und führt mehrere Produkte mit unterschiedlichen regionalen Schwerpunkten im Portfolio. So verfolgt der iShares MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF USD (Acc) einen globalen Ansatz anhand des MSCI World. Mit einem Fondsvolumen von 2.94 Mrd. Fr. gehört er zu den grössten seiner Art und investiert in 272 Unternehmen weltweit. Die jährliche Gesamtkostenquote beträgt 0.30%. Die drei grössten Positionen liegen in Deutsche Telekom AG (1.61%), T-Mobile US (1.61%) und Walmart (1.46%), wobei die Top-10-Positionen zusammen knapp 14% des Portfolios ausmachen. Allerdings: Wie bei vielen ETFs, die auf das MSCI-Universum setzen, gilt auch hier die Kritik, dass US-Aktien sehr stark gewichtet sind, in diesem Fall mit rund 63% am Gesamtportfolio.
Anlegern, die das gezielter steuern möchten, bieten sich klar regional bezogenen ETFs an. Für den US-Markt wäre dies z.B. der iShares S&P 500 Minimum Volatility UCITS ETF (Acc), der ebenfalls Zugang zu schwankungsarmen US-Aktien bietet. Er bildet den S&P 500 Minimum Volatility Index nach und umfasst 76 Titel. Mit einer jährlichen Gesamtkostenquote von nur 0.20% ist er zudem besonders kostengünstig. Die Top-Positionen sind T-Mobile US (3.74%), Cisco Systems (3.65%) und GE Vernova (3.51%), wobei die zehn grössten Positionen zusammengenommen mit rund einem Drittel ein deutlich höheres Gewicht haben als in dem erstgenannten Produkt. Das Fondsvolumen beträgt 1.08 Mrd. Fr.
Das Gegenstück mit einem europäischen Fokus wäre dann der iShares MSCI Europe Minimum Volatility UCITS ETF EUR (Acc) interessant. Er investiert in 175 europäische Unternehmen mit geringer Volatilität und hat in den letzten zwölf Monaten eine positive Performance von 3,65% erzielt. Die jährliche Gesamtkostenquote liegt bei 0.25%. Zu den Top 3 zählen die Deutsche Telekom AG, SAP SE und Zurich Insurance Group AG, die allerdings alle drei jeweils mit nur unter 2% gewichtet sind. Die zehn grössten Positionen machen zusammen 15% des Portfolios aus. Mit einem Fondsvolumen von 873 Mio. Fr. ist er etwas kleiner als seine Geschwister, aber immer noch ausreichend liquide.
Alle drei ETFs zeichnen sich durch physische Replikation (optimiertes Sampling) und thesaurierende Ertragsverwendung aus. Sie bieten damit eine solide Basis für Anleger, die in unruhigen Börsenzeiten etwas mehr Stabilität suchen, ohne ganz auf Aktieninvestments verzichten zu wollen. Natürlich können auch Low-Volatility-ETFs keine vollständige Immunität gegen Marktschwankungen garantieren, aber sie können helfen, dass die Achterbahnfahrt etwas weniger wild verläuft.
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