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Zurückhaltung bei Bitcoin 06.04.2022 23:10:00

PayPal, Visa & Co. setzen auf Stablecoins und Zentralbankwährungen - Skepsis für Bitcoin

PayPal, Visa & Co. setzen auf Stablecoins und Zentralbankwährungen - Skepsis für Bitcoin

Führende Fintech-Unternehmen wie PayPal oder Visa sehen grosses Potential bei Digitalwährungen. Der weltweit beliebtesten Kryptowährung Bitcoin stehen sie aber eher zurückhaltend gegenüber.

• Fintechs sehen Potential bei Digitalgeld
• Chancen bei Stablecoins und CBDCs
• Probleme bei Bitcoin

Kartenzahlungen haben in den letzten Jahren das Bargeld immer weiter verdrängt. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass führende Zahlungsdienstleister auch das Potential von Digitalwährungen im Hinblick auf ihren Nutzen als Zahlungsmittel ausloten. Wie nun "CoinDesk" unter Berufung auf eine Studie des Finanzdienstleiters Cowen berichtete, halten diese Unternehmen jedoch Stablecoins und digitales Zentralbankgeld (CBDC - Central Bank Digital Currency) für eine "elegantere" Lösung als Bitcoin.

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PayPal setzt auf bestehendes Krypto-Ökosystem

So will etwa PayPal innerhalb des bestehenden Krypto-Ökosystems agieren, ein eigenes Kryptoprodukt ist derzeit hingegen nicht vorgesehen. Dies haben Edwin Aoki, der Chief Technology Officer für Blockchain, Krypto und Digitalwährungen, sowie Jose Fernandez da Ponte, der Senior Vice President dieser Sparte, gegenüber Cowen erklärt.

Beide Manager sehen Raum für den Einsatz verschiedener digitaler Vermögenswerte und Tokens, darunter digitale Staatswährungen sowie Stablecoins, das sind digitale Währungen deren Wert meist an staatliche Fiat-Währungen gekoppelt ist. Dahingegen glauben sie, dass dezentralisierte Kryptowährungen wie z.B. der Bitcoin für Zahlungen nicht so gut funktionieren und verweisen als Begründung unter anderem auf deren Probleme bei der Skalierbarkeit, d.h. sie sind zu langsam bei der Verarbeitung mehrerer Transaktionen. Weil bei ihnen nämlich die Gültigkeit von Transaktionen durch ein aufwändiges Konsensverfahren validiert wird, kommt es bei der Kommunikation der Knotenpunkte im Netzwerk untereinander zu erheblichen Latenzen bei der Verarbeitung von Transaktionen. Die Folge sind nicht nur ein niedriger Transaktionsdurchsatz sondern auch hohe Transaktionskosten.

Visa begeistert von Digitalgeld

Dass Visa ein grosses Interesse an Digitalwährungen hat, wurde spätestens im Juni 2019 klar, als Facebook sein Stablecoin-Projekt Diem (ex Libra) vorstellte und bekannt wurde, dass Visa der Koalition von 28 Unternehmen, welche Libra unterstützen, angehörte. Doch auch wenn aus dem Projekt letztlich nichts wurde, so bleibt man bei Visa dennoch weiter von der Technologie überzeugt und ist neue Partnerschaften eingegangen, die dabei helfen sollen, tagtägliche Zahlungen mittels Digitalwährungen zu erleichtern.

Vasant Prabhu, der Chief Financial Officer bei Visa, hat gegenüber Cowen erneut betont, dass man bei dem US-Konzern weiterhin begeistert von Digitalwährungen ist und an dem Ziel festhalte, eine Brücke zwischen der Krypto- und der Fiat-Welt zu werden. Doch ähnlich wie die PayPal-Manager äusserte sich auch Vasant Prabhu nur zurückhaltend gegenüber der weltweit beliebtesten Kryptowährung: Der Bitcoin habe "Grenzen" in Bezug auf seine Zahlungsmittelfunktion, erklärte Prabhu und verwies zur Begründung auf die Probleme bei der Volatilität und der Geschwindigkeit.

Bitcoin weniger elegant

Zusammengefasst kam die Cowen-Studie zu dem Schluss, dass der Bitcoin als Zahlungsmittel ein "deutlich weniger eleganter Ansatz ist, während Stablecoins und CBDCs eine überlegene Lösung darstellen".

Allerdings ist es in vielen Volkswirtschaften noch ein weiter Weg bis zur Einführung von eigenen digitalen Staatswährungen. Denn die US-Notenbank Fed sowie die EZB lassen sich bei dem CBDC-Projekt Zeit. Nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist dieses behutsame Vorgehen richtig, schliesslich sei jede Volkswirtschaft anders, daher müssten die Zentralbanken jeweils eigene Lösungen finden, schrieb IWF-Chefin Kristalina Georgiewa laut "Reuters" in einem Blog. Ausserdem gibt es auch Kritiker, die in Zusammenhang mit CBDC vor den Gefahren für die Privatsphäre sowie eines möglichen Machtmissbrauchs durch die Notenbank warnen. Somit bleibt abzuwarten, wann und ob CBDCs überhaupt als Zahlungsmittel zum Einsatz kommen werden.

Redaktion finanzen.ch


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