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Neue Bedrohung 11.05.2024 22:05:00

Britische Regierung hält Kryptofirmen besonders anfällig für Geldwäsche - schärfere Gesetze

Britische Regierung hält Kryptofirmen besonders anfällig für Geldwäsche - schärfere Gesetze

Die britische Regierung erleichtert es ihren Strafverfolgungsbehörden, Krypto-Vermögenswerte zu beschlagnahmen. Hintergrund ist eine rasante Zunahme krimineller Aktivitäten, bei denen Kryptowährungen eingesetzt werden.

• Krypto-Firmen laut FCA sehr anfällig für Geldwäsche
• Britische Regierung geht härter gegen illegale Finanztransaktionen vor
• Behörden dürfen nun Kryptovermögen von Kriminellen beschlagnahmen

Wie die Financial Conduct Authority (FCA) im Mai berichtete, sind neben Banken und Vermögensverwaltern auch Krypto-Firmen dem "grössten Risiko" ausgesetzt, für Geldwäsche missbraucht zu werden. Laut dem Bericht der obersten Finanzaufsichtsbehörde des Vereinigten Königreichs waren im Zeitraum von 2022 bis 2023 insgesamt 52,8 Vollzeit-Fachkräfte für die Geldwäsche-Überwachung zuständig, wobei sich fast ein Drittel davon speziell auf Krypto-Firmen konzentrierte. Dank dieser Bemühungen wurden im Berichtszeitraum insgesamt 95 Verfahren in Zusammenhang mit Krypto-Vermögen eingeleitet.

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Beschlagnahme von Krypto-Vermögenswerten vereinfacht

Angesichts dessen hat die britische Regierung Ende April ihre Gesetzgebung gegen Kriminalität und Terrorismus überarbeitet. Laut "Blockzeit" erhielten Polizei und die National Crime Agency (NCA) damit mehr Befugnisse zur "Beschlagnahme, Einfrierung und Vernichtung von Kryptowährungen im Zusammenhang mit kriminellen Aktivitäten".

Dank dem neuen Gesetz müssen die britischen Strafverfolgungsbehörden nun nicht mehr auf eine Verhaftung warten, wenn sie das Kryptovermögen eines Verdächtigen beschlagnahmen wollen. Stattdessen können illegale Krypto-Vermögenswerte auf Wallets der Strafverfolgungsbehörden überwiesen und so dem Zugriff der Kriminellen entzogen werden, selbst wenn diese sich im Ausland aufhalten oder ihre Identität verschleiern. Daneben ist es den Strafverfolgern jetzt auch erlaubt, Gegenstände zu beschlagnahmen, die möglicherweise wertvolle Informationen für die Ermittlungen liefern können, wie etwa "schriftliche Passwörter oder Speichersticks".

Ausserdem können Opfer von Straftaten nun beantragen, ihr Geld zurückzuerhalten und das neue Gesetz ermöglicht es den Behörden, die gestohlenen Kryptowährungen an die Opfer zurückzugeben.

Reaktion auf neue Bedrohung

"Damit machen wir es den Strafverfolgungsbehörden wesentlich leichter, eine neue und sich entwickelnde Bedrohung zu bekämpfen", kommentierte Innenminister James Cleverly das neue Gesetz. "Diese Reformen werden auch unsere nationale Sicherheit verbessern. Terrororganisationen wie Daesh sind dafür bekannt, dass sie ihr Geld durch Kryptowährungstransaktionen beschaffen, und diese neuen Befugnisse werden es unseren Behörden erleichtern, ihnen ihr Vermögen zu entziehen", fügte er hinzu.

Redaktion finanzen.ch

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