| Interview |
25.12.2025 07:20:00
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Bell-Aktie: Bell-Chef sieht Laborfleisch-Durchbruch erst ab 2030
Die Phase starken Wachstums bei Fleischersatzprodukten ist nach Angaben des Bell-CEO Marco Tschanz vorbei.
Während der Corona-Pandemie habe es zwar einen Boom gegeben, dieser sei jedoch abgeflaut. Fleischersatzprodukte seien damit "bis jetzt ein Nischenprodukt geblieben". Ein Grund dafür sei der Geschmack, der weiterhin nicht mit jenem von Fleisch vergleichbar sei. Zudem handle es sich häufig um "hochverarbeitete Produkte mit vielen Zusatzstoffen", sagte Tschanz. In Bezug auf den Preis hätten sich die in der Vergangenheit oft teureren Ersatzprodukte inzwischen an das Original angeglichen.
Bell setzt daneben weiterhin auf konventionelles Fleisch. Der Pro-Kopf-Konsum in der Schweiz sei seit vielen Jahren stabil, führte Tschanz aus. Gleichzeitig wachse die Bevölkerung, und Bell gewinne Marktanteile. Besonders beim Pouletfleisch habe der Konsum zuletzt deutlich zugenommen.
Fleisch aus dem Labor: "Da müssen wir dabei sein"
Langfristig misst Bell jedoch auch dem sogenannten kultivierten Fleisch Bedeutung bei. Das Unternehmen beteiligte sich 2018 am niederländischen Start-up Mosa Meat, das Fleisch im Labor herstellt. "Wenn eine Technologie entsteht, um den Rohstoff Fleisch zu erzeugen, ohne ein Tier zu schlachten und zu zerlegen, dann müssen wir dabei sein", sagte Tschanz. Bell sei dank der Beteiligung "nahe dran an der Forschung und Entwicklung" und habe "aufs richtige Pferd gesetzt".
Bis ein Produkt aus kultiviertem Fleisch den Massenmarkt erreiche, werde es jedoch noch dauern. Der Bewilligungsprozess sei "sehr aufwendig und stark reguliert", sagte Tschanz. In der EU dauerten die Prüfverfahren zwei bis drei Jahre, anschliessend müsse die Politik entscheiden. "Fünf Jahre wird es also mindestens noch dauern."
Zunächst werde kultiviertes Fleisch voraussichtlich in Restaurants angeboten, wo es speziell gekennzeichnet werden könne, und nicht im Supermarkt. Kultiviertes Fleisch werde herkömmliche Produkte nach Einschätzung von Tschanz nicht ersetzen, sondern ergänzen. Weltweit nehme die Nachfrage nach Fleisch zu, diese könne "auf klassische Weise nicht mehr gedeckt werden".
Basel (awp/sda)
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