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Strategische Ausrichtung 06.03.2026 17:54:00

Novartis-Aktie mit Verlusten: Bisherige Strategie und Wachstumskurs an Generalversammlung bestätigt

Novartis-Aktie mit Verlusten: Bisherige Strategie und Wachstumskurs an Generalversammlung bestätigt

Der neue Verwaltungsratspräsident von Novartis, Giovanni Caforio, hat an seiner ersten Generalversammlung die strategische Ausrichtung des Pharmakonzerns bestätigt.

Novartis verfüge über die richtige Strategie für langfristiges Wachstum und sehe derzeit keinen Bedarf für grundlegende Kursänderungen, sagte Caforio am Freitag vor den Aktionären in Basel.

Der Konzern habe sich mit der Transformation zu einem reinen Anbieter innovativer Medikamente eine starke Wettbewerbsposition erarbeitet. Diese strategische Neuausrichtung sei richtig gewesen und erfolgreich umgesetzt worden, betonte der VRP. Entscheidend bleibe nun, die Strategie konsequent weiterzuführen und die langfristigen Wachstumsperspektiven auch in einem unsicheren Umfeld zu stärken.

Ein zentraler Schwerpunkt bleibt dabei die Forschung und Entwicklung. Novartis will weiterhin stark in wissenschaftliche Innovation investieren und seine technologischen Plattformen ausbauen. Laut Caforio sieht der Konzern insbesondere in den Bereichen Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen, Immunologie, Neurowissenschaften sowie Onkologie weiterhin erheblichen medizinischen Bedarf und Wachstumspotenzial.

Forschung weiter vorantreiben

Neben der internen Forschung mit mehr als 15'000 Wissenschaftlern will Novartis auch künftig gezielt externe Innovationen über Partnerschaften, Lizenzvereinbarungen und Übernahmen erschliessen.

Allein im vergangenen Jahr habe das Unternehmen mehr als zehn Lizenzdeals abgeschlossen und mehrere grössere Akquisitionen getätigt, sagte Caforio. Diese hätten dazu beigetragen, die Pipeline zu stärken und Kompetenzen etwa in RNA-basierten Technologien oder innovativen monoklonalen Antikörpern auszubauen.

Geografisch setzt der Konzern weiterhin auf gezielte Investitionen in wichtige Innovationsstandorte. Caforio verwies auf die angekündigten Investitionen von rund 23 Milliarden US-Dollar in Forschung und Produktionskapazitäten in den USA über einen Zeitraum von fünf Jahren. Der US-Markt sei für Novartis sowohl kommerziell als auch für Innovation von zentraler Bedeutung.

Schweiz als Heimatstandort wichtig

Gleichzeitig betonte Caforio die Rolle der Schweiz als Heimatstandort des Konzerns. Rund die Hälfte des jährlichen Forschungsbudgets werde weiterhin in der Schweiz investiert. In Basel habe Novartis zuletzt neue Labore für Radioliganden und kleine Moleküle aufgebaut und plane zudem den Ausbau der lokalen RNA-Produktion.

Neben Wachstum und Innovation stellte Caforio auch Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung heraus. Novartis wolle seine Umweltziele weiter vorantreiben und halte an dem Ziel fest, bis 2040 klimaneutral zu werden. Zudem soll das Engagement im Bereich globaler Gesundheit weiter verstärkt werden, insbesondere bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten wie Malaria.

Im Bereich der Unternehmensführung kündigte Caforio zudem Anpassungen an. Der Verwaltungsrat werde künftig die direkte Aufsicht über strategische Risiken übernehmen; der bisherige Risikoausschuss werde entsprechend aufgelöst.

Mit Blick auf das vergangene Geschäftsjahr verwies der VR-Präsident auf solide Ergebnisse. Trotz Belastungen durch Patentabläufe und Preisdruck in einzelnen Märkten stiegen die Konzernumsätze 2025 zu konstanten Wechselkursen um 8 Prozent. Der Kerngewinn legte um 12 Prozent zu. Den Aktionären schlägt der Verwaltungsrat eine Dividendenerhöhung um 5,7 Prozent auf 3,70 Franken vor. Damit würde die Ausschüttung zum 29. Mal in Folge angehoben.

Novartis-CEO Narasimhan bestätigt Wachstumskurs und Pipeline-Fokus

Novartis-Chef Vas Narasimhan hat an der Generalversammlung des Pharmakonzerns die erfolgreiche Umsetzung der Strategie und die Ausrichtung auf Innovation, globale Märkte und nachhaltige Wirkung bekräftigt. Novartis habe 2025 solide Ergebnisse erzielt und sei gut positioniert, um trotz kommender Herausforderungen weiter zu wachsen, sagte Narasimhan am Freitag in Basel.

Der Konzern habe seine Strategie eines reinen Anbieters innovativer Medikamente konsequent umgesetzt und damit langfristig wertsteigernd für Aktionäre gewirkt, sagte der Konzernchef. In den letzten fünf Jahren stiegen die Nettoumsätze im Durchschnitt um 8 Prozent, der operative Kerngewinn um 15 Prozent. Mit einem Kernmargen-Ziel von 40 Prozent, ursprünglich für 2027 geplant, habe Novartis diesen Meilenstein bereits zwei Jahre früher erreicht. Die Aktionäre profitierten mit einer Gesamtrendite von 129 Prozent - deutlich über dem Swiss Market Index.

Pipeline wächst

Gleichzeitig habe die Pipeline weiter Fahrt aufgenommen, sagte Narasimhan. 2025 wurden 29 Zulassungen erreicht und 29 Einreichungen vorgenommen, darunter neue Indikationen und frühere Therapielinien für Patienten. So könnten US-Prostata-Patienten Pluvicto früher im Behandlungsverlauf erhalten, Rhapsido sei in den USA die erste orale Behandlung gegen chronische spontane Urtikaria.

Narasimhan unterstrich die Bedeutung gezielter externer Investitionen. Novartis habe strategische Lizenzierungen und Übernahmen getätigt, um die Pipeline zu stärken.

Auch globale Gesundheit und Nachhaltigkeit blieben zentrale Themen, sagte er weiter. Mit der Einführung von Coartem Baby in Ghana und dem Phase-III-Erfolg von KLU156 setze Novartis neue Akzente in der Malariabekämpfung.

Wachstum trotz Patentabläufen

Für 2026 erwartet Novartis die grössten Umsatzeinbussen durch Patentabläufe in der Unternehmensgeschichte (Entresto, Promacta, Tasigna in den USA). Trotzdem soll das Wachstum fortgesetzt werden, mit einem erwarteten Nettoumsatzanstieg im niedrigen einstelligen Bereich.

Geplant seien 28 wichtige Zulassungen oder Einreichungen sowie neun wichtige Studienergebnisse und sechs Studienstarts - viele in Bereichen ohne bisherige Therapien. Der CEO bekräftigte die vier Kerntherapiegebiete und die Nutzung der Technologieplattformen als Wettbewerbsvorteil.

Novartis bleibe auf Kurs, die mittelfristige Prognose von 5 bis 6 Prozent durchschnittlichem jährlichen Umsatzwachstum bis 2030 zu erreichen und die Kernmarge ab 2029 wieder über 40 Prozent zu führen. In den nächsten zwei Jahren werden laut Narasimhan mehr als 15 readoutfähige Studien und rund 30 potenziell hochbewertete Pipeline-Assets erwartet.

"Unsere Strategie liefert, unsere Pipeline wächst, und unsere Teams setzen diszipliniert um", sagte Narasimhan.

Novartis-Aktionäre genehmigen an GV alle Anträge

Die Novartis-Aktionäre haben an der Generalversammlung vom Freitag allen Anträgen des Verwaltungsrates zugestimmt. So wurde bei der Versammlung in Basel Giovanni Caforio als Präsident des Verwaltungsrats bestätigt. Er hatte im vergangenen Jahr den langjährigen Amtsinhaber Jörg Reinhardt abgelöst.

Zudem wurde die 29. Dividendenerhöhung in Folge genehmigt. Für 2025 zahlt der Pharmakonzern 3,70 Franken pro Aktie aus, nach 3,50 Franken im Vorjahr.

Für massive Kritik von Aktionärsseite sorgte einmal mehr das Gehalt von Konzernchef Vas Narasimhan. Nach deutlichen Gehaltssprüngen in den beiden Vorjahren erhielt der Novartis-Chef auch für 2025 nochmals markant mehr. Die Gesamtvergütung betrug 24,9 Millionen Franken - 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Grund dafür: Der in den letzten zwei Jahren deutlich gestiegene Aktienkurs trieb den Wert der langfristigen Boni in die Höhe.

In seinem ersten Jahr als Novartis-CEO 2018 betrug Narasimhans Lohn noch 6,7 Millionen Franken. Seitdem hat er unter dem Strich fast 110 Millionen Franken eingestrichen, wie eine Auswertung der Nachrichtenagentur AWP zeigt.

Besonders harsch fiel die Kritik der Aktionärsvereinigung Ethos aus. Wie VRP Caforio betont, sei das Gehalt der Geschäftsführung stark an messbare Zielvorgaben geknüpft. Und diese seien in den vergangenen Jahren erfüllt worden. Die strategische und operative Ausrichtung des Pharmakonzerns habe den Aktionären in den vergangenen Jahren denn auch eine ordentliche Rendite beschert, sagte Caforio weiter.

Kritik erntete Novartis auch für seinen starken Fokus auf den US-Markt und die anhaltenden Diskussionen über Medikamentenpreise. Hierzu betonte der VRP, dass der US-Markt für Novartis mit einem Umsatzanteil von etwa 40 Prozent der wohl wichtigste sei. Was die Medikamentenpreise betrifft, so sei es wichtig, dass diese Preise auch die Innovation und Investitionen reflektierten. Hier hätten die Schweiz und die EU auf jeden Fall Nachholbedarf.

Die Novartis-Aktie gab an der SIX schlussendlich 1,25 Prozent auf 123,26 CHF nach.

Basel (awp)

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