Muenchener Rueckversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in Muenchen Unsponsored American Depos Aktie 4673653 / US6261881063
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26.02.2026 14:25:00
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Munich Re-Aktie schwächer: Rekordgewinn bei Munich Re trotz schwächerem Q4
Die Munich Re hat ihr eigenes Gewinnziel im vergangenen Jahr trotz eines leicht schwächeren Schlussquartals übertroffen.
Die Munich Re hatte am Vortag bereits eine Erhöhung der Dividende auf 24 Euro für 2025 von 20 Euro im Vorjahr sowie neue Aktienrückkäufe über bis zu 2,25 Milliarden Euro angekündigt.
Der Gewinn stieg 2025 bei einem stabilen Versicherungsumsatz auf 6,1 Milliarden Euro von 5,7 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten der Munich Re im Konsens von Visible Alpha 6,2 Milliarden Euro zugetraut. Im vierten Quartal sank das Ergebnis um 12 Prozent auf 945 Millionen Euro.
Für das laufende Jahr plant die Munich Re weiterhin mit einem Gewinn von rund 6,3 Milliarden Euro. Der Versicherungsumsatz soll 64 Milliarden Euro erreichen, die Kapitalanlagerendite mehr als 3,5 Prozent.
Die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden-Rückversicherung soll bei etwa 80 Prozent liegen. In der Spezialversicherung GSI werden rund 90 Prozent angepeilt.
Die Munich Re hatte den Ausblick für 2026 bereits bei ihrem Kapitalmarkttag genannt, auf dem sie ihre Strategie bis 2030 vorstellte. Kern der Strategie ist eine breitere Aufstellung, um den Konzern weniger abhängig von der Schwankungsanfälligen Schaden-Rückversicherung zu machen.
Munich Re mit rückläufigen Preisen in Januar-Erneuerung
Munich Re hat auch in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2026 einen Preisrückgang hinnehmen müssen. Insgesamt sank das Preisniveau für das Portfolio des Rückversicherers risikoadjustiert um 2,5 Prozent, wie der DAX-Konzern mitteilte. Für die nächste Erneuerungsrunde im April erwartet Munich Re trotz des Marktdrucks ein Preisniveau auf attraktivem Niveau.
Das Geschäftsvolumen ging um 7,8 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro zurück, weil der Konzern gezielt Geschäft nicht erneuert oder gezeichnet hat, das nicht den erwarteten Preisen und Bedingungen entsprach.
Zum Januar wurde vor allem europäisches und US-amerikanisches sowie globales Geschäft gezeichnet.
Munich Re muss sinkende Preise bei Rückversicherung von Naturkatastrophen-Schäden hinnehmen
Besonders deutlich fiel der Preisrückgang bei der Rückversicherung von Naturkatastrophen-Schäden aus: Laut Vorstandschef Christoph Jurecka ging das Prämienniveau in diesem Bereich um etwa sechs Prozent zurück. Dennoch sprach der Manager in einer Videokonferenz mit Journalisten von "robusten und gesunden Margen" in den erneuerten Verträgen.
Der Preisrückgang war bereits erwartet worden. So hatten Ratingagenturen und auch der weltweit drittgrösste Rückversicherer Hannover Rück in den vergangenen Wochen von entsprechenden Entwicklungen berichtet. Der Dritte im Bunde der grossen Rückversicherer, die Swiss Re aus Zürich, ist mit den Jahreszahlen an diesem Freitag (27. Februar) an der Reihe.
Dass die Munich Re für 2026 weiterhin mit einem Gewinnanstieg rechnet, erklärte Jurecka mit positiven Entwicklungen in anderen Sparten. Dazu zählen die Lebens- und Kranken-Rückversicherung sowie das Direktgeschäft mit grossen Industriekunden, das ebenfalls zur Rückversicherungssparte zählt. Dadurch soll der Gewinn des gesamten Geschäftsbereichs von zuletzt 5,2 Milliarden auf 5,4 Milliarden Euro im laufenden Jahr steigen.
Von der Düsseldorfer Erstversicherungstochter Ergo erwartet der Vorstand 2026 einen Gewinn von rund 900 Millionen Euro und damit ähnlich viel wie im vergangenen Jahr.
Da hatte die Munich Re vor allem im Rückversicherungsgeschäft davon profitiert, dass den zerstörerischen Waldbränden in Kalifornien vom Januar keine weiteren teuren Naturkatastrophen folgten. So blieben die Rückversicherer etwa von schweren Hurrikans verschont, die in manchen Jahren vor allem in den USA milliardenschwere Versicherungsschäden hinterlassen.
Die Feuer in Los Angeles wurden für die Versicherer jedoch zur teuersten Waldbrandkatastrophe der Geschichte. Die Zerstörungen kosteten die Branche laut Studien etwa 40 Milliarden US-Dollar (33,9 Mrd Euro). Bei der Munich Re schlugen sie in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung letztlich mit rund 800 Millionen Euro zu Buche.
Damit die Gewinne in den nächsten Jahren weiter sprudeln, will die Munich Re ihre Kosten bis zum Jahr 2030 wie geplant um rund 600 Millionen Euro drücken. Laut Jurecka geht es im Rückversicherungsgeschäft vor allem darum, Dinge anders und besser zu machen. Bei der Erstversicherungstochter Ergo stünden hingegen Effizienzmassnahmen zur Kostensenkung im Vordergrund. So will Ergo bis 2030 stärker auf Künstliche Intelligenz setzen und etwa 1'000 Arbeitsplätze abbauen.
Unterdessen können sich die Anteilseigner der Munich Re auf eine deutlich höhere Dividende freuen. Für 2025 sollen sie je Aktie 24 Euro erhalten und damit ein Fünftel mehr als im Vorjahr, wie die Munich Re bereits am Vortag mitgeteilt hatte. Zudem will der Konzern bis zur Hauptversammlung 2027 bis zu 2,25 Milliarden Euro in den Rückkauf eigener Aktien stecken.
Im XETRA-Handel verliert die Munich Re-Aktie zeitweise 1,81 Prozent auf 542,60 Euro.
Redaktion finanzen.ch mit Material von DOW JONES und awp international
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