| 360° Finanzen |
02.02.2026 16:15:00
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Möglicher Handelskrieg zwischen USA und EU führt zu Bitcoin-Ausverkauf
Kolumne
Der jüngste Rückgang von Bitcoin kann als eine klassische makroökonomisch bedingte Korrektur betrachtet werden, bei der eine allgemeine Risikoaversion vorübergehend die starken Fundamentaldaten der Kryptowährung überschattet. Die erneuten Befürchtungen eines Handelskriegs zwischen den USA und der EU führten zu Liquidationen von gehebelten BTC im Wert von rund 865 Millionen US-Dollar.
Händler sollten diese Entwicklung als vorübergehenden Rückgang interpretieren und die Volatilität nutzen, um diversifizierte Positionen aufzubauen und bei wichtigen Unterstützungsniveaus zu akkumulieren. Gleichzeitig sollten sie die geopolitischen Entwicklungen beobachten, die die Risikobereitschaft beeinflussen. Kurzfristig sieht Bitget eine Stabilisierung von BTC bei etwa 85.000 bis 95.000 US-Dollar, wenn sich die Handelsspannungen lösen und sich die Risikostimmung normalisiert. Auch bei Ethereum spiegelte die Preisentwicklung eine Risikoaversion wider. Da die technische Unterstützung jedoch bei etwa 3.000 USD hält, deutet dies eher auf eine Konsolidierung als auf einen Einbruch hin. ETH wird derzeit um wichtige psychologische Niveaus gehandelt, wobei die Stimmung auf ein Gleichgewicht zwischen Käufern und Verkäufern und einen wichtigen Widerstand um die 3’300-USD-Marke hindeutet. Angesichts dieses Umfelds dürfte ETH in naher Zukunft zwischen 3’000 und 3’400 US-Dollar gehandelt werden. Dabei hängt ein Aufwärtstrend von einer erneuten Risikobereitschaft und einer breiteren Marktunterstützung ab.
Insgesamt unterstreicht diese Dynamik die zunehmende Bedeutung von Kryptowährungen als Risikoanlage, die von Makrozyklen beeinflusst wird. Auch wenn geopolitische Gegenwinde kurzfristig für Unruhe sorgen können, bleiben die zugrunde liegenden Nachfragetreiber für BTC und ETH bei einer Anpassung der Märkte intakt.
Von Ignacio Aguirre Franco, CMO Bitget
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