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Depot fast geleert 22.09.2022 23:54:00

Michael Burry bleibt für Aktienmarkt pessimistisch: Der "The Big Short"-Investor erwartet einen Crash

Michael Burry bleibt für Aktienmarkt pessimistisch: Der

Hedgefondsmanager Michael Burry hat vor verfrühtem Optimismus am Markt gewarnt. Seiner Meinung nach ist der Tiefpunkt noch nicht erreicht.

• Michael Burry bleibt pessimistisch für Aktienmarkt
• Inflation bleibt langfristig ein Thema
• Starker Crash erwartet

Für die Aktienmärkte ist 2022 bisher ein verlustreiches Jahr. Da sie sich zuletzt aber wieder etwas gefangen haben, fragen sich die Anleger, ob der Tiefpunkt womöglich schon erreicht wurde. Doch Michael Burry sieht noch keinen Grund für Optimismus.

Der Star-Investor erlangte grosse Aufmerksamkeit, weil er das Platzen der Immobilienblase 2007 vorausgesehen und dank seiner Short-Wette einen Millionengewinn erzielt hat. Der breiten Öffentlichkeit wurde er bekannt, als er im Film "The Big Short" von Christian Bale gespielt wurde. Auch den derzeitige Crash hat er kommen sehen und schon im Sommer 2021 in einem Tweet vor der "grössten spekulativen Blase aller Zeiten" gewarnt.

Noch kein Tiefpunkt

Michael Burry ist also äusserst pessimistisch, mit den Verlusten im bisherigen Jahresverlauf ist der Crash seiner Meinung noch nicht ausgestanden. So schrieb er Anfang September auf Twitter: "Nein, wir haben den Boden noch nicht erreicht. Halte Ausschau nach Zusammenbrüchen, dann schau nach dem Boden. Der Zusammenbruch von 2 SPAC ETFs ist noch lange nicht genug."

Sein letzter Satz bezieht sich wohl auf Presseberichte, wonach im August zwei ETFs der Anbieter Defiance und Morgan Creek, die in SPACs (Special Purpose Acquisition Company) investiert hatten, aufgelöst wurden. In den vergangenen Jahren hatte es einen regelrechten Boom bei solchen leeren, aber börsennotierten Unternehmenshüllen gegeben, deren Organisatoren Geld bei Investoren einsammeln, um damit ein anderes vielversprechendes Unternehmen aufzukaufen, das dann mit der SPAC verschmolzen und auf diesem Weg - quasi über eine Abkürzung - an die Börse gebracht wird. Doch angesichts des Spekulationsfiebers waren so auch einige eher zweitklassige Unternehmen an die Börse gegangen. Vor dem Hintergrund des derzeit schwierigen Umfelds haben Defiance und Morgan Creek nun zwei ETFs, die sie auf SPACs aufgelegt hatten, wieder geschlossen.

Wie pessimistisch Burry die Lage sieht, wurde schon in einem anderen Tweet deutlich, in dem er zuvor eine Checkliste für einen Börsencrash erstellte und dabei auf die Crashs bei Kryptowährungen, Meme-Aktien und SPACs sowie auf die starke Inflation verwies. Damit zog er eine Parallele zwischen 2022 und 2000 - dem Jahr in dem die Internetblase platzte -, sowie 2008 - dem Jahr der Finanzkrise.

Wie der Marktexperte schon im Juli in einem Tweet erklärt hatte, geht er davon aus, dass insbesondere die Inflation langfristig weiter ein Thema bleiben wird. Sie werde weiter angetrieben von der Umstrukturierung der globalen Lieferketten.

Nur noch eine Aktie im Portfolio

Der Starinvestor hat angesichts dessen die Reissleine gezogen. So hat sich Scion Asset Management, der Hedgefonds von Michael Burry, im zweiten Quartal von all seinen bisherigen Investitionen getrennt. Zugekauft wurden lediglich Aktien von The GEO Group, einem Betreiber von Gefängnissen und psychiatrischen Einrichtungen. Damit schrumpfte der Börsenwert des Depots von 201 Millionen US-Dollar im ersten Quartal auf nur noch knapp 3,3 Millionen US-Dollar zum Ende Juni 2022.

Redaktion finanzen.ch


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Bildquelle: Jim Spellman/WireImage/Getty Images,Immersion Imagery / Shutterstock.com,Jim Spellman/WireImage/Getty Images