E.ON sp. ADRs Aktie 1095424 / US2687801033
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25.02.2026 17:54:00
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E.ON-Aktie höher: E.ON weitet Investitionsstrategie aus und plant weiteren Gewinnanstieg
Der Energiekonzern E.ON will bis zum Ende des Jahrzehnts Milliarden in den Ausbau der Energieinfrastruktur stecken.
Jefferies-Analyst Ahmed Farman wertete die Nachrichten von E.ON "wie erwartet bis leicht negativ". Sein Barclays-Kollege Peter Crampton verwies auf den zuletzt guten Lauf der Aktie. Seit Jahresbeginn hat sie über 15 Prozent zugelegt und war am Vortag zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit 2012 gestiegen.
Vor allem das Strom-Verteilnetz spielt eine wichtige Rolle beim Energie-Umbau Deutschlands hin zur Klimaneutralität. So speisen etwa fast alle Wind- und Solaranlagen ihren Strom in das Verteilnetz ein. Um das erklärte Ziel einer emissionsfreien Stromerzeugung in Deutschland 2035 zu erreichen, braucht es deshalb hohe Investitionen, etwa in Neuanschlüsse und die Modernisierung.
E.ON ist Deutschlands grösster Stromversorger und -netzbetreiber. Dem Unternehmen gehört rund ein Drittel dieses Netzes, das alle Spannungsebenen unterhalb des Übertragungsnetzes umfasst. Auch ist E.ON Deutschlands grösster Versorger mit rund 11,3 Millionen Strom- und 2,3 Millionen Gaskunden.
Nach Einschätzung von JPMorgan-Analyst Pavan Mahbubani entsprechen die für 2030 gesteckten Investitionsziele seinem Negativszenario. Sie deuteten auf eine begrenzte Beschleunigung der Investitionen nach 2028 hin, da E.ON auf mehr Klarheit über die nächste Regulierungsperiode für deutsche Stromnetze warte. Bislang hatte das Management um Chef Leonhard Birnbaum für 2024 bis 2028 geplant, 43 Milliarden Euro zu investieren.
E.ON gibt an, dass die Bilanz noch 5 bis 10 Milliarden Euro für weitere Investitionen und entsprechendes Wachstum zulasse. "Unser Hauptfokus liegt auf den Investitionen in das Netzgeschäft", sagte Finanzchefin Nadia Jakobi auf Nachfrage in der Bilanz-Pressekonferenz. Sie sei zuversichtlich, dass sich eine für E.ON "positive Regulierung" ergebe. Chef Birnbaum ergänzte: Man befinde sich in "konstruktiven Gesprächen" mit dem Regulator.
Vor allem im Netzgeschäft ist E.ON stark an die von der Bundesnetzagentur vorgegeben Bedingungen gebunden. Und wie diese ab 2029 für das Strom-Geschäft aussehen sollen, ist in einigen Aspekte noch offen. Die nun bis 2030 fortgeschriebenen Investitionspläne basierten auf einer "angemessenen Regulierung", hiess es.
Selbst unter den aktuellen Annahmen dürften die Milliardeninvestitionen den Dax-Konzern aber auch ergebnisseitig anschieben: Bis 2030 erwarten die Essener einen bereinigten operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 13 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss soll bei 3,8 Milliarden Euro landen.
Für das laufende Jahr strebt E.ON einen bereinigten operativen Gewinn von 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro an, womit er im schlechtesten Fall stabil bliebe. Gleiches gilt für den bereinigten Konzernüberschuss, der bei 2,7 bis 2,9 Milliarden Euro liegen soll. Für die Prognose 2026 hat E.ON die Vergleichswerte aus 2025 angepasst: So sind die operativen Ergebnisse jetzt um temporäre regulatorische Effekte im Netzgeschäft angeglichen.
Auf Basis der bisher gültigen Bereinigung stieg der operative Gewinn im Vergleich zu 2024 um 9 Prozent auf 9,85 Milliarden Euro. Über drei Viertel davon entfielen auf das regulierte Geschäft. Der bereinigte Konzernüberschuss verbesserte sich 2025 um 6 Prozent auf 3,02 Milliarden Euro. "Unsere guten finanziellen Ergebnisse sind die Voraussetzung für diese Investitionen", sagte Finanzchefin Jakobi laut Mitteilung. 2026 sind Investitionen von 8,7 Milliarden Euro geplant, nach getätigten 8,5 Milliarden Euro im Jahr 2025.
Unterm Strich sank der Gewinn vergangenes Jahr um über 60 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, was aber auf nicht-operative Ergebniseffekte etwa aus Derivaten zurückzuführen ist. Aktionäre sollen für 2025 eine Dividende von 0,57 Euro je Aktie bekommen und damit 2 Cent mehr als für 2024./lew/men/stk
Letztlich stand via XETRA bei der E.ON-Aktie ein Plus von 3,5 Prozent auf 19,40 Euro zu Buche.ESSEN (awp international)
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