| Strategischer Investor |
24.02.2026 16:19:00
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dormakaba-Aktie schwächer: Umsatz- und Gewinnrückgang - Investition in US-Firma SwiftConnect
Der Schliesstechnikkonzern dormakaba hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 einen Umsatzrückgang erlitten und weniger Gewinn geschrieben.
Der Umsatz sank im ersten Semester (per Ende Dezember) um 4,1 Prozent auf 1,36 Milliarden Franken, wie dormakaba am Dienstag mitteilte. Ein grosser Belastungfaktor waren negative Währungseffekte. Organisch gelang hingegen ein Wachstum von 2,0 Prozent.
Gelungen ist dies allerdings nur dank Preiserhöhungen, welche den Umsatz um 2,6 Prozent ansteigen liessen. Die Volumen gingen hingegen um 0,6 Prozent zurück.
Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank um 1,9 Prozent auf 211,9 Millionen Franken. Trotzdem verbesserte sich die operative Marge leicht auf 15,6 Prozent von 15,2 Prozent in der Vorjahresperiode. Dies zeige den Erfolg des Transformationsprogramms, so das Unternehmen. Damit seien 185 Millionen Franken eingespart worden statt wie ursprünglich geplant 170 Millionen.
Unter dem Strich resultierte im ersten Semester ein um ein Fünftel tieferer Konzerngewinn von 77,4 Millionen Franken. Nach Abzug der Minderheiten verblieb ein den Aktionären zurechenbarer Reingewinn von 40,5 Millionen Franken.
Damit hat dormakaba die Erwartungen der von AWP befragten Analysten beim EBITDA leicht verfehlt, bei den anderen Werten aber in etwa erreicht.
Ausblick bestätigt
Am bisherigen Jahresausblick hält das Management trotz eines "anspruchsvolleren und volatilen wirtschaftlichen Umfelds" im ersten Halbjahr fest. Demnach will das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025/26 weiterhin organisch um 3 bis 5 Prozent wachsen und eine bereinigte EBITDA-Marge von über 16,0 Prozent erreichen.
Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres werde aufgrund wichtiger Projektgewinne in Schlüsselbranchen ein stärkeres Volumenwachstum erwartet, heisst es.
Investition in US-Firma SwiftConnect
dormakaba beteiligt sich als strategischer Investor an der US-Firma SwiftConnect. Mit der Investition stärke der Konzern sein globales Zutrittslösungsgeschäft, heisst es in einer Mitteilung vom Montagabend.
SwiftConnect verbinde mit einer Plattform verschiedene Zutrittssysteme, Identitätsdienste und IT-Systeme zu einem offenen Netzwerk, hiess es weiter. Unternehmen könnten damit ihr Zutrittsmanagement modernisieren, ohne die bestehende Infrastruktur zu ersetzen.
Das 2020 gegründete Unternehmen hat seinen Sitz in Connecticut und beschäftigt 165 Mitarbeitende. Weitere Details und die finanziellen Bedingungen der Transaktion gab dormakaba nicht bekannt.
So reagiert die dormakaba-Aktie
Die Titel von dormakaba kommen am Dienstag nach den Zahlen für das erste Halbjahr 2025/26 stark unter Druck. Der Schliesstechnikkonzern hat die Erwartungen der Analysten in gewissen Bereichen leicht verfehlt. Immerhin werden die Fortschritte im Transformationsprogramm gelobt.
Die Titel von dormakaba notieren zeitweise um 3 Prozent im Minus auf 58,30 Franken.
Für die UBS-Experten kommt die negative Reaktion am Aktienmarkt nicht überraschend. Während die Ergebnisse leicht unter den Erwartungen ausfielen, sehen sie auch kein Potenzial für eine Aufwärtskorrektur des Marktkonsens. Die Verantwortung für die Erreichung der Prognose liege damit bei der zweiten Jahreshälfte, meint Analyst Patrick Rafaisz.
Auch die Experten von Jefferies verweisen auf das Verfehlen des Marktkonsens um rund 2 Prozent sowohl beim Umsatz wie auch beim bereinigten Betriebsergebnis. Während die Preise leicht angestiegen seien, habe sich der Abwärtstrend bei den Volumen fortgesetzt, schreibt Jefferies-Analyst Rizk Maidi.
dormakaba habe die Erwartungen aufgrund der herausfordernden Marktbedingungen im ersten Halbjahr leicht verfehlt, kommentiert Vontobel-Analyst Alexander Koller. Dennoch schätzt er das Zahlenset angesichts eines schwierigen makroökonomischen Umfelds insgesamt als "solide" ein. Er verweist nicht zuletzt auf die spürbaren Fortschritte aus dem Transformationsprogramm, während sich gleichzeitig die Restrukturierungskosten normalisiert hätten.
Die Experten der ZKB betonen derweil das insgesamt anspruchsvollere und volatile wirtschaftliche Umfeld aber auch eine "eher hohe" Vorjahresbasis. Immerhin habe die adjustierte EBITDA-Marge dank erfolgreicher Umsetzung des Transformationsprogramms den Konsens nur ganz knapp verfehlt, so Experte Martin Hüsler. Um die Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen, brauche es nun aber noch weitere Effizienzfortschritte.
ls/mk
Rümlang (awp)
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