Cicor Technologies Aktie 870219 / CH0008702190
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05.03.2026 17:52:00
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Cicor-Aktie dennoch zweistellig im Minus: Umsatz wächst dank Übernahmen deutlich
Aufgrund von Zukäufen ist Cicor im Geschäftsjahr 2025 weiter deutlich gewachsen.
Konkret erwirtschaftete Cicor im zurückliegenden Geschäftsjahr einen 28,2 Prozent höheren Umsatz von 616,5 Millionen Franken. Organisch, also ohne Zukäufe und Währungseinflüsse, sanken die Verkäufe jedoch um 2,0 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.
Aufgrund von mehreren Zukäufen schlugen bei Cicor Ertragseffekte zu Buche, insbesondere durch die Übernahme von Éolane in Frankreich. Dies habe zu einer Margenverwässerung geführt. Die Marge von Éolane soll schrittweise an das Niveau der anderen Bereiche herangeführt werden. Bis Ende des Jahres stellt das Management eine hohe einstellige EBITDA-Marge bei Éolane in Aussicht. Die Integration verlaufe planmässig, heisst es weiter.
Der berichtete EBITDA ging daher auf 56,3 Millionen Franken von 58,4 Millionen leicht zurück. Die entsprechende Marge verschlechterte sich um 3,0 Prozentpunkte auf 9,1 Prozent. Bereinigt um Einmaleffekte lag der EBITDA bei 64,6 Millionen Franken (+6,4%) und die Marge bei 10,5 Prozent.
Unter dem Strich steht ein um 37,9 Prozent tieferer Reingewinn von 16,9 Millionen Franken. Im Vorjahr hatten jedoch ausserordentliche Effekte den Gewinn positiv beeinflusst.
Die Erwartungen der Analysten im AWP-Konsens konnte das Unternehmen in den meisten Bereichen übertreffen. Einzig der Reingewinn blieb leicht hinter den Erwartungen zurück.
Eine Dividende soll es wie schon in den Vorjahren nicht geben. Die Gewinne will das Unternehmen in das weitere Wachstum stecken. Erst zu einem späteren Zeitpunkt werde die Aufnahme einer Dividendenzahlung wieder in Betracht gezogen.
Aufträge ziehen deutlich an
Eine deutliche Erholung konnte Cicor beim Auftragseingang verbuchen. Die Neubestellungen zogen um fast die Hälfte auf 645,0 Millionen Franken an. Das Book-to-Bill-Verhältnis lag bei 1,05 und damit klar über der Schwelle von 1.
Das deutliche Plus sei vor allem auf die Akquisitionen zurückzuführen. Die Entwicklung deute auf eine Rückkehr zum organischen Wachstum hin, heisst es in der Mitteilung weiter.
Fokus auf der Integration der Zukäufe
Für das laufende Geschäftsjahr stellt das Management daher auch eine Rückkehr zum organischen Wachstum in Aussicht. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte wird ein Anziehen der Dynamik erwartet.
Der Umsatz soll 2026 in der Spanne zwischen 700 und 750 Millionen Franken liegen. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA wird zwischen 70 und 80 Millionen Franken erwartet. Die entsprechende Marge wird leicht über dem Vorjahreswert erwartet.
Der Fokus soll nach den zahlreichen Zukäufen im Vorjahr stärker auf der Integration liegen. Gleichzeitig soll weiterhin eine "selektive und disziplinierte M&A-Strategie" verfolgt werden. Der starke Franken werde jedoch eine Herausforderung für das Unternehmen bleiben.
Cicor-Aktien stehen Jahreszahlen deutlich unter Druck
Die Papiere von Cicor zählen am Donnerstag zu den grössten Verlierern. Mit seinen Jahreszahlen konnte der Konzern die Erwartungen zwar erfüllen, der Ausblick für 2026 enttäuscht hingegen.
Die Cicor-Aktie verlor an der SIX schlussendlich 15,77 Prozent auf 133,50 Franken. Im bisherigen Jahresverlauf stehen die Valoren von Cicor damit aber immer noch gut 15 Prozent höher. Die im Februar gestartete Erholung nach dem Einbruch im Dezember 2025 büsst jedoch an Schwung ein.
Mit seinem Ergebnis für 2025 hat Cicor die Erwartungen der Analysten mehrheitlich erfüllt, oder sogar leicht übertroffen. Die Zahlen boten aufgrund der Gewinnwarnungen im Dezember und einer weiteren Einengung Anfang 2026 auch kaum Überraschungspotenzial.
Für die UBS kommt das Minus dennoch nicht überraschend. Der Grund ist der Ausblick. Aufgrund der Senkungsrisiken für die Konsenserwartungen 2026 rechnete der zuständige Analyst mit einer erhöhten Volatilität. Seine Kaufempfehlung revidierte er jedoch nicht. Auch der Analyst von Baader Helvea attestierte ein Risiko für eine Senkung beim EBITDA-Konsens um 5 bis 10 Prozent.
"Die 2026 EBITDA-Guidance erachten wir als konservativ, mit der Chance auf Nachbesserung", heisst es bei ZKB-Analyst Bernd Laux etwas positiver. Er erachtet die Papiere, ebenso wie die meisten anderen Analysten, auch weiterhin als attraktiv bewertet.
cg/rw
Zürich (awp)
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