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Geändert am: 09.03.2020 21:09:53

Schwarzer Montag: Wall Street geht tiefrot in den Feierabend -- SMI schliesst mit massivem Kursverlust -- DAX crasht -- Asiens Börsen letztlich auf Talfahrt

Anhaltende Corona-Sorgen sowie ein Ölpreis im freien Fall belasten das Geschehen an den Märkten: Der SMI startete mit tiefroten Vorzeichen in die neue Woche und auch der deutsche Leitindex begab sich auf Talfahrt. Daneben waren auch die US-Börsen von grossem Verkaufsdruck geprägt. An den Aktienmärkten in Fernost ging es am Montag ebenfalls steil bergab.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt büßte am Montag weiter kräftig ein.

Der Leitindex SMI wies zum Handelsbeginn bereits einen satten Abschlag von mehr als sechs Prozent aus, und hielt sich auch den kompletten Handelstag tief im Minus. Er schloss mit einem Abschlag von 5,55 Prozent auf 9'196,60 Punkte. Sein Tagestief erreichte er bei 9'059,11 Punkten.

Auch die Nebenwerteindizes SLI und SPI gaben kräftig nach. Sie beendeten den Handel 6,25 Prozent tiefer bei 1'384,59 Zählern bzw. 4,94 Prozent schwächer bei 11'293,52 Indexeinheiten.

Der Schweizer Aktienmarkt hatte in den letzten Handelsstunden wieder klar an Terrain eingebüsst und notierte entsprechend wieder im tiefroten Bereich. Der heutige Wochenauftakt dürfte jedenfalls als ein schwarzer Montag in die Bücher eingehen, hiess es in Handelskreisen. Zum Teil war auch von panikartigen Verkäufen vor allem zu Beginn des Handelstags die Rede.

Auslöser für die düstere Stimmung waren die Nachrichten über die weltweite Ausbreitung des Coronavirus sowie zusätzlich der Einbruch beim Ölpreis um anfänglich rund 30 Prozent. Hintergrund dafür ist der Preiskrieg, in den sich Saudi-Arabien und Russland nach den gescheiterten Verhandlungen zwischen der OPEC und ihren Partnern begeben haben. "Die Angst vor einer globalen Rezession sitzt den Anleger derzeit tief im Nacken. Und der starke Ölpreisverfall hat dann die Märkte endgültig in Panik versetzt", meinte ein Händler.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt stürzte am Montag erneut ab.

Der DAX brach zur Börseneröffnung um mehr als sieben Prozent ein und liess damit auch die psychologisch wichtige 11'000-Punkte-Marke weit hinter sich. Auch im weiteren Verlauf notierte er mit tiefroten Vorzeichen. Er verabschiedete sich mit einem Verlust von von 7,94 Prozent auf 10'625,02 Punkte Punkte aus dem Handel.

Schwarzer Montag am deutschen Aktienmarkt: Panikartig waren die Anleger zu Wochenbeginn wegen wachsender Rezessionssorgen und der zusätzlichen Gefahr eines Ölpreiskrieges in sicherere Häfen geflüchtet. Die Aktienkurse sackten unmittelbar nach dem Handelsstart ab. In wenigen Minuten raste der DAX fast 1'000 Punkte abwärts. Die Gewinne aus dem vergangenen Jahr sind damit fast weg. Am Ölmarkt waren am Morgen die Preise zeitweise um rund 30 Prozent eingebrochen und damit so stark wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. "Der heutige Handelstag dürfte in die Geschichtsbücher eingehen", konstatierte ein Marktbeobachter.

Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners sprach von einem "regelrechten Blutbad". Zum Kampf gegen das neuartige Coronavirus und die Rezessionssorgen komme jetzt noch der Ölpreiskrieg dazu. "Die Anleger fliehen aus allem, was Risiko hat." Zuflucht suchten sie etwa in Staatsanleihen und bestimmten Währungen.

Nachrichten zu einzelnen Unternehmen oder Bilanzen spielten angesichts des Ausverkaufs an den weltweiten Börsen so gut wie keine Rolle. "Alles wird vom Crash überschattet", sagte ein Händler.

WALL STREET

An der Wall Street flohen Anleger am Montag in Scharen aus Aktien. Der Handel an der NYSE wurde zeitweise ausgesetzt.

Der US-amerikanische Leitindex Dow Jones eröffnete bereits im Minus und brach regelrecht ein. Zuletzt stand ein Abschlag von 7,78 Prozent auf 23'851,33 Punkte an der Tafel. Auch bei den Techwerten ging es deutlich abwärts: Der Nasdaq-Composite verlor letztlich 7,29 Prozent auf 7'950,68 Einheiten.

Schon wenige Minuten nach Börseneröffnung wurde der Handel aufgrund heftiger Verluste für 15 Minuten ausgesetzt.

Das Coronavirus und ein Ölpreis-Crash hatten den US-Aktienmarkt am Montag einbrechen lassen. Nach panikartigen Verkäufen unmittelbar nach der Startglocke wurde der Aktienhandel für 15 Minuten unterbrochen. Der Dow Jones fiel auf den tiefsten Stand seit Anfang 2019. In den vergangenen zwei Wochen hatte der Dow bereits fast elf Prozent verloren.

Zu den Folgen des Coronavirus für die Weltwirtschaft kam am Montag ein Absturz der Ölpreise als zusätzliche Belastung hinzu. Nach gescheiterten Verhandlungen führender Ölstaaten über eine Drosselung der Fördermenge erlebte der Ölmarkt den stärksten Preiseinbruch seit fast 30 Jahren. Die Verhandlungspartner des Ölkartells OPEC und mit ihm verbündete Staaten konnten sich auf keine neue Vereinbarung einigen.

ASIEN

Am Montag setzte sich die Abwärtsspirale in Asien fort.

In Japan brach der Nikkei letztlich um satte 5,07 Prozent ein auf 19'698,76 Indexpunkte.

Auch in China ging es abwärts. Auf dem chinesischen Festland büßte der Shanghai Composite 3,01 Prozent ein auf 2'943,29 Einheiten. Der Hang Seng in Hongkong verlor 4,23 Prozent und sackte auf 25'040,46 Zähler ab.

Die Börsen in Asien haben zum Wochenauftakt angesichts des Ölpreisverfalls tief in der Verlustzone tendiert. An der Leitbörse in Tokio stürzte der Nikkei-Index für 225 führende Werte am Montag um mehr als 1000 Punkte unter die psychologisch wichtige Marke von 20'000 Punkten.

Auslöser für den Ölpreisrutsch war die Nachricht, dass sich das Ölkartell OPEC und seine Kooperationspartner nicht auf eine weitere Beschränkung der Rohölproduktion einigen konnten. Hinzu kamen die wachsenden Sorgen über die Folgen des Coronavirus auf die globale Wirtschaft.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com


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