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Goldpreis 10.04.2022 16:26:00

Finanzexperte: Gold sollte in keinem Depot fehlen - Der Ukraine-Krieg beweist dies einmal mehr

Finanzexperte: Gold sollte in keinem Depot fehlen - Der Ukraine-Krieg beweist dies einmal mehr

Immer wieder sprechen sich verschiedenste professionelle Portfolioverwalter und Finanzexperten für ein Goldinvestment zur Diversifizierung des Depots aus. Laut MarketWatch-Kolumnist Brett Arends stellt der aktuelle Ukraine-Krieg wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis, warum ein Gold-Investment sinnvoll ist.

• MarketWatch-Finanzjournalist spricht sich für Goldinvestment aus
• Dollar und Euro bei Rohstoff-Zahlungen an Russland nicht mehr erwünscht
• Gold als Absicherung, falls Status der Reservewährung Dollar ins Wanken gerät

Schon seit jeher gilt Gold als sogenannter "sicherer Hafen" zu Krisenzeiten und soll nach Meinung unterschiedlichster Anlage-Experten in keinem Portfolio zur Diversifizierung fehlen. Wie MarketWatch-Kolumnist Brett Arends in einem seiner jüngsten Artikel beschreibt, würde insbesondere der Ukraine-Krieg einmal mehr beweisen, warum das Depot neben Aktien und Staatsanleihen auch einen Goldanteil beinhalten sollte.

Streit um Zahlung von Gas und Öl

Hintergrund sind die Sanktionen, die die westlichen Staaten in Reaktion auf Russlands Invasion in die Ukraine verhängt haben und die sich unter anderem massiv auf den Handel zwischen dem russischen Staat und Europa auswirken. Hier geht es insbesondere um die Zahlungen von Rohstoffen wie Gas oder Öl. Zahlreiche europäische Länder, zu denen auch Deutschland gehört, sind auf russische Lieferungen angewiesen, Russland hingegen möchte aufgrund der Sanktionen keine Zahlungen in Dollar oder Euro mehr akzeptieren. Stattdessen sollen Gaszahlungen nun laut einem Dekret des russischen Präsidenten Putin in der Landeswährung Rubel erfolgen, da dies laut Kremlsprecher Dmitri Peskow die "bevorzugte und am ehesten verlässliche Variante" sei.

Grund hierfür ist zum einen der drastische Einbruch des russischen Rubels seit Beginn des Ukraine-Kriegs sowie die Gefahr, Überweisungen in Euro oder Dollar könnten im Zuge der Sanktionen beschlagnahmt oder eingefroren werden und der russische Gaskonzern GAZPROM letztlich nicht auf das Geld zugreifen.

Dollar für russische Regierung nicht mehr von Interesse - Gold stattdessen bevorzugt

Kürzlich machte der Vorsitzende der russischen Energiekommission Pavel Zavalny laut Trending Topics jedoch auch den Vorschlag "freundliche Staaten" könnten russisches Öl und Gas auch mit Kryptowährungen wie dem Bitcoin bezahlen. Noch interessanter sei jedoch laut Brett Arends, dass sich Zavalny ebenfalls dafür ausgesprochen habe, die Zahlungen könnten in "harter Währung", getätigt werden, wobei der Vorsitzende spezifizierte, dass dies für Russland Gold und nicht etwa der US-Dollar sei. So gibt Arends Zavalny folgendermassen wider: "Der Dollar ist für uns kein Zahlungsmittel mehr, er hat unser Interesse verloren". Tatsächlich sei der Greenback mittlerweile nichts anderes als "Bonbon-Papier" mehr.

Gold als Absicherung

Wie der Finanzjournalist weiter ausführt, könnte in diesem Schritt eine Kampfansage an die globale Reservewährung US-Dollar liegen, insbesondere wenn sich andere Staaten wie China oder Indien zu einem ähnlichen Schritt entscheiden sollten. Gleichzeitig sei es ein wichtiges Argument für Anleger, Gold mit ins Portfolio aufzunehmen. Nicht, weil das glänzende Edelmetall auf lange Sicht im Wert steigen dürfte. Sondern, weil es in Zeiten geopolitischer oder finanzieller Krisen eine Absicherung darstelle, falls es doch dazu kommen sollte, dass sich "nicht westliche Ländern dazu entscheiden, Amerikas Finanzhegemonie und den ‚König Dollar‘ herauszufordern", wie es Arends formuliert.

Schliesslich würde Gold einige Vorzüge gegenüber anderen Währungen geniessen. So sei das Edelmetall vollständig privat und auch unabhängig von Bankensystemen wie beispielsweise SWIFT. Darüber hinaus sei es eine weitverbreitete Währung, die nicht in den Händen eines einzelnen Landes liege. Wie Trading Economics schreibt, hätte Russland im dritte Quartal 2021 2'298,53 Tonnen Gold besessen.

Westliche Staaten wollen Russlands Zugang zum Goldhandel beschränken

Allerdings haben auch die westlichen Länder mittlerweile Massnahmen ergriffen, um Russland den Handel mit Gold zu erschweren. So hiess es seitens eines US-Regierungsvertreters laut der Deutschen Presseagentur vor zwei Wochen, jede Gold-Transaktion, die im Zusammenhang mit der russischen Zentralbank stehe, solle mit Sanktionen belegt werden. Die russische Zentralbank reagierte darauf mit der Ankündigung Gold von russischen Banken aufkaufen zu wollen, wie Reuters berichtete. So soll zwischen dem 28. Februar und 30. Juni Gold zu einem festen Preis von 5'000 Rubel je Gramm gekauft werden.

Der Goldpreis selbst hat seine Gegenbewegung während der aktuellen Krise ebenso erneut bewiesen. So legte der Preis des Edelmetalls im ersten Quartal 2022 um 9,17 Prozent zu.

Redaktion finanzen.ch


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