| Schweizer Jahrbuch ETF & ETP |
25.02.2026 08:30:20
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Grundsteinlegung: Europas Infrastruktur-Neustart
Europa verfolgt eine langfristige Strategie für eine nachhaltige, digitale und widerstandsfähige Wirtschaft. Investitionen in Energie, Transport und digitale Netze sind dabei zentrale Hebel. Programme wie NextGenerationEU und die Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF) mobilisieren enorme Mittel, während steigende Verteidigungsausgaben und nationale Infrastrukturfonds die geopolitische Dimension betonen.
Infrastruktur-Investments gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sie direkt mit langfristigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen verbunden sind. Der Ausbau von Energie- und Verkehrsnetzen, digitale Infrastruktur sowie nachhaltige Projekte im Bereich Wasser- und Abfallwirtschaft zählen zu den zentralen Pfeilern zukünftigen Wachstums. Für Anleger bieten Investitionen in Infrastruktur nicht nur die Möglichkeit, an stabilen und oftmals inflationsgeschützten Cashflows zu partizipieren, sondern auch von politischen Initiativen und öffentlichen Förderprogrammen zu profitieren, die weltweit eine Modernisierung kritischer Systeme vorantreiben.
Auf ins digitale Zeitalter
Die EU treibt den Ausbau digitaler Schlüsseltechnologien mit Programmen wie InvestAI, dem Digital Decade Policy Programme 2030 und neuen Regulierungsvorhaben voran. Mehrere Milliarden sollen in KI, 5G, Quanten- und Cybersicherheit fliessen. Gleichzeitig drängt Brüssel auf Harmonisierung und Konsolidierung, um Fragmentierung zu überwinden.
Digitale Infrastruktur ist eng mit Sicherheitsthemen verknüpft: resiliente Netze, Cyberabwehr und Elektronische Kriegsführung gelten als strategische Prioritäten. Diese politische Klarheit schafft einen langfristigen Investitionsrahmen - und eine stetige Nachfrage nach Kapital und Innovation.
Förderung der Widerstandsfähigkeit im Bereich saubere Energie
Europa bleibt bei seinen Klimazielen konsequent: eine Reduktion der Emissionen um fast 55% bis 2030 und Klimaneutralität bis 2050 sind fest verankert. Programmen wie der Clean Industrial Deal oder die RRF lenken zweistellige Milliardenbeträge in Dekarbonisierung, erneuerbare Energien und Anpassungsmassnahmen.
Besonders im Energiesektor verstärken Green Bonds, Innovationsfonds und lokale Investitionsinitiativen die Nachfrage nach Infrastruktur. Damit entsteht ein enges Zusammenspiel von EU-Strategie und kommunaler Umsetzung - und ein stetiger Strom an Projekten, die langfristiges Wachstumspotenzial für Investoren schaffen.
Die beweglichen Teile: Verkehrsinfrastruktur
Der Verkehrssektor bleibt Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Verteidigungsfähigkeit. Herzstück ist das transeuropäische TEN-T-Netz, dessen Fertigstellung bis 2050 hunderte Milliarden erfordert. Bereits heute übersteigen Finanzierungsanträge die verfügbaren Budgets deutlich.
Neben zivilen Zielen rückt auch militärische Mobilität in den Fokus: Strassen, Schienen und Häfen sollen für den doppelten Nutzen - zivile Konnektivität und militärische Einsatzbereitschaft - modernisiert werden. Nationale Fonds wie der geplante deutsche Infrastrukturfonds in Höhe von EUR 500 Milliarden unterstreichen diese Priorität.
Fazit
Die EU hat ehrgeizige Ziele für die Jahre 2024 bis 2029 gesetzt, die Wettbewerbsfähigkeit und strategische Autonomie sichern sollen. Infrastruktur ist dabei Dreh- und Angelpunkt - von Energie über Digitalisierung bis hin zu Verteidigung und Transport.
Global X ETFs bietet Anlegern ein umfassendes Angebot an Infrastruktur-ETFs - von global diversifizierten Lösungen bis hin zu einem ETF, der sich ausschliesslich auf den Infrastrukturaufbau in der Eurozone fokussiert. So erhalten Investoren direkten Zugang zu den Unternehmen im Zentrum dieser Transformation sowie eine effiziente und transparente Möglichkeit, ihre Portfolios strategisch auf die politischen und wirtschaftlichen Prioritäten der kommenden Jahre auszurichten.
Zum Autor
Andrew Ye, CFA bei Global X
Andrew ist Investmentstratege bei Global X ETFs im Bereich Thematics. Zuvor war er 3.5 Jahre als Investment Analyst bei Shaw and Partners tätig, einem australischen Vermögensverwalter von EFG International, wo er im SMA-Team mit über 2 Milliarden AUD AUM für Titelselektion, Asset Allocation und Managerauswahl verantwortlich war. Seine Karriere begann er bei Goldman Sachs in Sydney. Andrew hat einen Doppelabschluss in Commerce und Law der University of New South Wales und ist CFA-Charterholder.
Gold & Silber: Ausblick 2026 mit Torsten Dennin
Gold & Silber im Crash – was steckt hinter dem Preisrücksetzer?
Nach starken Kursanstiegen bei Gold und Silber kam es Anfang 2026 zu historischen Rücksetzern . Doch was waren die Ursachen? Und wie geht es jetzt weiter mit den Edelmetallen und dem «digitalen Gold» Bitcoin?
Im Gespräch mit Prof. Dr. Torsten Dennin, CIO von Asset Management Switzerland AG und Rohstoffexperte, analysieren wir:
Warum Silber innerhalb weniger Tage über 30 % verlor
Parallelen zum „Silver Thursday“ 1980
Welche Rolle die Fed und Zinserwartungen spielten
⚖️ Warum Silber stärker schwankt als Gold
Ob Gold wirklich ein „sicherer Hafen“ ist
Wie hoch die ideale Goldquote im Portfolio sein sollte
⛏️ Warum Gold- und Silberminen 2026 besonders spannend sein könnten
Warum 2026 ein Rohstoffjahr werden könnte (Öl, Kupfer, Agrarrohstoffe)
₿ Und was der Bitcoin-Rücksetzer mit Tech-Aktien gemeinsam hat
Spannend: Torsten Dennin hatte bereits im September eine Gold-Prognose von 4.200–4.400 USD und Silber bei 60–80 USD genannt – beide Ziele wurden erreicht bzw. übertroffen.
Ist der Rücksetzer nur eine gesunde Korrektur oder der Beginn einer grösseren Trendwende?
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SMI und DAX starten tiefer -- Asiens Börsen schliesslich in RotDer heimische sowie der deutsche Aktienmarkt tendieren abwärts. Die Börsen in Fernost bewegten sich am Donnerstag auf niedrigerem Niveau.


