Werbung 12.05.2020 10:12:51

COVID-19-Krise stellt ETFs auf die Probe

COVID-19-Krise stellt ETFs auf die Probe

Schon bevor irgendjemand von COVID-19 gehört hatte, fragte sich so mancher Marktbeobachter, wie sich ETFs in einem Markt-Crash schlagen würden. Würde eine Flut von Verkaufsordern die vielgepriesene Liquidität der börsengehandelten Indexfonds austrocknen? An eine Pandemie, die droht, die Weltwirtschaft zum Erliegen zu bringen, hatte bei dieser Fragestellung sicherlich niemand gedacht - die Art und Weise, wie sich ETFs unter diesen schwierigsten Marktbedingungen verhalten haben, hilft aber, diese Frage zumindest ansatzweise zu beantworten.

Eine Situation, in der alle Anleger verkaufen wollen, wäre das denkbar schlechteste Szenario für jedes Investment. In einer derartigen Situation ist ein ETF genauso liquide wie die von ihm gehaltenen Vermögenswerte. Solange eine Preisfindung für die Basiswerte des ETFs auf dem Primärmarkt möglich ist, können die Broker im Sekundärmarkt auch An- und Verkaufspreise für den ETF stellen. Je liquider die Basiswerte sind, desto liquider sollte auch der entsprechende ETF sein und theoretisch mit engen Handelsspannen (Spreads) einhergehen.

ETFs haben der Krise getrotzt

Wenn aber die Preisbildung ins Stocken gerät, wie es in einigen Anleihemärkten im März und April der Fall war, kompensieren die Broker das zusätzliche Risiko durch höhere Geld-Brief-Spannen. Eine von der FINRA und der SEC in den USA durchgeführte Studie hat gezeigt, dass an jedem beliebigen Tag nur für rund ein Drittel der USD-Unternehmensanleihen An- und Verkaufskurse gestellt werden - wohlgemerkt in einem normalen Handelsumfeld. Wenn die Märkte unter Stress geraten und eine einzelne Anleihe nicht auf dem Primärmarkt notiert wird, basiert der angegebene NAV (Nettoinventarwert) auf Kursen in einem quasi stillstehenden Markt und ist damit wenig aussagekräftig beziehungsweise effizient. Es wäre also unrealistisch zu erwarten, dass die entsprechende Anleihe wirklich zu diesem Kurs gehandelt würde. In diesem Fall wäre ein Einzelinvestor vermutlich gar nicht in der Lage, für bestimmte Anleihen eine aktuelle Quotierung zu erhalten. Anleihen-ETFs werden aber auch unter schwierigen Marktbedingungen gehandelt und dienen so effektiv als Instrument zur Ermittlung des "wahren" Kurswertes.

ETFs wurden im jüngsten Marktumfeld nicht nur weiter gehandelt - selbst an den Tagen mit den höchsten Kursausschlägen gab es sowohl Käufer als auch Verkäufer am Markt. Im Zuge der Flucht in Liquidität verkauften viele Anleger ETFs und andere liquide Anlagewerte in ihrem Bestand. Andere hingegen nutzten das turbulente Marktumfeld als günstigere Einstiegsgelegenheit. Infolgedessen fand ein Grossteil des ETF-Handels in dieser Phase im Rahmen des Matchings zwischen Käufern und Verkäufern am Sekundärmarkt statt, so dass keine zugrundeliegenden Wertpapiere den Besitzer wechseln mussten. Die übrigen Transaktionen wurden am Primärmarkt durchgeführt. Seither haben sich die Marktbedingungen verbessert, da die US-amerikanische Notenbank (Fed) und weitere Zentralbanken im Rahmen ihrer Ankaufprogramme jetzt auch Unternehmensanleihen - und Unternehmensanleihen-ETFs - ankaufen.

Auch der Goldmarkt war eine Herausforderung

Interessant ist, dass die Anleihemärkte in dieser Phase zwar die grösste Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben, das Umfeld am Goldmarkt aber vielleicht sogar am schwierigsten war. Gold ist eines der in diesem Jahr bislang gefragtesten Investments. Als "Sichere Hafen"-Anlage mit einer traditionell geringen Korrelation mit Aktien hat sich das Edelmetall stark verteuert. Ein besonders einfaches und effizientes Instrument für eine Anlage in physisches Gold sind ETFs. In diesen börsengehandelten Anlageprodukten wird derzeit so viel Gold gehalten wie nie zuvor. COVID-19 hat jedoch massive Auswirkungen auf den globalen Goldmarkt.

Kauft ein Anleger ein börsengehandeltes Gold-Produkt, sichert der Market Maker, der es ihm verkauft, seine Position in der Regel sofort durch den Kauf einer entsprechenden Menge Gold ab - gewöhnlich über den Terminmarkt. Normalerweise ist das recht einfach, da Gold-Terminkontrakte generell nahe am Spotpreis für Gold gehandelt werden. Ein Market Maker in London könnte einen Gold-Terminkontrakt an der COMEX in den USA kaufen. Durch die Massnahmen zur Eindämmung des Virus ist es aber auch am Goldmarkt zu Lieferstörungen gekommen. Goldraffinerien stellten den Betrieb ein und die globalen Transportwege wurden geschlossen oder massiv eingeschränkt. Dadurch kam es zu Verwerfungen an den Terminmärkten und die Liquidität am Spotmarkt trocknete aus, was die Absicherung von Exchange-Traded Products für die Market Maker wiederum verteuerte. Trotzdem funktionierte der Markt weiter.

Unterstützung für Investoren

Wir bei Invesco unterstützen Investoren im derzeitigen Umfeld, durch unser Capital Markets Team, welches sie, bevor sie eine Transaktion tätigen, kontaktieren können. Dieses kann sich insbesondere bei besonders grossen Handelsgeschäften rentieren. So haben sich in vielen Fällen Investoren mit Unterstützung unseres Teams günstigere Handelskonditionen sichern können. Ihre Flexibilität und jederzeitige Handelbarkeit könnte die Attraktivität von ETFs im aktuell stark schwankenden Marktumfeld nochmals erhöhen.

Selbst unter Bedingungen, wie sie die meisten Investoren vermutlich noch nicht erlebt haben, wurde der Handel mit ETFs nicht ausgesetzt und die Broker hatten zu jeder Zeit Zugang zur Liquidität des Primär- und Sekundärmarktes. Nachdem sie diese Reifeprüfung jetzt bestanden haben, könnten ETFs künftig sogar noch gefragter sein als vor dieser verheerenden Krise.

Aktuelle Einschätzungen zum Geschehen an den ETF-Märkten finden Sie auch auf etf.invesco.com

Wesentliche Risiken

Der Wert von Anlagen und die Erträge hieraus unterliegen Schwankungen. Dies kann teilweise auf Wechselkursänderungen zurückzuführen sein. Es ist möglich, dass Anleger bei der Rückgabe ihrer Anteile nicht den vollen investierten Betrag zurückerhalten.

Wichtige Informationen

Diese Informationen dienen lediglich zu Diskussionszwecken und richten sich ausschliesslich an professionelle Investoren in Österreich und Deutschland sowie an qualifizierte Investoren in der Schweiz. Eine Verteilung von Marketingunterlagen in anderen Rechtsordnungen ist nur gemäss den Regelungen für Privatplatzierungen und der lokalen Regulierungen gestattet. Stand der Daten: 24. April 2020 sofern nicht anders angegeben.

Eine Anlageentscheidung muss auf den jeweils gültigen Verkaufsunterlagen basieren. Diese wesentlichen Anlegerinformationen (KIID/KID), den aktuellen Verkaufs-/Emissionsprospekt sowie den aktuellen Jahres- und Halbjahresbericht erhalten sie bei dem Herausgeber dieser Information oder der relevanten Informationsstelle kostenlos als Druckstücke. Zudem erhalten Sie diese unter etf.invesco.com.

Dieses Dokument stellt keinen Anlagerat dar. Vor dem Erwerb sollten sich Anleger über (i) die rechtlichen Vorschriften in ihrem Herkunftsland oder im Land, in dem sich ihr regelmässiger Wohnsitz befindet, (ii) eventuelle Devisenkontrollen sowie (iii) eventuelle steuerliche Auswirkungen informieren.

Die in diesem Material dargestellten Meinungen sind subjektive Einschätzungen des Fondsmanagements oder deren Vertreter und basieren auf aktuellen Marktbedingungen. Diese können sich jederzeit und ohne vorherige Ankündigung ändern.

Auf dem Sekundärmarkt erworbene ETF-Anteile können normalerweise nicht direkt an den ETF zurückgegeben werden. Am Sekundärmakt müssen Anleger Anteile mit Hilfe eines Intermediärs (z.B. eines Brokers) kaufen und verkaufen. Hierfür können Gebühren anfallen. Drüber hinaus bezahlen die Anleger beim Kauf von Anteilen unter Umständen mehr als den aktuellen Nettoinventarwert und erhalten beim Verkauf unter Umständen weniger als den aktuellen Nettoinventarwert.

Die vollständigen Anlageziele sowie die ausführliche Anlagepolitik entnehmen Sie bitte dem aktuellen Verkaufsprospekt.

Herausgegeben von Invesco Investment Management Limited, Central Quay, Riverside IV, Sir John Rogerson’s Quay, Dublin 2, Irland; Invesco Asset Management Deutschland GmbH, An der Welle 5, 60322 Frankfurt am Main, Deutschland und Invesco Asset Management (Schweiz) AG, Talacker 34, 8001 Zürich, Schweiz.

(EMEA3283/2020)


Bildquelle: Lightspring / Shutterstock.com

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