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Millionenhöhe 09.03.2026 16:00:00

UBS-Aktie tiefer: So hoch fällt Sergio Ermottis Jahresgage aus

UBS-Aktie tiefer: So hoch fällt Sergio Ermottis Jahresgage aus

UBS-Chef Sergio Ermotti hat auch 2025 sehr gut verdient.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr kassiert er fast 15 Millionen Franken. Angesichts der hitzig geführten Kapital-Diskussion hat der Verwaltungsrat dabei auf eine Erhöhung zum Vorjahr verzichtet - trotz eines markanten Gewinnanstiegs der Bank.

Ermotti erhält für das vergangene Geschäftsjahr wie bereits 2024 eine Vergütung von 14,9 Millionen Franken, wie dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht zu entnehmen ist. 2,8 Millionen sind Fixgehalt (davon 2,5 Mio Basissalär) und 12,1 Millionen variable Lohnbestsandteile.

In Europa gehört Ermotti damit zu den bestbezahlten Bankchefs. Auf vergleichbarem Niveau etwa befindet sich der Chef der italienischen Bank Unicredit, Andrea Orcel. Im Vergleich zu den Chefs der grossen US-Wettbewerber, die zum Teil über 40 Millionen US-Dollar verdienen, ist die Vergütung jedoch fast schon bescheiden. Auch ist Ermotti nicht der bestbezahlte Schweizer Manager: So erhielt etwa Novartis-Chef Vas Narasimhan mit knapp 25 Millionen Franken wesentlich mehr.

Grosses Lob

Operativ lief es bei der UBS 2025 rund: Die einzig verbliebene Schweizer Grossbank steigerte ihren Gewinn um über 50 Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar, so dass die Aktionäre - zumindest in Dollar - eine deutlich höhere Dividende erhalten werden. Und auch in Sachen Integration gab es bei der Bank bisher keine grösseren Zwischenfälle. 2025 ging die wichtige Migration der früheren CS-Kundenkonten in der Schweiz auf die UBS-Plattform zum grössten Teil über die Bühne. Bis Ende März soll sie ganz abgeschlossen sein.

Ermotti erhält entsprechend Bestnoten und wird in den höchsten Tönen gelobt: Der Verwaltungsrat würdigt im aktuellen Geschäftsbericht die "anhaltend exzellente Leistung und die vorbildliche Führung". Die UBS habe 2025 grosse Fortschritte bei einer der komplexesten Integrationen in der Banking-Geschichte erzielt. Alle "sehr ehrgeizigen" Integrationsziele seien erreicht worden.

Der Tessiner Ermotti, der das CEO-Amt im April 2023 für die Integration der Credit Suisse erneut übernommen hatte, ist aber nicht nur im Tagesgeschäft und strategisch stark gefordert. Die Bank befindet sich mitten in der grossen politischen Diskussion über schärfere Eigenkapitalforderungen nach dem Untergang der Credit Suisse.

Aufschrei verhindert

Die UBS stellt sich auf den Standpunkt, dass ihr Geschäftsmodell infrage gestellt wird, sollten die vom Bundesrat geplanten Massnahmen in der vorgeschlagenen Form in Kraft treten. Das zusätzliche Eigenkapital wird auf rund 26 Milliarden US-Dollar geschätzt, was sie im Vergleich zur Konkurrenz stark benachteiligen würde.

Die aktuelle Kapitaldiskussion dürfte denn auch der Grund sein, dass der Verwaltungsrat den Lohn von Ermotti trotz des starken Gewinnsprungs und der auf allen Ebenen erfüllten Ziele nicht erhöht hat. Die Debatte über hohe Boni wird in der Schweizer Öffentlichkeit jeweils sehr emotional diskutiert. Als Ermotti im ersten Jahr nach seinem Comeback für neun Monate 14,4 Millionen Franken verdient hatte, blieb der Aufschrei jedenfalls nicht aus. Das Salär wurde als unverhältnismässig kritisiert.

Wie lange Ermotti noch im Amt bleibt, muss sich zeigen. Bei der Übernahme der CS im März 2023 war von rund vier Jahren die Rede. Aktuell werden allerdings Gerüchte herumgereicht, die UBS wolle Ermotti über April 2027 hinaus im Amt behalten. Der Verwaltungsrat sehe ihn für den anstehenden Streit mit dem Bund über strengere Kapitalregeln als unverzichtbar an, berichtete die "Neue Zürcher Zeitung" Anfang März.

Die UBS-Aktie verliert via SIX zeitweise 1,78 Prozent auf 29,31 Franken.

ys/uh

Zürich (awp)

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Bildquelle: Keystone,keystone,UBS
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