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Bilanzvorlage 18.03.2026 17:55:00

Stadler Rail-Aktie zieht kräftig an: 2025 wieder mit Umsatz- und Gewinnsteigerung

Stadler Rail-Aktie zieht kräftig an: 2025 wieder mit Umsatz- und Gewinnsteigerung

Nach dem verheerenden Unwettern im Vorjahr hat Stadler Rail 2025 wieder Gas gegeben.

Der Ostschweizer Zugbauer konnte mehr Umsatz und Gewinn einfahren. Im laufenden Jahr soll es weiter bergauf gehen.

Der Umsatz stieg auf 3,7 Milliarden Franken, wie der Konzern am Mittwoch in einem Communiqué bekannt gab. Das ist ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Allerdings hatten damals verheerende Unwetter das Ergebnis von Stadler Rail zerzaust. Heftige Überschwemmungen im Wallis, Spanien und in Österreich hatten die Produktion in den Werken von Stadler und von wichtigen Zulieferern gestört. Die Katastrophe hatte 350 Millionen Franken Umsatz im Jahr 2024 gekostet.

Deutlich mehr Gewinn

Nun kletterte der Betriebsgewinn EBIT wieder um 60 Prozent auf 160,6 Millionen Franken. Die Betriebsgewinnmarge verbesserte sich auf 4,4 Prozent von 3,1 Prozent im Vorjahr. Unter dem Strich verdoppelte sich der Reingewinn beinahe auf 100,7 Millionen Franken.

Die nach der Flutkatastrophe von Valencia umgesetzten Aufholmassnahmen zeigten erste Wirkung und führten zu einer weiteren Verbesserung im zweiten Halbjahr, schrieb Stadler. Dennoch wirke sich die Unwetterkatastrophe in Valencia von Ende Oktober 2024 und die damit verbundenen Schäden an Zulieferern und Infrastruktur weiterhin negativ auf Lieferketten, Produktion und das Ergebnis aus.

Stadler habe die betroffenen Lieferketten zum Teil neu aufbauen, alternative Bezugsquellen erschliessen sowie Produktionsprozesse anpassen müssen. Die Stabilität der Lieferketten habe sich per Ende 2025 verbessert. "Die Folgen der massiven Überschwemmung werden jedoch voraussichtlich bis ins Jahr 2027 spürbar bleiben", schrieb der Konzern.

Auftragspolster so dick wie noch nie

Dafür holte Stadler Aufträge in Höhe von 6,1 Milliarden Franken herein. Damit wuchs der Auftragsbestand auf 32,3 Milliarden. Das ist ein neuer Rekord.

Vom höheren Gewinn sollen auch die Aktionäre profitieren. Stadler will die Dividende auf 0,50 Franken pro Aktie erhöhen, nachdem die Ausschüttung im Vorjahr auf 20 Rappen gekürzt worden war.

Mit den jetzigen Zahlen hat Stadler die Erwartungen der Finanzgemeinde beim Auftragseingang und Umsatz übertroffen, beim EBIT und der Marge leicht verfehlt und beim Reingewinn klar verpasst. Auch bei der Dividende hatten sich die Analysten im Schnitt mehr erhofft.

Mittelfristige Ziele bestätigt

Für das laufende Jahr 2026 peilt der Konzern weiterhin einen Umsatz von deutlich über 5 Milliarden Franken an. Dank starkem Auftragsbestand, erhöhtem Produktionsoutput und dem in Deutschland eingeleiteten Effizienzprogramm werde eine EBIT-Marge von über 5 Prozent erwartet, hiess es. Zudem rechnet Stadler 2026 mit gesamthaften Investitionen von rund 250 Millionen Franken.

An den mittelfristigen Zielen hält der Konzern fest: Bei stabilen Lieferketten solle die EBIT-Marge mittelfristig auf 6 bis 8 Prozent steigen. Dies bei einem stabilen Umsatz von über 5 Milliarden Franken, wie es heisst.

Stadler-Aktien nach Jahreszahlen im Plus

Mit den Jahreszahlen hat der Zugbauer die Erwartungen der Finanzgemeinde beim Auftragseingang und Umsatz übertroffen. Allerdings hatten die Analysten bei der Profitabilität und der Dividende mehr erwartet.

"Insgesamt hat Stadler Rail ein Ergebnis 2025 abgeliefert, das hinsichtlich der Profitabilität leicht unter den Erwartungen liegt", heisst es bei der ZKB. Die Experten von Vontobel wiesen darauf hin, dass Stadler noch immer unter den Folgen des Hochwassers von 2024 gelitten habe, das die Lieferketten beeinträchtigte. Dazu kamen negative Währungseffekte.

Die Analysten loben jedoch den Auftragseingang. Dieser fiel laut der ZKB "sehr stark" aus, obwohl der Grossauftrag der SBB an Siemens ging. Dennoch dürfte es laut Vontobel noch einige Zeit dauern, bis das Unternehmen die Auftragsbücher in nachhaltig höhere Margen umsetzen könne.

Als positiv wurden die Bestätigung der Umsatzguidance für 2026 und die erstmals abgegebene EBIT-Margenguidance gewertet. Denn die Erreichung dieser Ziele sei bisher nicht im Aktienkurs eingepreist. Stadler muss laut der ZKB nun beweisen, dass die Mittelfristziele erreicht werden können und ein deutlich positiver Freier Cashflow näher komme.

Die Stadler Rail-Aktie schloss an der SIX 11,22 Prozent fester bei 20,02 Franken.

jb/ra/ls

Bussnang TG / ZÜRICH (awp)

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