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Porsche Automobil Aktie 4533730 / DE000PAH0038

Ausblick 11.03.2026 17:59:00

Porsche-Aktie fällt: Erwartungen für 2026 gedrosselt - Stellenabbau geplant

Porsche-Aktie fällt: Erwartungen für 2026 gedrosselt - Stellenabbau geplant

Porsche rechnet nach dem Gewinneinbruch vergangenes Jahr infolge hoher Kosten wegen des Strategieschwenks mit keiner Trendwende, zumindest nicht beim Umsatz.

Die Erlöse dürften 2026 erneut sinken, das operative Ergebnis wird weiter deutlich unter früheren Werten im zweistelligen Prozentbereich zurückliegen. Wie der Sportwagenhersteller anlässlich der Jahrespressekonferenz mitteilte, soll der Umsatz in der Bandbreite von rund 35 Milliarden bis 36 Milliarden Euro liegen. Die operative Umsatzrendite soll zwischen 5,5 und 7,5 Prozent erreichen.

Vergangenes Jahr erzielte das Unternehmen nur einen Minigewinn: Nach einem operativen Ergebnis von 5,6 Milliarden Euro sackte das Ergebnis auf nur noch 0,41 Milliarden Euro ab. Der Umsatz sank den weiteren Angaben zufolge um knapp ein Zehntel auf 36,27 Milliarden Euro. Grund für das schlechte Abschneiden ist das hohe Wettbewerbsdruck in China, die Einfuhrzölle in den USA sowie hohe Kosten für den Strategieschwenk hin zu mehr Verbrennern wegen der langsameren Hochlaufs der Elektromobilität.

Angesichts des Gewinneinbruchs will Porsche auch weniger an die Aktionäre ausschütten: Die Dividende soll auf 1,01 Euro je Vorzugsaktie von 2,30 Euro im Vorjahr gesenkt werden.

"Wir nutzen die aktuellen Herausforderungen als Chance, um noch entschlossener zu handeln", sagte CEO Michael Leiters laut Mitteilung. "Wir werden Porsche umfassend neu aufstellen, das Unternehmen schlanker, schneller und die Produkte noch begehrlicher machen."

Neuer Porsche-Chef kündigt weiteren Stellenabbau an

Die Beschäftigten des Sportwagenbauers Porsche müssen sich auf einen weiteren Stellenabbau gefasst machen. Zur Verschlankung der Organisation wurde "bereits vor meiner Ankunft ein Programm aufgesetzt, das wir jetzt noch einmal umfassend verschärfen", sagte der neue Porsche-Chef Michael Leiters bei der Bilanzvorlage in Stuttgart. "Ja, und das wird auch weiteren Stellenabbau einschliessen."

In welcher Grössenordnung Stellen abgebaut werden sollten, liess der Manager offen. "Das erfordert Gespräche zwischen den Sozialpartnern und es wäre unfair, wenn wir dem hier heute vorgreifen". Dazu, wann es weitere Details geben soll, äusserte er sich ebenfalls nicht. Aber allen sei bewusst, dass man daran mit Hochdruck arbeiten müsse, sagte Leiters.

Der Abbau soll den Angaben nach Teil eines umfassenden Zukunftspakets sein. Und dieses wiederum sei sehr stark abhängig von der neuen Strategie 2035, sagte der Porsche-Chef. Diese soll im Herbst vorgestellt werden. Leiters hatte am Mittwoch auch angekündigt, die Führungsstruktur verschlanken zu wollen.

3.900 Stellen wurden schon gestrichen

Angesichts der Krise muss Porsche seine Strukturen schrumpfen. Ein Sparpaket haben Unternehmen und Arbeitnehmer bereits geschnürt: Bis 2029 sollen in der Region Stuttgart rund 1.900 Stellen sozialverträglich abgebaut werden. Zusätzlich sind bereits die Verträge von rund 2.000 befristeten Angestellten ausgelaufen. Bereits unter Ex-Porsche-Chef Oliver Blume wurden im Herbst Gespräche über ein weiteres Zukunftspaket begonnen. Bisher ergebnislos.

Leiters hat diesen Faden aufgenommen: "Wir sind momentan in einem sehr frühen Stadium des Austausches", sagte der frühere Ferrari- und McLaren-Manager. Die Gespräche nehme er als konstruktiv wahr.

Vorstände gehen beim Jahresbonus leer aus

Die schlechten Jahreszahlen von Porsche haben auch für das Management Folgen: Die Vorstände des Sport- und Geländewagenherstellers erhalten für 2025 keinen Jahresbonus. Für alle Manager und Managerinnen, die im vergangenen Jahr dem Gremium angehörten, wies der Vergütungsbericht des Stuttgarter Unternehmens in dieser Zeile null Euro aus.

Die Vergütung von Porsche-Vorständen setzt sich aus Grundgehalt und einem variablen Teil zusammen. Der Jahresbonus soll Anreize schaffen, "ambitionierte Ziele zu verfolgen" und so die Ertragskraft des Unternehmens zu stärken. Die Höhe des Bonus ist unter anderem an bestimmte Finanzkennzahlen gekoppelt und hängt davon ab, inwieweit die für das jeweilige Geschäftsjahr gesetzten Ziele erreicht wurden. Die Ziele legt der Aufsichtsrat fest.

Für seine zwei Jobs an der Spitze von Volkswagen und Porsche erhielt Oliver Blume im vergangenen Jahr gut 7,4 Millionen Euro. Davon kamen etwa 1,9 Millionen Euro von Porsche. Die Summe umfasst neben dem Grundgehalt auch die Altersvorsorge und langfristige Zahlungen, unter anderem für den Porsche-Börsengang. 2024 hatte er noch rund drei Millionen Euro mehr verdient. Seit Jahresbeginn konzentriert sich Blume auf den Chefposten bei Volkswagen, in Stuttgart-Zuffenhausen hat Michael Leiters übernommen.

Die zuletzt auf ein Rekordtief gefallenen Aktien der Porsche AG konnten am Mittwoch an ihren Erholungsversuch vom Vortag schlussendlich nicht anknüpfen: Im Handelsverlauf drehte die Aktie ins Minus und notierte via XETRA letztlich 1,16 Prozent tiefer bei 37,47 Euro.

DJG/kla/mgo

DOW JONES

/jwe/DP/men

STUTTGART (awp international)

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Bildquelle: ben smith / Shutterstock.com,tratong / Shutterstock.com,istock/lightkey

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