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Wachstum im Blick 25.02.2026 16:10:00

GF-Aktie rutscht ab: Georg Fischer wächst 2025 im Industrie- und Infrastrukturbereich

GF-Aktie rutscht ab: Georg Fischer wächst 2025 im Industrie- und Infrastrukturbereich

Bei Georg Fischer (GF) haben sich im Geschäftsjahr 2025 die beiden Divisionen unterschiedlich entwickelt.

Während das Geschäft im Bereich Industrie und Infrastruktur gewachsen ist, gingen die Verkäufe im Bereich gewerbliche und Wohngebäude zurück.

Die grössere Division "Industry and Infrastructure Flow Solutions" erzielte mit 1,96 Milliarden knapp zwei Drittel des Umsatzes. Organisch ergab sich dabei ein Wachstum von 1,9 Prozent. Diese Entwicklung sei getragen worden von einer starken Dynamik im Infrastruktursektor in Europa sowie einer soliden Nachfrage im Industriesektor in den USA, im Nahen Osten und in Nordostasien.

Unsicherheiten im Zusammenhang mit den neu verhängten US-Zollabgaben hätten bei industriellen Kunden jedoch zu Zurückhaltung und zu Verzögerungen bei Investitionsentscheidungen geführt. So seien etwa die halbleiterbezogenen Umsätze aufgrund einer geringeren Anzahl aktiver Projekte zurückgegangen. Insgesamt bleibe die Projektpipeline aber "vielversprechend", so GF in der Mitteilung zu den Jahreszahlen. Und die Nachfrage nach Kühllösungen für Rechenzentren sei deutlich angestiegen.

Die vergleichbare EBIT-Marge reduzierte sich um 2,3 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent, was mit einem ungünstigen Produktemix, mit den von den USA verhängten Zöllen sowie mit negativen Währungseffekten begründet wird. Weitere Fortschritte im Wertschöpfungsprogramm sowie Kosteneinsparungen hätten dies nur teilweise kompensiert.

Building Flow Solutions von Baukonjunktur gebremst

Die kleinere Division "Building Flow Solutions" erreichte einen Umsatz von 1,11 Milliarden Franken und damit etwas mehr als einen Drittel. Der Umsatz entspricht einem Rückgang um 2,7 Prozent, wobei auch ausgelaufene Produktlinien infolge der Schliessung zweier Werke eine Rolle spielten. Bereinigt um diesen Effekt ergab sich ein Minus von 1,8 Prozent.

Der Umsatzverlust wird auf eine weiterhin schwache Baukonjunktur in Europa sowie auf eine Abkühlung in den USA gegen Jahresende zurückgeführt. Trotz der Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Zöllen, der hohen Hypothekarzinsen und einer insgesamt rückläufigen Neubautätigkeit blieben die Umsätze in Nordamerika stabil. Und in Europa machte GF gegen Jahresende erste Anzeichen einer Erholung aus.

Die vergleichbare EBIT-Marge blieb mit 8,7 Prozent stabil, gestützt durch das laufende Wertsteigerungsprogramm sowie von Kostensenkungsmassnahmen.

GF-Aktien abverkauft

GF-Titel rutschen an der SIX zeitweise 0,82 Prozent auf 54,14 CHF ab. Das Umfeld bleibe weiterhin schwierig und entsprechend sei das Zahlenset schwach ausgefallen, so der Tenor der Experten. Der laufende Transformationsprozess wird jedoch grundsätzlich positiv beurteilt.

Vontobel sieht das kurzfristige Umfeld weiterhin von zyklischen Belastungsfaktoren geprägt. Insbesondere der Abschwung im europäischen Wohnungsbau dürfte die Geschäftsentwicklung in naher Zukunft dämpfen, heisst es.

Die operative Profitabilität sei mit einer EBIT-Marge von 10,0 Prozent unter der von der Unternehmensführung angestrebten Zielbandbreite geblieben, heisst es bei Berenberg. Dies könnte Fragen zur operativen Umsetzung aufwerfen. Auch der Ausblick auf 2026 sei wenig inspirierend und die Ziele bis 2030 erschienen vor diesem Hintergrund ambitioniert.

Der Margendruck sei auf einen ungünstigen Geschäfts-Mix, Zollbelastungen sowie Währungseffekten in Höhe von rund 25 Millionen Franken zurückzuführen, so die ZKB. Zusätzlich hätten sich 2025 verschiedene Sonderfaktoren ausgewirkt, darunter Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Geschäftsbereichen sowie operative Verluste in den veräusserten Divisionen. Mittelfristig sieht die ZKB jedoch Erholungstendenzen in den relevanten Absatzmärkten sowie nachlassende Sonderkosten.

Strategisch wird der Transformationsprozess von allen drei Häusern grundsätzlich positiv beurteilt. Die Vereinfachung des Geschäftsmodells und die Fokussierung auf strukturell attraktive Endmärkte dürften langfristig Profitabilität, Kapitalrenditen und Transparenz verbessern. Entscheidend bleibe jedoch die operative Umsetzung und die Erreichung der Wachstums- und Margenziele.

Schaffhausen (awp)

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Bildquelle: Georg Fischer AG
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