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EFG International Aktie 2226822 / CH0022268228

Rekordgewinn 18.02.2026 16:33:00

EFG-Aktie in Rot: Gewinn steigt trotz Sonderbelastungen - Neugeldzufluss übertrifft Zielspanne

EFG-Aktie in Rot: Gewinn steigt trotz Sonderbelastungen - Neugeldzufluss übertrifft Zielspanne

Die Privatbank erzielt 2025 einen erneuten Höchstgewinn, punktet mit starkem Kundengeldzufluss und erhöht die Dividende.

Die Privatbank EFG International hat den Gewinn 2025 trotz diverser Sonderposten weiter gesteigert und damit die Höchstmarke des Vorjahres noch einmal überboten. Gleichzeitig kann das Zürcher Institut einen anhaltend hohen Neugeldzufluss vermelden.

Der Reingewinn erhöhte sich im vergangenen Jahr um 1 Prozent auf 325,2 Millionen Franken, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Das Ergebnis wurde dabei durch diverse Sonderposten in der Höhe von rund 14 Millionen negativ beeinflusst. Die Bank habe die starke operative Leistung genutzt und weitere Fortschritte bei der Lösung von Altlasten erzielt, wird CEO Giorgio Pradelli in der Mitteilung zitiert.

Hohe Prozessrückstellung

So hat das Institut im Dezember eine Rückstellung über 59,5 Millionen Franken im Zusammenhang mit einem Zivilprozess in Grossbritannien gebildet. Das von einem kuwaitischen Sozialversicherungsfonds angestrengte Verfahren soll im Sommer 2026 abgeschlossen werden. Teilweise kompensiert wurde die Rückstellung durch den im ersten Halbjahr bekanntgegebenen ausserordentlichen Gewinnbeitrag über 45,4 Millionen Franken aus einem Rechtsstreit mit einem taiwanesischen Versicherer.

Die Aktionäre sollen von dem Resultat über eine höhere Dividende profitieren. Sie erhalten für das abgelaufene Jahr nun eine Ausschüttung von 65 Rappen je Titel nach 60 Rappen im Jahr davor.

Neugelder über Zielbereich

Die Vermögensverwalterin konnte im vergangenen Jahr den Zufluss an Kundengelder weiter beschleunigen und vermeldete Netto-Neugelder in der Höhe von 11,3 Milliarden Franken nach einem Zufluss von 10,1 Milliarden im Jahr davor. Der Zufluss im letzten Jahr entsprach 6,8 Prozent der verwalteten Vermögen, womit er erneut klar über dem eigenen Zielbereich von 4 bis 6 Prozent lag.

Die verwalteten Vermögen lagen per Ende 2025 mit 185,0 Milliarden Franken um 12 Prozent über dem Wert ein Jahr davor. Neben den Neugeldzuflüssen, die in allen Regionen angefallen seien, konnte das Finanzinstitut auch von den im vergangenen Jahr getätigten Akquisitionen der Genfer Cité Gestion und der neuseeländischen Investment Services Group (ISG) profitieren.

Einstellungen von Kundenberatern

Die Bank stellte im vergangenen Jahr weiter neue Kundenberaterinnen und Kundenberater ein. Insgesamt stiessen 79 neue Berater zum Institut respektive sagten ihren Eintritt zu. Damit lag die Bank erneut über dem eigenen Zielbereich von 50 bis 70 Einstellungen jährlich. Zusätzlich stiessen 67 Berater als Folge der Akquisitionen zur Bank.

Mit den Zahlen hat EFG die Erwartungen von Analysten beim Neugeldzufluss übertroffen - dieser war bei 11,0 Milliarden Franken (AWP-Konsens) erwartet worden. Allerdings hatten die Experten beim Ergebnis die Sonderposten nicht auf der Rechnung: Der Reingewinn war im Schnitt bei 386 Millionen Franken deutlich höher erwartet worden.

EFG-Aktien brechen nach Zahlen ein - Rückstellung belastet

Die EFG-Aktien geben nach der Publikation der Jahreszahlen stark nach. Der Vermögensverwalter hat vor allem beim Reingewinn die Erwartungen enttäuscht. Analysten machen in erster Linie die hohe Rückstellung im Zusammenhang mit einem Rechtsfall verantwortlich. Im SIX-Handel am Mittwoch geben die EFG-Anteilsscheine zeitweise 2,53 Prozent nach auf 18,52 Franken.

Aufgrund der höheren Kosten sei die operative Profitabilität leicht schlechter als geschätzt ausgefallen, heisst es bei der ZKB. Allerdings habe vor allem eine überraschende zusätzliche Rechtsrückstellung über 60 Millionen Franken das Resultat vermiest. Dies könne auch durch das starke Nettoneugeld-Wachstum nicht kompensiert werden.

Die Bank Vontobel bezeichnet die operativen Resultate in einem Kommentar insgesamt als solide. Das Ausmass der Rückstellung sei aber unerwartet gross, so der zuständige Experte. Nach drei Akquisitionen in den vergangenen zwölf Monaten sei zudem die CET1-Kapitalquote weiter zurückgegangen.

Auch für die UBS bleibt die Ertragsbasis nach einem "robusten" operativen Resultat intakt. Auch seien die Mittelfristziele bis 2028 bestätigt worden. Mit Blick nach vorne dürfte aber die Kapitalentwicklung kurzfristig im Fokus des Marktes bleiben.

tp/to

Zürich (awp)

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Bildquelle: EFG International AG

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