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Beginn der Berichtssaison 22.10.2020 22:05:00

Corona-Impfstoff hat laut Goldman Sachs grössere Bedeutung für den Aktienmarkt als die US-Wahl

Corona-Impfstoff hat laut Goldman Sachs grössere Bedeutung für den Aktienmarkt als die US-Wahl

• Berichtssaison ist in den USA angelaufen
• Präsidentschaftswahl hat laut Goldman eher geringen Einfluss auf den Aktienmarkt
• Wichtig ist die Verfügbarkeit eines Corona-Impfstoffs

Die Unternehmensergebnisse des dritten Quartals geben einen Einblick, wie stark die Corona-Pandemie die Fundamentaldaten der Konzerne beeinflusst. Laut "Fox Business" wird davon ausgegangen, dass die Ergebnisse durchschnittlich um 21 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau liegen werden. Denn laut Goldman-Analysten würden die Unternehmen unter einbrechenden Margen und moderaten Umsatzrückgängen leiden. Ausserdem seien sie im Vorfeld der US-Wahl zögerlich, einen Ausblick abzugeben. Dies belaste den Aktienmarkt erheblich.

US-Wahl eher vernachlässigbar

Am 3. November sind in den USA Präsidentschaftswahlen. Diese haben zuletzt für etwas Unsicherheit an den Märkten gesorgt und damit die Kurse belastet. Doch laut den Experten der Investmentbank Goldman Sachs ist der Einfluss der Wahl auf die Aktienkurse eher gering.

In landesweiten Umfragen, die wegen des komplizierten Wahlsystems mit Vorsicht zu geniessen sind, liegt der Demokrat Joe Biden im Rennen um das weisse Haus vorne. Sollte es allerdings tatsächlich zu einem Machtwechsel kommen, alles andere aber gleich bleiben, so würde dies die Unternehmensergebnisse pro Aktie gerade mal um 4 Prozent beeinflussen, schreibt "Fox Business" unter Berufung auf Goldman-Analysten.

Bei Goldman hat man bereits bei früherer Gelegenheit darauf hingewiesen, dass ein Machtwechsel in Washington inzwischen nicht mehr als nachteilig für die Wirtschaft angesehen wird, obwohl Donald Trump doch eigentlich den Ruf geniesst, ein sehr unternehmensfreundlicher Politiker zu sein. Doch laut Goldman-Chefökonom Jan Hatzius könnte Biden zwar beispielsweise die Unternehmenssteuern erhöhen, allerdings dürften die Vorteile eines von den Demokraten geplanten Hilfspakets gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie überwiegen.

Der noch amtierende Präsident hat beim seinem ersten öffentlichen Auftritt seit seiner COVID-19-Erkrankung hingegen eindringlich vor dem Programm seines Herausforderers gewarnt. Dieses sei "sozialistisch" oder gar "kommunistisch" und würde das Land in die Krise stürzen, so Trump

Corona-Impfstoff ist entscheidend

Worauf es aber vor allem ankommt, sei die Gesundheitssituation: "Ein Impfstoff ist für die Aktienentwicklung wichtiger als die Wahl", wird das Goldman-Team rund um Aktienstratege David Kostin zitiert. Denn Daten der Universität Johns Hopkins zufolge haben sich von den 330 Millionen US-Amerikanern bisher schon rund 7,7 Millionen mit dem Corona-Virus infiziert, woran über 210'000 Menschen gestorben sind.

Derzeit scheint es allerdings, als liesse ein Impfstoff noch etwas auf sich warten. Prognostiker von Good Judgment sähen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Impfstoff bereits im ersten Quartal 2021 für die Amerikaner bereitsteht, inzwischen nur noch bei 42 (ursprünglich: 71) Prozent, hiess es. Am wahrscheinlichsten (48 Prozent) sei im zweiten oder dritten Quartal kommenden Jahres mit einer Impfung zu rechnen.

US-Präsident Donald Trump verbreitet diesbezüglich - wohl auch weil er sich gerade im Wahlkampf befindet - Optimismus. Demnach hiess es von Seiten der Trump-Regierung, dass bereits zum Ende dieses Jahres 100 Millionen Impfdosen für gefährdete Bevölkerungsgruppen bereitstehen könnten. Und für die Allgemeinheit könnte ein Impfstoff dann zur Jahresmitte 2021 verfügbar sein. Ausserdem versprach Trump das "China-Virus" werde "ein für allemal besiegt" werden. Jedoch halten zahlreiche Experten seine Prognosen zur Pandemie für viel zu rosig und werfen ihm Versagen vor.

Bei Goldman sieht man aber in diesem Zusammenhang noch ein weiteres Problem: Demnach bestünde die grösste Herausforderung darin, die Bevölkerung zu überzeugen, sich auch impfen zu lassen.

Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: Hans RW Goksoyr / Shutterstock.com

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