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Commerzbank Aktie 21267954 / US2025976059

Starke Ziele 11.02.2026 16:08:00

Commerzbank will Gewinn weiter steigern und Kostenquote senken - Aktie verliert dennoch

Commerzbank will Gewinn weiter steigern und Kostenquote senken - Aktie verliert dennoch

Die Commerzbank nimmt sich im Abwehrkampf gegen die UniCredit für 2026 eine noch stärkere Gewinnsteigerung vor.

Der Überschuss soll über die bisherige Zielmarke von 3,2 Milliarden Euro hinaus nach oben klettern, wie der Dax-Konzern am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Analysten hatten jedoch im Schnitt noch mehr erwartet. Bis 2028 soll der Gewinn wie geplant weiter auf 4,2 Milliarden Euro wachsen. Auch hier erwarten Experten bereits einen stärkeren Anstieg.

Im XETRA-Handel notiert die Aktie zeitweise 3,29 Prozent im Minus bei 34,10 Euro, nachdem sie nach Bekanntgabe des Gewinns und der Dividende für 2025 am Vortag bereits rund ein halbes Prozent verloren hatte.

Für ihr Ziel der Eigenständigkeit will Orlopp die Einnahmen weiter nach oben treiben und zugleich die Kosten im Griff halten. So soll der Zinsüberschuss dieses Jahr stärker als gedacht von zuletzt 8,2 Milliarden auf 8,5 Milliarden Euro wachsen. Der Provisionsüberschuss etwa aus Wertpapiergeschäften soll um sieben Prozent zulegen, und die Kosten sollen nur noch 54 Prozent der Erträge aufzehren - nach 57 Prozent im vergangenen Jahr.

Für 2028 hat sich Orlopp dann eine Aufwand-Ertrags-Quote von 50 Prozent vorgenommen und setzt dabei verstärkt auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz. So und mit einer anziehenden Konjunktur könnte die Rendite auf das materielle Eigenkapital die angepeilte Marke von 15 Prozent noch übertreffen, deutete die Managerin an.

Unter dem Strich verdiente die Commerzbank 2025 gut 2,6 Milliarden Euro, wie sie bereits am Dienstag mitgeteilt hatte. Trotz hoher Kosten für den Abbau und die Verlagerung tausender Jobs verfehlte sie ihren Rekordgewinn von 2024 damit nur um rund zwei Prozent. Ohne die Umbaukosten in Höhe von 562 Millionen Euro hätte die Bank mit 3 Milliarden Euro Überschuss einen neuen Höchstwert erreicht.

Belastet wurde das Ergebnis zudem von Abschreibungen in Höhe von 117 Millionen Euro auf den Kundenstamm des Hamburger Fondsanbieters Aquila Capital, den die Commerzbank Mitte 2024 mehrheitlich übernommen hatte. Das Unternehmen stehe in Teilen seines Geschäfts vor schwierigen Rahmenbedingungen, hiess es zur Begründung. Dies betreffe vor allem Vorhaben rund um erneuerbare Energien, die sich noch in einem frühen Stadium befinden.

Für die Anteilseigner packt die Commerzbank jedoch wie angekündigt das Füllhorn aus: Die Dividende soll - wie ebenfalls seit Dienstag bekannt - von 65 Cent auf 1,10 Euro je Aktie steigen und damit stärker als von Analysten erwartet. Zudem will die Bank für bis zu 540 Millionen Euro weitere Aktien zurückkaufen.

Zusammen mit dem schon abgeschlossenen Rückkaufprogramm von 2025 gibt die Bank damit 2,7 Milliarden Euro für Dividenden und Aktienrückkäufe aus - und damit mehr als ihren Jahresgewinn.

Noch bis 2028 will Orlopp die kompletten Jahresgewinne in dieser Form den Aktionären zugutekommen lassen. Zusammen mit den steigenden Gewinnen soll dies das Geldhaus für Anleger so attraktiv machen, dass sie ihre Commerzbank-Aktien lieber behalten, als sie an die italienische UniCredit zu verkaufen. Im Ringen mit der Grossbank aus Mailand gibt es seit Monaten keine Bewegung. Zwar sind die Italiener mit gut 26 Prozent inzwischen der grösste Aktionär der Commerzbank und haben über Finanzinstrumente Zugriff auf weitere gut drei Prozent der Anteile.

Ab der Schwelle von 30 Prozent müsste UniCredit-Chef Andrea Orcel ein Übernahmeangebot für die restlichen Commerzbank-Anteile abgeben. Doch wegen des hohen Aktienkurses schreckt er davor bisher zurück. Der Bund, der noch rund 12 Prozent der Commerzbank-Anteile hält, lehnt eine Übernahme ab und will seine Aktien nicht verkaufen. Auch die Commerzbank-Führung und der Betriebsrat wehren sich vehement gegen eine Übernahme.

Orlopp setzt auch weiterhin auf den hohen Aktienkurs als Abschreckung: "Es gibt kein Angebot, und wenn ich auch die Nachrichten richtig verstanden habe, ist das auch im Moment nicht zu erwarten." Unterstützung bekommt sie aus Berlin: Die Bundesregierung, die rund 12 Prozent der Commerzbank-Anteile hält, lehnt eine Übernahme ab und will ihre Aktien nicht verkaufen.

Commerzbank-Chefin macht Hoffnung auf noch höhere Rendite 2028

Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp lockt die Anteilseigner mit der Aussicht auf eine künftig noch stärker wachsende Rendite. So sieht sie die Möglichkeit stärkerer Impulse durch das deutsche Konjunkturprogramm und frühere Effekte aus dem Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Bank. Das bisherige Ziel von 15 Prozent Rendite auf das materielle Eigenkapital im Jahr 2028 stelle für die Commerzbank daher "die Untergrenze unserer Planungen" dar, sagte die Managerin bei der Vorstellung der Jahreszahlen von 2025 am Mittwoch in Frankfurt. Im vergangenen Jahr lag diese Kennzahl bei 8,7 Prozent. Im laufenden Jahr soll sie mehr als 11,2 Prozent erreichen.

Commerzbank schliesst sich europäischer Bezahl-App Wero an

Die Commerzbank vollzieht eine Kehrtwende und will sich dem europäischen Bezahldienst Wero anschliessen. Einen entsprechenden Beschluss habe der Vorstand getroffen, sagte Bankchefin Bettina Orlopp bei der Vorlage der Jahreszahlen in Frankfurt. Man befinde sich derzeit in Diskussionen, "wie und wann die Einführung auch bei uns für unseren Kunden erfolgen" könne.

Die Commerzbank hatte ursprünglich zu den Protagonisten der pan-europäischen Bezahlinitiative EPI gehört, sich aber zwischenzeitlich zurückgezogen. Für den Erfolg von Wero ist der Beitritt der Commerzbank wichtig, denn sie hat rund zehn Millionen Privatkunden.

Die European Payments Initiative (EPI) will ein Gegengewicht zu amerikanischen Zahlungsanbietern schaffen. Seit Anfang Juli 2024 ist EPI mit Wero am Start. Das Bezahlverfahren ist in mehreren europäischen Ländern wie Frankreich, Deutschland und den Niederlanden verfügbar und bietet nach dem Muster des US-Konkurrenten PayPal vor allem direkte mobile Geldzahlungen von Mensch zu Mensch an.

Inzwischen kann der Dienst auch bei etlichen Händlern beim Einkaufen im Netz genutzt werden, ähnlich wie Kreditkarten oder Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna oder andere vergleichbare Dienste. Erst im Dezember hatte die Deutsche Bank mit ihrer Marke Postbank Wero für Kunden gestartet.

FRANKFURT (awp international)

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Bildquelle: Julia Schwager/Commerzbank AG, mf

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