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Geändert am: 11.03.2026 21:07:26

SMI und DAX gehen schwächer aus dem Handel -- Wall Street beendet Handel uneins -- Asiens Börsen letztlich überwiegend fester

Anleger am heimischen sowie deutschen Aktienmarkt hielten sich am Mittwoch zurück. Die Wall Street präsentierte sich uneinheitlich. Die asiatischen Börsen zogen zur Wochenmitte mehrheitlich an.

SCHWEIZ

Der heimische Aktienmarkt gab am Mittwoch nach.

So eröffnete der SMI leichter und blieb auch anschliessend in der Verlustzone. Sein Schlusskurs: 12'958,59 Punkte (-0,82 Prozent).

Auch die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI eröffneten die Sitzung tiefer und schlossen sich der Tendenz des Leitindex an. Sie gingen 0,9 Prozent schwächer bei 17'958,66 Zähler bzw. 1,07 Prozent tiefer bei 2'054,09 Einheiten in den Feierabend.

Am Schweizer Aktienmarkt hatten sich die Verluste am Mittwoch im Handelsverlauf ausgeweitet. Marktteilnehmer verwiesen auf eine weiterhin hohe Nervosität der Anleger angesichts der Entwicklungen im Nahen Osten und den starken Schwankungen des Ölpreises. Hoffnungen auf ein rasches Ende des Iran-Konflikts erhielten einen Dämpfer und die leichte Erholung vom Vortag war abgeblasen.

Im Zuge des Konflikts bleibt der Energiemarkt laut Händlern das zentrale Barometer für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Investoren. Die Ölpreise waren zu Wochenbeginn infolge der Eskalation zeitweise bis nahe 120 US-Dollar je Barrel gestiegen. Inzwischen hatte sich der Markt etwas beruhigt.

Im Markt wurde zudem darauf verwiesen, dass mehrere Länder strategische Ölreserven von bis zu rund 400 Millionen Barrel freigeben wollen, um mögliche Angebotsausfälle abzufedern. Marktteilnehmer betonten jedoch, dass dieses Volumen im Verhältnis zur Nachfrage begrenzt bleibt. Laut Angaben der Onlinebank Swissquote verbrauchen die IEA/OECD-Länder zusammen rund 45 Millionen Barrel Öl pro Tag, weshalb eine Freigabe der Reserven eher als temporäre Entlastung gesehen wird.

Heute standen zudem die US-Inflationsdaten (CPI) für Februar im Fokus: Die US-Inflationsrate blieb im Februar bei 2,4 Prozent und damit auf dem Niveau vom Januar. Auch die Kerninflationsrate verharrte bei 2,5 Prozent. Experten nannten die Entwicklung "unspektakulär". Allerdings ist die Aussagekraft der heutigen Daten begrenzt: "In Anbetracht des im Zuge des Iran-Krieges gestiegenen Ölpreises ist das Februar-Datenmaterial ohnehin nicht mehr von allzu grosser Bedeutung", hiess es am Markt. Wichtiger würden die März-Daten.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt ging es am Mittwoch abwärts.

So startete der DAX die Sitzung schwächer und präsentierte sich auch im weiteren Handelsverlauf in Rot. Er verabschiedete sich letztlich 1,37 Prozent tiefer bei 23'640,03 Punkten aus dem Handel.

Die Anleger blieben am Mittwoch besorgt ob der Entwicklung im Nahen Osten. Der DAX konnte deshalb seine Erholungsgewinne vom Vortag nicht verteidigen.

Laut den Experten der Helaba ist es noch zu früh, um auf nachhaltige Kursgewinne zu setzen. Nach Meinung des Experten Jochen Stanzl von der Consors Bank handelte es sich bei dem Vortagsplus nur um eine "technische Erholung", die noch keinen neuen Trend begründe. Mit einer belastbaren Bodenbildung rechnet er im besten Falle in ein bis zwei Wochen.

Der Energiemarkt bleibt weiter das Zünglein an der Waage für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger im Zuge des Iran-Kriegs. In der Freigabe der Ölreserven durch die IEA sieht Stanzl aber nur eine "Lösung auf Zeit".

Neben dem geopolitischen Nachrichtenfluss mussten die Anleger am Nachmittag auch die jüngsten Zahlen zur Entwicklung der US-Verbraucherpreise im Februar verarbeiten. Die Fachleute der hessisch-thüringischen Landesbank wiesen aber darauf hin, dass diese den zuletzt massiven Anstieg der Benzinpreise noch nicht widerspiegeln.

Auf Unternehmensseite hatte die Agenda zur Wochenmitte wieder einige Zahlenvorlagen auf höchster Ebene zu bieten.

WALL STREET

Die Wall Street zeigte sich am Mittwoch uneins.

Der Dow Jones startete minimal schwächer in den Tag und fiel anschliessend weiter zurück. Er beendete den Tag 0,61 Prozent tiefer bei 47'417,21 Zählern.
Der NASDAQ Composite eröffnete im Plus und legte auch im Anschluss zu. Im weiteren Verlauf fiel er ins Minus, schaffte es letztlich jedoch zurück an die Nulllinie. Sein Schlussstand: 22'716,13 Punkte (+0,08 Prozent).

Im Fokus stand unverändert die faktisch gesperrte Strasse von Hormus. Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Handel wichtigen Meerenge als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet.

Die Sperrung hält die Preise von Energieträgern wie Rohöl und Flüssiggas auf hohem Niveau, obwohl die Internationale Energieagentur als Reaktion auf den Iran-Krieg eine Rekordmenge strategischer Ölreserven freigeben will. Damit droht der weiter hohe Ölpreis unverändert die Inflation anzuheizen und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum zu bremsen. Aktien sind angesichts dieses Szenarios Experten zufolge mit hohen Risiken verbunden.

ASIEN

Die Börsen in Fernost wiesen am Mittwoch überwiegend grüne Vorzeichen aus.

In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Gewinn von 1,43 Prozent bei 55'025,37 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite um 0,25 Prozent auf 4'133,43 Zähler.

In Hongkong gab dagegen der Hang Seng um 0,24 Prozent auf 25'898,76 Zähler ab.

Auch am Mittwoch haben an den Börsen in Asien die positiven Vorzeichen dominiert, auch wenn der Anstieg verhaltener ausfiel als am Dienstag und die Gewinne im Tagesverlauf abbröckelten. Getragen wurde die fortgesetzte Erholung von den weiter nachgebenden Ölpreisen, wie Händler berichteten. Allerdings seien Zweifel an einem baldigen Ende des Iran-Kriegs damit nicht ausgeräumt.

Am Montag waren die Ölpreise drastisch gestiegen, was die jüngst bereits gestiegenen Inflationssorgen nochmals befeuerte und die Börsen auf Talfahrt schickte, ehe US-Präsident Donald Trump mit der Aussage, der Krieg sei "sehr bald" beendet, eine Tendenzwende einläutete. Am Mittwoch trug ein Bericht des Wall Street Journal zur Beruhigung bei, wonach die Internationale Energieagentur die bisher grösste Freigabe von Ölreserven plant, um Lieferunterbrechungen gegenzusteuern. Unterdessen hat der Iran Vertretern der US-Regierung zufolge Minen in der Strasse von Hormus verlegt, einen extrem wichtigen Transportweg für Öl.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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