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Geändert am: 06.03.2026 22:02:00
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Ölpreise und Nahost-Krise belasten: SMI und DAX gehen mit kräftigen Verlusten ins Wochenende -- US-Börsen mit Verlusten -- Asiens Börsen schliessen fester
Am heimischen sowie am deutschen Aktienmarkt ging es am Freitag steil nach unten. An der Wall Street dominierten ebenfalls die Bären. Die Anleger in Fernost zeigten sich am Freitag erneut besser gestimmt.
SCHWEIZ
Der Schweizer Aktienmarkt gab am Freitag deutlich nach.
Der SMI war mit einem kleinen Minus gestartet und fiel dann im weiteren Verlauf tief in die Verlustzone. Letztlich schloss er 1,52 Prozent schwächer bei 13'095,55 Punkten.
Die Nebenwerte-Indizes SPI (Schluss: -1,38 Prozent bei 18'099,81 Punkten) und SLI (Schluss: -1,54 Prozent bei 2'078,08 Zählern) folgten dieser Tendenz.
Der Schweizer Aktienmarkt stand zum Wochenschluss weiter im Banne des Iran-Krieges. Die Folgen für die globale Wirtschaft, den Welthandel oder die weltweite Inflation sind noch weitgehend im Nebel und werden breit diskutiert. "Die Entwicklungen im Nahen Osten überschatten vorerst weiterhin viele andere wesentliche Marktthemen und lenken den Fokus der Anleger besonders auf die Energiepreise", sagte ein Händler. Sollte sich der Ölpreis über mehrere Wochen oder gar Monate auf erhöhten Niveau festsetzen, hätte dies gravierende Auswirkungen.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt sackte am Freitag weiter ab.
Nach einem freundlichen Start drehte der DAX klar ins Minus und beendete die Sitzung 0,94 Prozent schwächer bei 23'591,03 Punkten.
Am Freitag wurde die Zwischenerholung damit erneut abgebrochen und die 24'000 Punkte-Marke kam nicht wieder in nähere Reichweite. Noch vor einer Woche hatte der DAX sich noch seinem Rekord von 25'507 Zählern aus dem Januar bis auf 100 Punkte genähert, dann aber machte der Angriff der USA und Israels auf den Iran den Anlegern einen Strich durch die Rechnung.
Der Krieg blieb das beherrschende Thema, und die Anleger reagierten weiter sehr nervös. Irans Kampfkraft ist zwar nach US-Einschätzung erheblich geschwächt - dennoch weitet Teheran den Krieg im gesamten Nahen Osten weiter aus. Zuletzt sorgte der wieder deutliche Anstieg der Ölpreise für Verunsicherung, nachdem der Golfstaat Katar vor schwerwiegenden Folgen des Kriegs im Nahen Osten für Lieferungen von Energierohstoffen aus der Region gewarnt hatte. Die daraus resultierenden Inflationsrisiken wurden am Nachmittag durch insgesamt schwache monatliche Arbeitsmarktdaten etwas relativiert.
"Der Angriff auf den Iran ist angesichts der Dimension des Militäreinsatzes und der generell fragilen Lage im Nahen Osten mit Risiken verbunden. Aus ökonomischer Sicht lauten diese Risiken, dass die Ölförderanlagen in der Region durch den Iran systematisch zerstört werden und dass der Transportweg durch die Strasse von Hormus absehbar für lange Zeit geschlossen bleibt", schrieb Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank.
Beide Risiken haben sich dem Experten zufolge in den ersten Tagen seit den ersten Luftangriffen nicht materialisiert. Wenn die Deutung richtig sei, dass der Iran und seine Helfer in der Region zu einer umfassenden Aktion nicht in der Lage sind, dann blieben die Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte und die Finanzmärkte weiter relativ moderat.

WALL STREET
Die US-Börsen präsentierten sich am Freitag mit roten Vorzeichen.
Der Dow Jones verzeichnete am letzten Handelstag der Woche einen Verlust von 0,95 Prozent auf 47'501,55 Punkte.
Auch der NASDAQ Composite sackte ab und verlor schlussendlich 1,59 Prozent auf 22'387,68 Zähler.
Die Forderung des US-Präsidenten nach einer bedingungslosen Kapitulation des Iran hat die US-Aktienmärkte unter Druck gebracht. Hinzu kamen schwache Daten vom Arbeitsmarkt.
Die Anleger sorgten sich nach einer knappen Woche Krieg im Iran um dessen Dauer, denn US-Präsident Donald Trump forderte auf seiner Plattform Truth Social eine "bedingungslose Kapitulation". Die Hisbollah im Libanon betonte unterdessen inmitten stetiger Angriffe Israels erneut ihre Kampfbereitschaft.
Die Ölpreise beschleunigten ihren Höhenflug. Seit den Angriffen passieren kaum noch Schiffe die Strasse von Hormus. Durch die Meerenge am Persischen Golf wird in Friedenszeiten täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels transportiert. Zuletzt gaben Irans Streitkräfte an, einen Öltanker "in US-Besitz" vor der Küste Kuwaits angegriffen zu haben.
Der US-Arbeitsmarkt sendete für Anleger obendrein durchwachsene Signale. Die Beschäftigung sank im Februar überraschend. Die Arbeitslosenquote stieg, doch das Lohnwachstum blieb robust. Das bringe die US-Notenbank Fed in eine schwierige Situation, kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners in Frankfurt. "Die drohenden Inflationsrisiken aus dem Iran-Krieg kommen obendrauf."

ASIEN
Die Börsen in Fernost zeigten sich am Freitag höher.
In Tokio legte der Nikkei 225 am Freitag letztlich 0,62 Prozent auf 55'620,84 Punkte zu.
Auf dem chinesischen Festland waren ebenfalls Gewinne zu sehen: Der Shanghai Composite schloss 0,38 Prozent höher bei 4'124,19 Zählern.
In Hongkong rückte daneben der Hang Seng um 1,72 Prozent auf 25'757,29 Zähler vor.
Die anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten belasteten die ostasiatischen Aktienmärkte zum Ende der Woche nur noch in Teilen. Dennoch fiel der Verkaufsdruck am Freitag moderater aus als zuletzt. Hauptgrund für die leichte Entspannung war ein leichter Rückgang der Ölpreise, ausgelöst durch politische Signale aus den USA.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte angekündigt, indischen Raffinerien den Kauf von russischem Öl zu gestatten, sofern dieses bereits auf See festsetzt. Dies drückte die Preise für die Sorten Brent und WTI.
Trotz kurzzeitiger Gerüchte über eine iranische Gesprächsbereitschaft deutet wenig auf eine Deeskalation hin. US-Präsident Trump signalisierte eine Fortführung der Kämpfe über mehrere Wochen, was die Hoffnung auf ein schnelles Ende zunichtemacht.
Die gestiegenen Energiekosten erschweren den Spielraum der Notenbanken. Die Erwartung an Fed-Zinssenkungen ist deutlich gesunken; laut FedWatch-Tool rechnen nur noch 36,2 % mit mehr als einem Zinsschritt in diesem Jahr. Anleger blicken gespannt auf den heute Nachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht für Februar.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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Wirtschaftsdaten
| Datum | Unternehmen |
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| 06.03.26 | Net $Gold & Forex Reserve |
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| 06.03.26 | Halifax House Prices (MoM) |
| 06.03.26 | Gross Domestic Product |
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| 06.03.26 | Gross Domestic Product Qtr Final (YoY) |
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| 06.03.26 | Foreign Currency Reserves |
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| 06.03.26 | Ivey Purchasing Managers Index |
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