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Nach neuem Rekordhoch 04.08.2020 21:58:00

Krisen-Profiteur: So weit kann es für den Goldpreis laut Analysten noch gehen

Krisen-Profiteur: So weit kann es für den Goldpreis laut Analysten noch gehen

• Börsen erholen sich vom Crash
• Unsicherheit über Fortgang der Krise bleibt
• Goldpreis zieht an
• Goldman Sachs-Analysten heben Goldpreis-Prognose an

Die Corona-Pandemie beschäftigt die Märkte nun bereits seit gut einem halben Jahr. Die Börsen konnten sich inzwischen zwar grösstenteils wieder von ihren Crash-Tiefs vom Frühjahr erholen, doch eine gewisse Unsicherheit bleibt bestehen. So kann noch immer niemand sagen, wann sich die Wirtschaft wieder von der Pandemie erholt haben wird oder ob es im Herbst - wie einige Experten vorhersagen - zu einer zweiten Welle und womöglich zu erneuten Lockdowns kommen wird.

Doch während die Corona-Krise die Wirtschaft insgesamt stark gebeutelt hat und es für einige Aktien aus besonders betroffenen Branchen steil abwärts ging, gibt es auch in dieser Krise Profiteure. Zu diesen gehört 2020 ganz klar Gold, das in unsicheren Zeiten von Anlegern vermehrt als sicherer Hafen angesteuert wird.

Unsicherheiten und Angst vor Geldentwertung

In der jüngsten Vergangenheit wuchs die Sorge vor einem erneuten Rückschlag für die US-Wirtschaft, während die Zahl der Neuinfektionen in den USA weiter stieg. Zwar beteuern Notenbanken und Politiker grosser Industrienationen gegen die Auswirkungen der Pandemie vorzugehen und die Ankurbelung der Wirtschaft zu unterstützen - enorme Hilfspakete wurden geschnürt -, allerdings wächst damit auch die Angst vieler Anleger vor einer steigenden Inflation.

Angetrieben von "einer möglichen Verschiebung der US-Notenbank in Richtung einer inflationären Tendenz vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen, erhöhter innenpolitischer und sozialer Unsicherheit in den USA und einer wachsenden zweiten Welle von COVID-19-bedingten Infektionen" habe der Anstieg von Gold auf neue Höchststände in letzter Zeit die Gewinne bei Realzinsen und anderen Alternativen zum Dollar übertroffen, gibt MarketWatch ein Analystenteam von Goldman Sachs, unter der Leitung von Jeffrey Currie, wieder.

Gold-Fördermenge geht zurück

Daneben wirkt sich die Corona-Krise auch auf die Gold-Fördermenge aus. Wie dpa berichtet, verwies Heraeus-Experte Hans-Günther Ritter auf Aussagen des Interessenverbands World Gold Council, wonach die Minenproduktion in wichtigen Förderländern im ersten Jahresviertel um drei Prozent und damit auf die niedrigste Menge seit 2015 gesunken sei. Für das zweite Jahresviertel liegen zwar noch keine Daten vor, doch bei Heraeus gehe man höchstens von einer geringen Erholung aus.

Schwacher US-Dollar

Eine weitere Stütze für den Goldpreis ist die derzeitige Entwicklung am Devisenmarkt: Der US-Dollar geriet in der jüngsten Vergangenheit aufgrund der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft unter Druck. "In Kombination mit einem Rekordniveau der Schuldenakkumulation durch die US-Regierung haben sich echte Bedenken hinsichtlich der Langlebigkeit des US-Dollars als Reservewährung herausgebildet", zitiert MarketWatch das Team um Jeffrey Currie. Gold, das auf dem Weltmarkt in US-Dollar gehandelt wird, wird mit einem schwächeren US-Dollar ausserhalb des Dollar-Raums günstiger - was die Nachfrage noch einmal zusätzlich stärkt.

Goldman Sachs mit neuer Goldpreis-Prognose

Diese Faktoren sorgten dafür, dass es für den Goldpreis, nach einem zwischenzeitlichen Einbruch im März, in diesem Jahr stetig aufwärts ging. Seit Anfang des Jahres konnte er inzwischen mehr als ein Viertel zulegen. Vor allem aber seit Mitte Juni ging es für den noch einmal steil aufwärts, sodass Gold sich im Juli immer weiter seinem Rekordhoch von September 2011, das bei 1'921 US-Dollar lag, näherte - bis dieses am 03. August dann mit 1'976,35 US-Dollar geknackt wurde.

Das veranlasste die Experten von Goldman Sachs dazu, ihre bisherige Goldpreis-Prognose von 2'000 US-Dollar aufzugeben - sie rechnen nun damit, dass der Goldpreis innerhalb der nächsten 12 Monate bis auf 2'300 US-Dollar steigen könnte.

Und nicht nur Gold gehört als sicherer Hafen in Krisenzeiten zu den Gewinnern, auch Silber konnte von der Unsicherheit am Markt profitieren und stieg erst kürzlich auf den höchsten Stand seit sieben Jahren. Goldman Sachs hob daher seinen Ausblick für den Silberpreis von 22 US-Dollar pro Unze auf 30 US-Dollar an.

Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: BrunoWeltmann / Shutterstock.com,ded pixto / Shutterstock.com,Bulent camci / Shutterstock.com,Sebastian Duda / Shutterstock.com

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