| Kryptowährung |
11.03.2026 13:40:00
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Bitcoin stabil bei knapp 70.000 US-Dollar - Eurosystem stellt Plan für tokenisiertes Finanzsystem vor
Der Bitcoin hat am Mittwoch seinen Kursanstieg der vergangenen Handelstage vorerst gestoppt.
Nachdem die Finanzmärkte zuletzt von der Hoffnung auf ein eher schnelles Ende des Kriegs im Nahen Osten gestützt wurden, zeigte sich zur Wochenmitte wieder mehr Skepsis bei den Investoren. Eine allgemein trübe Stimmung an den Finanzmärkten bremste auch die Nachfrage nach Kryptowährungen.
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Vor allem an den Energiemärkten bleibt die Lage angespannt, nachdem zuletzt unter anderem Berichte über angeblich vom Iran in der Strasse von Hormus verlegte Seeminen die Sorge um die Sicherheit der internationalen Energieversorgung befeuert haben.
Seit etwa einem Monat kann sich der Kurs des Bitcoin in der Handesspanne zwischen 62.000 und 74.000 Dollar halten. Er liegt damit deutlich unter dem Rekordhoch, das im vergangenen Oktober bei etwa 126.000 Dollar erreicht worden war.
Eurosystem stellt Plan für tokenisiertes Finanzsystem vor
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat eine strategische Initiative zur Entwicklung eines europäischen tokenisierten Finanzökosystems vorgestellt, in dem Zentralbankgeld weiterhin eine zentrale Rolle spielen soll. Die "Appia" genannte Strategie soll Eurosystem (EZB und nationale Zentralbanken des Euroraums) sowie Akteure aus dem öffentlichen und privaten Sektor mit dem Ziel zusammenbringen, integrierte, innovative und widerstandsfähige tokenisierte Finanzmärkte für den institutionellen Grosskundenhandel ("Wholesale") in Europa aufzubauen.
"Mit Appia bauen wir eine Strasse vom heutigen Finanzsystem zu den tokenisierten Märkten von morgen, die fest im Zentralbankgeld verankert ist", sagte EZB-Direktor Piero Cipollone. Tokenisierung ist der Prozess der Ausgabe oder Darstellung von Vermögenswerten in Form von digitalen "Token", die typischerweise auf Distributed-Ledger-Technologie (DLT)-Netzwerken erfasst werden. Für Wholesale-Finanzmärkte bergen Tokenisierung und DLT das Potenzial zur Effizienzsteigerung, indem sie es ermöglichen, mehrere Schritte im Lebenszyklus eines Vermögenswerts - von der Emission und dem Handel bis hin zu Abwicklung, Verwahrung und Verwaltung - auf einer einzigen Plattform zu bündeln. Darüber hinaus ermöglicht die Tokenisierung den Einsatz von Smart Contracts, die eine breite Palette innovativer Lösungen eröffnen.
Pontes und Appia sind Säulen des Systems
Die Strategie des Eurosystems zur Bereitstellung von tokenisiertem Wholesale-Zentralbankgeld ruht auf zwei sich ergänzenden Initiativen: Pontes und Appia. Pontes ist die DLT-Lösung des Eurosystems, die im dritten Quartal 2026 eingeführt werden soll, um die Abwicklung von DLT-basierten Transaktionen in Zentralbankgeld zu ermöglichen. Appia hat eine breitere, längerfristige Perspektive und wird eine enge Zusammenarbeit mit dem Markt beinhalten. Dabei soll untersucht werden, wie ein auf Tokenisierung und DLT basierendes Wholesale-Finanzökosystem gestaltet werden könnte.
Das Eurosystem plant, seine Vision für dieses Ökosystem in einem Konzeptentwurf zu konkretisieren, der 2028 veröffentlicht werden soll. In der Zwischenzeit werden die Arbeiten im Rahmen der Appia-Roadmap die Bereitstellung tokenisierter Marktinfrastrukturen und -dienstleistungen sowohl durch den Markt als auch durch das eigene Pontes-Angebot des Eurosystems, das schrittweise erweitert wird, leiten und prägen.
Indem das Eurosystem durch Appia die Rolle des Zentralbankgeldes als Anker des Währungssystems bewahrt, will es sicherstellen, dass die Umsetzung der Geldpolitik wirksam bleibt und die Finanzstabilität sowie das reibungslose Funktionieren der Zahlungssysteme gewahrt werden. Die Initiative zielt darauf ab, ein stärker integriertes, wettbewerbsfähiges und innovatives europäisches Zahlungsverkehrs- und Wertpapierumfeld zu fördern, die strategische Autonomie und Widerstandsfähigkeit Europas zu stärken und die anhaltende Relevanz des Euro als internationale Währung zu sichern.
/jkr/jsl/nas
FRANKFURT (awp international) / Dow Jones Newswires
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