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17.03.2026 18:59:41

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Moody's-Chefökonom sieht wegen Ölpreis-Schock höheres US-Rezessionsrisiko

Der Chefökonom von Moody's hat davor gewarnt, dass die Vereinigten Staaten in den kommenden zwölf Monaten in eine Rezession abgleiten könnten. Die hohen Energiepreise im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran haben laut Moody's das Potenzial, den bereits schwächelnden Arbeitsmarkt weiter unter Druck zu setzen. In einer Reihe von Beiträgen auf der Plattform X erklärte Mark Zandi, das auf maschinellem Lernen basierende Wirtschaftsmodell von Moody's habe die Wahrscheinlichkeit einer US-Rezession, definiert als zwei aufeinanderfolgende Quartale mit negativem BIP-Wachstum, bereits vor den besorgniserregenden Ereignissen im Nahen Osten auf 49 Prozent beziffert.

Weltbank beendet Stigmatisierung der Industriepolitik

Die Weltbank hat einen Fehler eingestanden, der mehr als drei Jahrzehnte zurückreicht. Sie wendet sich nun der Industriepolitik zu, da Zölle, Subventionen und eine Vielzahl anderer Eingriffe bei Regierungen auf der Suche nach Wachstum immer beliebter werden. Im Jahr 1993 hatte die Weltbank eine Bewertung des rasanten Wirtschaftswachstums einiger ostasiatischer Volkswirtschaften veröffentlicht; dieses schien teilweise auf staatliche Interventionen zur Unterstützung ausgewählter Industrien zurückzuführen zu sein.

Katar und Emirate wehren Drohnen- und Raketenangriffe ab

Das Verteidigungsministerium von Katar hat mitgeteilt, dass seine Streitkräfte eine zweite Welle von Raketen abgefangen hätten, die auf das Land abgefeuert wurden. Zuvor hatte das Ministerium berichtet, dass Zivilschutzteams einen kleinen Brand in einem Industriegebiet bekämpft hätten, der durch herabfallende Trümmerteile nach dem Abfangen einer Rakete verursacht worden war. Es wurden keine Verletzten gemeldet. Unabhängig davon teilte das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate mit, dass seine Luftabwehr zehn ballistische Raketen und 45 Drohnen abgefangen habe. Die Emirate gaben an, dass ihre Luftabwehr seit Beginn des Krieges 314 ballistische Raketen, 15 Marschflugkörper und 1.672 Drohnen abgefangen habe.

Erdgas steigt nach Berichten über Schaden an VAE-Gasfeld

Erdgas-Futures haltenmit dem übrigen Erdölkomplex Schritt, wobei der aktivste Kontrakt um 2 Prozent auf 3,084 US-Dollar je mmBtu zulegt. Hinsichtlich des Ausmasses der Preisschocks ist Erdgas angesichts des sich ausweitenden Krieges im Iran hinter Öl zurückgeblieben. Durch die jüngsten Schlagzeilen gewinnt es jedoch an Dynamik. "Ein Drohnenangriff auf das Schah-Gasfeld in den VAE habe zu einem schweren Brand geführt, der den Betrieb lahmgelegt habe, und dies habe die Erdgaspreise gestützt", schreibt der Hightower Report in einer Research Note.

Trump verschiebt geplanten China-Gipfel wegen Iran-Krieg

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass sein geplanter Gipfel mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping in Peking erst in etwa fünf oder sechs Wochen stattfinden wird. Wie der Präsident am Dienstag vor Reportern im Weissen Haus sagte, müsse das Treffen, das ursprünglich für den Zeitraum vom 31. März bis zum 2. April angesetzt war, aufgrund des Krieges im Iran verschoben werden. "Wir stehen in Kontakt mit China, für sie war es in Ordnung", so Trump und fügte an, dass er dem Treffen mit Xi "erwartungsvoll" entgegensehe.

US-Präsident Donald Trump zweifelt an Verlässlichkeit der Nato-Partner

US-Präsident Donald Trump hat der Nato vorgeworfen, einen "sehr törichten Fehler" zu begehen, indem sie die USA im Konflikt mit dem Iran nicht stärker unterstützen. Die Vereinigten Staaten hätten dem Militärbündnis einen Dienst erwiesen, als sie die nuklearen Kapazitäten des Irans ausgeschaltet hätten, sagte Trump. "Ich habe lange gesagt, dass ich mich frage, ob die Nato jemals für uns da sein würde. Dies war also ein grosser Test", erklärte Trump während eines Treffens im Oval Office mit dem irischen Premierminister Micheál Martin anlässlich des St. Patrick's Day und fügte an: "Wir brauchen sie nicht, aber sie hätten zur Stelle sein sollen." Er zog dabei einen Vergleich zu anderen internationalen Krisenherden und fügte hinzu: "Wir hätten für die Ukraine auch nicht da sein müssen."

US-Antiterrorchef Kent tritt aus Protest gegen Iran-Krieg zurück

er ranghöchste US-Beamte für Terrorismusbekämpfung ist am Dienstag aufgrund von Bedenken über den anhaltenden Krieg im Iran zurückgetreten. Dies bedeutet den ersten prominenten Abgang innerhalb der Trump-Regierung wegen des Konflikts. "Ich kann den laufenden Krieg im Iran nicht mit meinem Gewissen vereinbaren", schrieb Joe Kent, Direktor des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung der Vereinigten Staaten, in einem Beitrag auf der Plattform X. Er veröffentlichte dazu einen Screenshot seines Rücktrittsschreibens an US-Präsident Donald Trump. Der Iran habe keine unmittelbare Bedrohung für die USA dargestellt; es sei offensichtlich, dass dieser Krieg auf Druck Israels und dessen mächtiger US-Lobby begonnen wurde, hiess es in dem Schreiben weiter.

+++ Konjunkturdaten +++

US/Redbook: Einzelhandelsumsatz erste 2 Wochen März +6,3% gg Vorjahr

DJG/DJN/apo/cbr

(END) Dow Jones Newswires

March 17, 2026 14:00 ET (18:00 GMT)

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