| Strassenbahn-Unglück |
02.03.2026 13:23:00
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Stadler-Aktie etwas schwächer: Tram entgleist in Mailand - Tote und Verletzte
Bei einem Strassenbahn-Unglück in Mailand sind am Freitagnachmittag zwei Menschen ums Leben gekommen, mehrere weitere wurden verletzt.
"Wir bestätigen, dass es sich beim tragischen Unfall in Mailand um ein Tramlink-Milano-Fahrzeug handelt", teilte ein Stadler-Sprecher am Freitagabend der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage mit. Stadler stehe mit der Betreiberin Azienda Trasporti Milanesi in engem Austausch und unterstütze sie bei der Ursachenanalyse. Das Unternehmen sei "zutiefst betroffen" über den schweren Unfall und "in Gedanken bei den Betroffenen", hiess es weiter.
Noch ist die Unfallursache unklar. Etwa 40 Menschen - die meisten davon Passagiere - wurden nach Angaben der italienischen Feuerwehr verletzt. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung ein. Das Tram, ein modernes Modell, soll erst seit wenigen Monaten im Einsatz gewesen sein.
Tram gegen Gebäude geprallt
Das Unglück ereignete sich am Freitagnachmittag im Zentrum der Stadt. Aus noch ungeklärter Ursache prallte eine voll besetzte Strassenbahn der Linie 9 gegen 16.00 Uhr an einer Kreuzung gegen ein Gebäude.
Nach Angaben von Augenzeugen hätte das Tram eigentlich geradeaus fahren sollen, bog jedoch mit hoher Geschwindigkeit nach links ab und entgleiste. Es kam erst im Eingangsbereich eines Restaurants zum Stehen. Die Fahrerkabine wurde schwer beschädigt.
Bei den beiden Todesopfern handelt es sich um Passagiere: einen 60 Jahre alten Italiener und einen Mann aus dem Senegal, zu dessen Alter die Behörden zunächst keine genaueren Angaben machten.
Der Fahrer der Strassenbahn wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Spekuliert wird, dass er einen Schwächeanfall erlitten haben könnte. Vor dem Unglück soll er eine Haltestelle missachtet haben. Wie üblich in solchen Fällen wurde ihm für einen Alkohol- und Drogentest Blut abgenommen.
Mailänder Unglück mit Stadler-Tram: Fahrer fühlte sich vor Crash unwohl
Nach dem Strassenbahn-Unglück mit zwei Todesopfern in Mailand deutet vieles auf einen Schwächeanfall des Fahrers hin. Beim Verhör durch die Polizei gab der 61 Jahre alte Mann nach italienischen Medienberichten an, sich unwohl gefühlt zu haben. Beim Tram handelt es sich um ein Fahrzeug des Ostschweizer Herstellers Stadler.
Unmittelbar vor dem Unglück am Freitagnachmittag im Zentrum der norditalienischen Grossstadt hatte er eine Haltestelle missachtet. Dann raste die Tram mit hoher Geschwindigkeit auf ein Gebäude. Fast wäre sie dabei noch umgestürzt.
Bei den Todesopfern handelt es sich nach Angaben der Behörden um einen 59 Jahre alten Italiener sowie einen 56 Jahre alten Mann aus dem Senegal, der bereits seit längerer Zeit in Italien lebte. Beide sassen als Passagiere in der Strassenbahn. Nach neuesten Angaben wurden mehr als 50 Menschen verletzt, die meisten davon ebenfalls Passagiere. In Mailand waren erst am vergangenen Wochenende die Olympischen Winterspiele zu Ende gegangen.
Fahrer: "Ich habe mich unwohl gefühlt"
Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung. Dem Fahrer, der ebenfalls verletzt ist, wurde eine Blutprobe entnommen.
Die Tram soll erst seit wenigen Monaten im Einsatz gewesen sein. Geklärt werden muss auch, ob das eingebaute Sicherheitssystem nicht funktionierte: Normalerweise kommen solche modernen Modelle automatisch zum Stehen, wenn der Fahrer nicht in regelmässigen Abständen einen Knopf betätigt.
"Wir bestätigen, dass es sich beim tragischen Unfall in Mailand um ein Tramlink-Milano-Fahrzeug handelt", teilte ein Stadler-Sprecher am Freitagabend der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage mit. Stadler stehe mit der Betreiberin Azienda Trasporti Milanesi in engem Austausch und unterstütze sie bei der Ursachenanalyse. Das Unternehmen sei "zutiefst betroffen" über den schweren Unfall und "in Gedanken bei den Betroffenen", hiess es weiter.
Die voll besetzte Strassenbahn der Linie 9 war gegen 16.00 Uhr an einer Kreuzung entgleist und gegen ein Gebäude geprallt. Sie kam erst im Eingangsbereich eines Restaurants zum Stehen. Auf einem Video ist zu sehen, wie sie kurz zuvor beängstigend hin und her schwankt. Mehrere italienische Zeitungen zitieren den Fahrer mit den Worten: "Ich habe mich unwohl gefühlt." Der Mann ist bereits seit mehr als 30 Jahren bei den Verkehrsbetrieben beschäftigt.
Die Stadler-Aktie verliert an der SIX zeitweise 2,53 Prozent auf 20,00 Franken.Mailand/Bussnang (awp/sda/dpa)
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