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Spenden-Bekenntnis 10.07.2021 22:51:00

Berkshire Hathaway-Chef Buffett wird kaum etwas seinen Kindern vererben

Berkshire Hathaway-Chef Buffett wird kaum etwas seinen Kindern vererben

Investmentlegende Warren Buffett gab im Jahr 2006 bekannt, 99 Prozent seines Vermögens bis zum Ende seines Lebens spenden zu wollen. In diesem Jahr erreichte er mit dieser Aktion einen Meilenstein. Buffetts Kinder werden von seinem Milliardenvermögen dagegen kaum etwas erhalten.

• Warren Buffett erklärt, fast sein gesamtes Vermögen zu spenden
• Meilenstein erreicht: Hälfte der Aktien gespendet
• Buffetts Kinder erhalten verhältnismässig kleinen Anteil am Vermögen

Buffett gibt Vermögen für philanthropische Zwecke aus…

Bereits vor 15 Jahren gab Warren Buffett das Versprechen ab, seine Berkshire-Aktien in jährlichen Paketen für wohltätige Zwecke zu spenden. Zu diesem Zeitpunkt besass der Börsenguru 474'998 Berkshire-Aktien. Auch in diesem Jahr unterstützt der Berkshire Hathaway-Chef verschiedene Stiftungen. Vor Kurzem erst gab Buffett bekannt, Berkshire-Aktien im Wert von 4,1 Milliarden US-Dollar an fünf verschiedene Stiftungen zu spenden - darunter die Bill & Melinda Gates Foundation. Über die vergangenen Jahre hinweg spendete Buffett somit Anteile im Wert von insgesamt 41 Milliarden US-Dollar. Zuletzt hielt Buffett noch 238'624 Anteile an seiner Investmentgesellschaft und ist damit auf halber Strecke zu seinem Ziel, sein Vermögen zu spenden.

…statt für die Anlageportfolios seiner Kinder

Die rund 100 Milliarden US-Dollar an Vermögen, über die Warren Buffett laut Forbes noch verfügt, will er ebenfalls für philanthropische Zwecke ausgeben, statt für die Anlageportfolios seiner Kinder. "Nach langer Beobachtung superreicher Familien hier meine Empfehlung: Lassen Sie den Kindern genug, damit sie alles tun können, aber nicht genug, dass sie nichts tun müssen", zitiert CNBC die Investmentlegende aus einer Mitteilung an die Aktionäre. Buffett erklärte, dass seine eigenen erwachsenen Kinder ebenfalls "philanthropische Bemühungen verfolgen, die sowohl Geld als auch Zeit erfordern".

Wie CNBC berichtet, erklärte der 90-Jährige, der einst der reichste Mann der Welt war, er habe beobachtet, dass dynastisches Verhalten in den USA weniger verbreitet sei als in anderen Ländern, und er glaube, dass dessen Reiz wahrscheinlich nachlassen werde.

Buffetts Kinder, die bereits alle in ihren 60ern sind, haben natürlich dennoch Unterstützung von ihrem vermögenden Vater bekommen. Wie CNBC unter Berufung auf einen Bericht der Washington Post von 2014 schreibt, habe jedes der drei Kinder eine 2-Milliarden-Dollar-Stiftung, die von Buffett finanziert werde.

"Die einfachste Sache der Welt"

Buffett selbst bezeichne seine Philanthropie als "die einfachste Sache der Welt", zitiert CNBC, weil "das Geben schmerzlos ist und zu einem besseren Leben für Sie und Ihre Kinder führen kann". Er habe über viele Jahrzehnte eine fast unfassbare Summe angesammelt und das ganz einfach, indem er das getan habe, was er gerne tue, erklärt der Börsenguru. "Weder ich noch meine Familie haben Opfer gebracht. Zinseszinsen, eine lange Laufzeit, wundervolle Mitarbeiter und unser unglaubliches Land haben einfach ihre Wunder gewirkt. Die Gesellschaft hat eine Verwendung für mein Geld; ich nicht", so Buffett.

Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: Adam Jeffery/CNB/CNBCU/Photo Bank via Getty Images,Paul Morigi/Getty Images for Fortune/Time Inc