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"Feueralarm" 13.03.2021 23:49:00

Neue Weltordnung voraus? Analyst vergleicht Bitcoin-Rally mit Gold in Weimarer Republik

Neue Weltordnung voraus? Analyst vergleicht Bitcoin-Rally mit Gold in Weimarer Republik

In einem Newsletter hat sich Analyst Luke Gromen mit den Parallelen zwischen der Volatilität von Gold in der Weimarer Republik und Bitcoin heute befasst. Laut Gromen könnte die älteste und beliebteste Kryptowährung Bitcoin weniger eine Blase, sondern eher "der letzte funktionierende Feueralarm", der uns vor einigen grossen geopolitischen Veränderungen warnt, sein.

• Parallelen zwischen der Volatilität von Gold in der Weimarer Republik und Bitcoin heute
• Renminbi, Euro und Kryptowährungen könnten an Bedeutung gewinnen
• Aufschwung bei Kryptowährungen "frühes Signal einer neuen Weltordnung"?

Zentralbanker haben laut Financial Times (FT) in den letzten Jahren oder Jahrzehnten die Preisfindung an den Märkten mit niedrigen Zinssätzen und quantitativer Lockerung aufgehoben. Unabhängig davon, ob dies "als willkommene Glättung des Konjunkturzyklus oder als dysfunktionale Ermöglichung von verschuldeten Unternehmen" wahrgenommen werde, sei das Ergebnis, dass es nun sehr schwierig sei, "ein Gefühl für die Gesundheit einzelner Unternehmen oder sicherlich für die gesamte Realwirtschaft aus Vermögenswerten" zu gewinnen.
Die Tatsache, dass schwankungsanfällige Kryptowährungen wie Bitcoin an Popularität gewinnen, könnte dabei einfach als spekulatives Zeichen angesehen werden - sollte laut Financial Times jedoch vielleicht "besser als frühes Signal einer neuen Weltordnung interpretiert werden, in der die USA und der US-Dollar eine weniger wichtige Rolle spielen werden."

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Trump beeinträchtigt Vertrauen in USA und US-Dollar

Wie FT berichtet, dürfte unter anderem die Präsidentschaft von Donald Trump dem US-Dollar geschadet haben. Trump habe die Marke USA abgewertet und seine Politik habe das Vertrauen der Welt in die USA beeinträchtigt, was in einigen Bereichen auch das Vertrauen in die Stabilität des US-Dollars als globale Reservewährung geschwächt habe. Höhepunkt sei dabei der Angriff auf das US-Kapitol Anfang Januar gewesen. "Es gibt viele Opfer dieses Quasi-Putsches, aber der US-Dollar könnte durchaus darunter sein. Er ist nicht unsterblicher als jede andere Category-Killer-Marke", zitiert Financial Times Karen Petrou, Analystin für Finanzpolitik, aus einer Mitteilung an Kunden. Der ehemalige US-Präsident sei aber "auch ein Symptom für längerfristige wirtschaftliche Probleme in den USA - Probleme, die in den letzten Jahren durch niedrige Zinsen und Geldpolitik behoben wurden, die die Vermögenspreise hoch hielten, aber auch Schulden und Hebel begünstigten", so FT.

Bitcoin als sicherer Hafen

Der Anstieg von Bitcoin spiegele laut Financial Times die Überzeugung einiger Investoren wider, die USA würden irgendwann in gewisser Weise der Weimarer Republik ähneln, wo es einen Blasenwert gegeben habe, der im Laufe eines Jahrzehnts wild stieg und fiel - der Goldpreis in Weimarer Mark. Nun mache die Geldpolitik, die nach der Finanzkrise 2008 zur Stabilisierung der Märkte eingeführt wurde, einer nach COVID erfolgten Monetarisierung steigender US-Schuldenlasten Platz. Sollte die US-Regierung so viel Schulden verkaufen, dass der US-Dollar an Wert verliere, könnte der Bitcoin möglicherweise zum sicheren Hafen werden.

Mehr Konkurrenz für den US-Dollar

Daneben seien wir "von einer unipolaren Welt, in der die USA die herausragende politische und wirtschaftliche Macht waren, zu einer postneoliberalen Welt übergegangen, in der es keinen Konsens mehr für Freihandel und uneingeschränkten Kapitalismus gibt", berichtet die FT. Künftig könnte es zwei oder sogar drei Pole geben: die USA, Europa und China, das weniger vom US-Finanzsystem abhängig sein, weniger US-Staatsanleihen kaufen und seine eigene digitale Währung einführen wolle. Da sei es vorstellbar, dass der US-Dollar zwar weiterhin die wichtigste Reservewährung bleibe, der Renminbi und der Euro jedoch allmählich auch zu wichtigeren Wertspeichern würden. Während der digitale Handel und Informationsfluss weiter zunehme, sei aber auch vorstellbar, dass Kryptowährungen, die leicht über Grenzen hinweg transferiert werden können, Vorteile gegenüber Fiat-Geld böten. Krypto-Befürworter glaubten, dass digitale Währungen besser für diese multipolare Welt geeignet seien. Kryptowährungen seien weitgehend unreguliert und daher weniger politischen Kräften ausgesetzt.

Ob Kryptowährungen tatsächlich zu einer Art Absicherung einer sich verändernden Welt werden, welche digitale Währung langfristig das Rennen machen wird und wie es hinsichtlich der Regulierung von Kryptowährungen weitergeht, bleibt jedoch zunächst weiter fraglich.

Redaktion finanzen.ch


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