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01.02.2025 23:21:00
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Warum DeepSeek zur Gefahr für die NVIDIA-Aktie werden könnte
Das chinesische Startup DeepSeek sorgt mit seinem neuesten KI-Modell DeepSeek-R1 für Aufsehen. Doch für Chipdesigner NVIDIA könnte sich gar ein Desaster abzeichnen.
• Das chinesische KI-Modell könnte für NVIDIA zu einer grossen Gefahr werden
• Es stellt die hohen Investitionskosten etablierter Tech-Giganten infrage
Seit OpenAI im November 2022 seinen Chatbot ChatGPT gelauncht hat, herrscht ein regelrechter KI-Hype. Das Bedürfnis, bei solchen Anwendungen mithalten zu wollen, steigert den Bedarf an spezialisierter Technik in Rechenzentren. Unangefochtener Marktführer bei KI-Chips ist dabei NVIDIA, denn die ursprünglich für Grafikkarten entwickelten NVIDIA-Technologien bewähren sich auch in besonderem Masse für KI-Anwendungen.
Die Chipsysteme des US-Konzerns spielen eine Schlüsselrolle vor allem beim Training von KI-Modellen sowie deren Betrieb. Dafür waren bisher gewaltige Mengen an Computer-Leistung notwendig - und Anleger gingen davon aus, dass der weitere Ausbau das Geschäft von NVIDIA weiterhin beflügeln wird. Doch mit dem in der vergangenen Woche vorgestellten KI-Modell DeepSeek-R1 geriet diese Überzeugung plötzlich ins Wanken.
DeepSeek weckt Zweifel an hohen KI-Investitionen der USA
Das chinesische KI-Startup DeepSeek hat in der vergangenen Woche sein neues Modell DeepSeek-R1 veröffentlicht und damit nicht nur die Tech-Welt, sondern auch die internationalen Aktienbörsen in Aufruhr versetzt. Denn mit einem vergleichsweise geringen Entwicklungsbudget von 5,6 Millionen US-Dollar bietet das Modell laut Experten eine Leistung, die mit Produkten von OpenAI oder Meta konkurrieren kann - bei deutlich niedrigeren Kosten. Zudem soll DeepSeek-R1 auch auf weniger leistungsstarken Chips laufen können.
Einige Experten befürchten angesichts dessen, dass das chinesische Modell ein "Schwarzer Schwan" sein könnte - ein unvorhersehbares Ereignis mit weitreichenden Folgen für Märkte und Investoren. Das DeepSeek-Produkt sei "zutiefst problematisch für die These, dass die erheblichen Kapital- und Betriebsausgaben, die Silicon Valley getätigt hat, der beste Weg sind, um dem KI-Trend zu begegnen", zitiert Bloomberg beispielsweise Nirgunan Tiruchelvam, den Leiter für Verbraucher und Internet bei Aletheia Capital mit Sitz in Singapur.
Gefahr für NVIDIA
Dank seines technologischen Vorsprungs konnte sich NVIDIA zum Marktführer aufschwingen und beherrscht inzwischen etwa 80 Prozent des Weltmarktes für KI-Hochleistungsprozessoren. Da DeepSeek jedoch nicht die neuesten Hightech-Produkte sondern lediglich ältere NVIDIA-Chips verwendet, könnte der US-Chipdesigner seine Marktvorherrschaft verlieren.
Laut "MarketWatch" hat das Modell von DeepSeek den KI-Pionier OpenAI zwar noch nicht auf allen Ebenen übertroffen. Dafür koste der Betrieb des DeepSeek-Chatbots laut Aussage des KI-Strategen David Borish jedoch 95 Prozent weniger als die derzeit verwendeten Standard-KI-Modelle, die auf Servern mit den teureren GPUs von NVIDIA laufen. Ob die Angaben des chinesischen Unternehmens dazu tatsächlich stimmen, weiss man nicht. Doch allein schon die Behauptungen löst Sorgen aus, dass die Erwartungen an das künftige Wachstum bei NVIDIA zu hoch sind. Denn angesichts des Kostenvorteils sei nicht auszuschliessen, dass Konzerne, die bisher Milliardensummen in KI-Clouds und Rechenzentren investiert haben, die neue Technologie als "gut genug" erachten, um ihre zukünftigen Investitionen zu überdenken.
Redaktion finanzen.ch
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