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Unter den Top 3 04.06.2020 23:52:00

Mobilfunk-Anbieter: Swisscom im Europavergleich auf Spitzenposition

Mobilfunk-Anbieter: Swisscom im Europavergleich auf Spitzenposition

• Swisscom im Vergleich der Mobilfunk-Anbieter in Europa weit vorn
• Schweiz schlägt sich gut im Ländervergleich
• Kann Swisscom das hohe Niveau halten?

connect, ein Fachmagazin zum Thema Telekommunikation, verglich im Mai 94 europäische Mobilfunk-Anbieter aus 28 Ländern. Bewertet wurden von connect die Güte der Breitband-Versorgung, die Datenraten und Latenzen. Als Grundlage zog connect Crowdsourcing-Daten seines Netztestpartners umlaut aus dem Zeitraum vom 14. Oktober 2019 bis zum 29. März 2020 heran. Im Ländervergleich schneidet die Schweiz mit dem vierten Platz sehr gut ab. Der beste Schweizer Mobilfunk-Anbieter im europäischen Vergleich, ist auf Platz drei Swissom.

Swisscom unter den Top 3

Im Test schaffen es gerade einmal zwei Anbieter vor Swisscom: Auf Platz eins landet - nicht sehr überraschend - der schwedische Anbieter Telia, der mit hohen Download-Datenraten, einer sehr guten Breitband-Versorgung und kurzen Latenz-Zeiten punkten kann. Auf Platz zwei folgt Vodafone Niederlande. Der Mobilfunk-Anbieter kann bei der Breitband-Güte eine noch höhere Punktzahl erzielen, als der schwedische Konkurrent, dieser kann aber hingegen bei den Datenraten überzeugen.

Swisscom kann in einem knappen Wettkampf der Besten Platz Drei belegen. Der Schweizer Anbieter liegt bei der Breitband-Versorgung punktetechnisch ebenfalls vor dem Erstplatzierten, Telia, bei den Datenraten gleichauf mit dem Zweitplatzierten, Vodafone Niederlande, die Latenzen fielen aber etwas länger aus, als bei den beiden Rivalen.

Heimische Anbieter auch im Ländervergleich weit vorn

Unter den drei untersuchten deutschen Mobilfunk-Anbietern, erzielt die Deutsche Telekom mit Rang 33 die beste Platzierung. Vodafone Deutschland landet auf Rang 44 und Telefónica Deutschland belegt Platz 77. Dagegen können die heimischen Anbieter, mit der drittplatzierten Swisscom, Konkurrent Sunrise auf Platz 15 und Salt auf Platz 47 insgesamt ein deutlich besseres Ergebnis abliefern. Und auch die österreicherischen Anbieter A1 auf Platz 5 und Magenta auf Platz 10 schaffen es klar vor die Anbieter des grossen Nachbarn, der Anbieter Drei muss sich mit Platz 40 nur der Deutschen Telekom geschlagen geben. In der Länderwertung liegt Deutschland mit Platz 16 zwar im Mittelfeld, aber deutlich hinter Österreich auf Platz drei und der Schweiz, als Viertplatzierte.

Kann Swisscom seine Position halten?

Bei Swisscom zeigte man sich erfreut über die gute Platzierung im connect-Test. "Ich freue mich sehr über die hervorragenden Ergebnisse von Swisscom im europaweiten Vergleichstest", wird Christoph Aeschlimann, CIO und CTO der Swisscom, in einer Medienmitteilung des Unternehmens wiedergegeben. "Swisscom erreicht die besten Ergebnisse aller Schweizer Anbieter und ist unter den Top drei Europas. Das zeigt, auf welch hohem Niveau unser Netz ist."

Für die Zukunft zeigt man sich bei Swisscom aber vorsichtig: "Aufgrund der erschwerten Rahmenbedingungen für den Netzausbau und den fehlenden Vollzugsbestimmungen für adaptive 5G-Antennen wird es jedoch schwierig werden, ein solch hohes Niveau in Zukunft zu halten", heisst es in der Medienmitteilung der Swisscom.

In der jüngsten Vergangenheit kam es bei Swisscom zudem bereits vermehrt zu Pannen. Nach der vierten Panne binnen fünf Monaten zitierte dann die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) des Nationalrates die Swisscom-Spitze zu einer Anhörung Ende Juni. Die Swisscom habe in den letzten Monaten sehr viel Vertrauen verspielt, gab awp nach der jüngsten Panne den SP-Nationalrat wieder. Es müsse funktionieren, dass Swisscom zusammen mit Bund und Politik dafür sorge, dass die Schweizer Vertrauen in das Telefonnetz haben könnten.

Und auch die Konkurrenz schläft nicht: Sunrise und Salt, die im Vergleich der Mobilfunk-Anbieter auf Rang 15 und 47 landeten, schliessen sich mit Swiss Open Fiber in einer strategischen Partnerschaft gegen den gemeinsame Konkurrenten Swisscom zusammen. Die Unternehmen planen eine Investition in Milliardenhöhe, um modernste Breitbandtechnologie in den suburbanen Raum zu bringen. Sunrise und Salt wollen damit weitere 1,5 Millionen Haushalte ans Glasfasernetz anbinden.

Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: Keystone,Martin Good / Shutterstock.com