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Schwarze Zahlen? 18.12.2023 21:16:00

Krypto-Portfolio von El Salvador unter der Lupe: "Bitcoin-Revolution" erfolgreich?

Krypto-Portfolio von El Salvador unter der Lupe:

Nayib Bukele, der Präsident von El Salvador, hat eine Bitcoin-Revolution ausgerufen. Doch 2022 waren die Kryptoinvestments des Landes alles andere als gut gelaufen. Das scheint sich im Jahr 2023 offenbar geändert zu haben.

• Nayib Bukele bleibt ausgesprochener Krypto-Bulle
• El Salvadors Präsident veröffentlicht Performance der Bitcoin-Investments
• Forderung nach Entschuldigung seiner Kritiker

Es war ein Novum in der Geschichte des Bitcoins, als der mittelamerikanische Staat El Salvador im September 2021 beschloss, die Ur-Kryptowährung zum offiziellen Zahlungsmittel im Land zu machen. Dies war nur der erste Schritt des krypto-affinen Landespräsidenten Nayik Bukele, der in den Folgejahren nicht nur immer wieder Bitcoins aus der Staatskasse bezahlte, sondern auch eine umfangreiche Kryptostrategie für sein Land verfolgte. In seiner Vision solle El Salvador zum El Dorado für Kryptoenthusiasten werden. Bukele verkündete den Bau einer Bitcoin-Stadt, die Auslandsinvestoren anziehen, die Wirtschaft des Landes stützen und Arbeitsplätze schaffen sollte.

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Fallende Kryptokurse verstärkten Kritik

Doch die Pläne des Staatspräsidenten wurden von vielen Seiten stark kritisiert. Denn selbst die eigene Bevölkerung unterstützte die Vision von Bukele kaum, nachdem sie ihren Startbonus für die Nutzung der landeseigenen Kyptowallet "Chivo" abgegriffen hatten, stellten viele Einwohner des Landes die Nutzung ein. Die Hoffnung, dass die Verwendung digitaler Zahlungsmittel im Land durch Chivo Fahrt aufnehmen würde, erfüllte sich nicht.

Kräftig Gegenwind für Bukele kam aber vom Kryptomarkt selbst: Der Kryptowinter, der auch die älteste Kryptowährung Bitcoin fernab ihrer Allzeithochs getrieben hat, brachte wirtschaftliche Schwierigkeiten für El Salvador mit sich: Die Kreditwürdigkeit litt, Kredite im Land wurden teurer.

Trendwende erfolgt? Bitcoin-Investments wohl profitabel

Doch glaubt man Nayik Bukele, sind die düsteren Zeiten für sein Land vorbei. Auf X gab der Politiker unlängst ein Update über den Stand der Kryptoinvestments des Landes.

"El Salvadors #Bitcoin-Investitionen schreiben schwarze Zahlen!", verkündete das Staatsoberhaupt. "Nach buchstäblich Tausenden von Artikeln und Schlagzeilen, die unsere angeblichen Verluste lächerlich machten, die alle auf der Grundlage des damaligen Marktpreises von #Bitcoin berechnet wurden …", so Bukele weiter. Tatsächlich würde das Land beim Verkauf seiner Bitcoin-Bestände nicht nur 100 Prozent seiner Investitionen zurückerhalten, "sondern auch einen Gewinn von 3'620'277,13 USD (zu diesem Zeitpunkt) erzielen", betont Bukele.

Weiter kein Verkauf geplant

Doch die Bitcoin-Investments des Landes zu Geld zu machen, ist offenbar nicht geplant. "Natürlich haben wir nicht die Absicht zu verkaufen; das war nie unser Ziel", sagte Bukele. "Wir sind uns vollkommen darüber im Klaren, dass der Preis auch in Zukunft weiter schwanken wird. Dies hat keinen Einfluss auf unsere langfristige Strategie."

Angesichts der positiven Bitcoin-Entwicklung fordert Bukele eine Entschuldigung von Seiten seiner Kritiker: Es sei wichtig, dass "die Neinsager und die Autoren dieser Hitartikel ihre Aussagen zurücknehmen. Die verantwortungsvolle Vorgehensweise wäre, dass sie einen Rückzug machen, sich entschuldigen oder zumindest anerkennen, dass El Salvador jetzt einen Gewinn abwirft, so wie sie wiederholt berichtet hatten, dass wir Verluste erleiden würden". Weiter erklärt er: "Wenn sie sich als echte Journalisten sehen, sollten sie über diese neue Realität mit der gleichen Intensität berichten, mit der sie über die vorherige berichtet haben".

Bitcoin-Kurs schwankt weiter stark

Am 4. Dezember, dem Tag, an dem Bukele seinen Post auf X veröffentlicht hatte, kostete ein Bitcoin rund 41'000 US-Dollar. Seitdem hat die Kryptowährung ihre Gewinne sogar noch ausgebaut und kostet aktuell rund 41'860 US-Dollar (Stand: 17.12.2023). Ob sich das Bitcoin-Investment von El Salvador also auszahlt, wird wohl aber dennoch nur bei langfristigerer Betrachtungsweise sichtbar werden, zumal Bukele das Investment diverse Male bei unterschiedlichen Preisniveaus aufgestockt hatte.

Redaktion finanzen.ch

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