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Optimistischer Ausblick 28.04.2022 22:28:00

World Gold Council: Gold-Nachfrage weiterhin hoch - sowohl im ETF-Sektor als auch physisch

World Gold Council: Gold-Nachfrage weiterhin hoch - sowohl im ETF-Sektor als auch physisch

Der Goldpreis verzeichnete in den ersten drei Monaten 2022 den höchsten Quartalsgewinn seit Juni 2020. Laut dem World Gold Council (WGC) war die Nachfrage nicht nur im ETF-Sektor enorm gross - überraschend stark war das Kaufinteresse auch bei physischem Gold.

• Starke Performance des Goldpreises
• Hohe Nachfrage bei physischem Gold sowie bei ETFs
• World Gold Council bleibt optimistisch

Gold wurde seinem Ruf als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten einmal mehr gerecht: Der Goldpreis konnte im ersten Quartal 2022 um 6,5 Prozent zulegen. Ein höheres Plus wurde zuletzt mit mehr als 13 Prozent im Juni 2020 registriert. Wie "Gold.de" berichtet, hat das WGC dabei vor allem zwei Preistreiber identifiziert: "Momentum" sowie "Risiko & Unsicherheit".

Momentum

Insbesondere der Faktor "Momentum" habe zu der starken Performance des Goldpreises geführt. So gab es erwartungsgemäss massive Kapitalzuflüsse in den ETF-Sektor: Insgesamt wurden 269 Tonnen des gelben Edelmetalls im Gesamtwert von 17 Milliarden US-Dollar von Goldanlegern gekauft. Damit war die Nachfrage nach börsengehandelten, mit Gold hinterlegten Produkten so hoch, wie zuletzt im dritten Quartal 2020.

Als positive Überraschung stellte sich jedoch heraus, dass auch die Nachfrage nach physischem Gold trotz des hohen Preisniveaus stark blieb. Allein in den USA wurden mit 518'000 Feinunzen im Wert von insgesamt mehr als einer Milliarde US-Dollar so viele Goldmünzen (American Eagle und Buffalo) in einem Quartal erworben wie zuletzt 1999.

Risiko & Unsicherheit

Neben dem Faktor "Momentum" war das gelbe Edelmetall zudem als Krisenwährung gefragt. Denn sowohl die deutlich gestiegene Inflation als auch der russische Überfall auf das Nachbarland Ukraine sorgten dafür, dass das Interesse an Gold als Vermögensschutz stark wuchs.

Die starke Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen sowie Engpässe in den globalen Lieferketten nach der Corona-Krise lassen derzeit nämlich die Inflation aus dem Ruder laufen, so dass sie in den USA im März sogar auf ein 40-Jahres-Hoch kletterte. Verstärkt werden die Probleme noch durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, der nicht nur eine jahrzehntealte Friedensordnung zerstört, sondern darüber hinaus auch noch die ohnehin schon starke Inflation - insbesondere bei Rohstoffen - zusätzlich anheizt. Vor diesem Hintergrund hat die US-Notenbank im März erwartungsgemäss die Zinswende eingeleitet und erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie ihren Leitzins wieder erhöht.

Opportunitätskosten

In den Fokus gerieten zudem die "Opportunitätskosten". So hat sich die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen im ersten Quartal deutlich erhöht. Noch stärker stiegen jedoch die Renditen von kurzlaufenden US-Staatsanleihen, so dass sich die Renditedifferenz zwischen Kurz- und Langläufern deutlich reduziert hat, was ein Hinweis auf eine drohende Rezession sein könnte.

Hierzu erklärte das World Gold Council, dass sich der Goldpreis in solchen Zeiten erfahrungsgemäss besser entwickelt: So konnte in Phasen, in denen sich die kurzfristigen Renditen den langfristigen annähern, der Goldpreis in den vergangenen 50 Jahren um durchschnittlich fünf Prozent pro Jahr anziehen. Dagegen konnte Gold bei einer grösseren Renditedifferenz nur um drei Prozent zulegen.

Positiver Ausblick

Auch für das laufende Quartal geht das World Gold Council von einer anhaltend starken Goldnachfrage aus. Zwar bringen die steigenden Zinsen durchaus ein gewisses Risiko mit sich, doch ansonsten spreche vieles für eine positive Entwicklung des gelben Edelmetalls. Selbst im Falle einer deutlichen Entspannung im Ukraine-Krieg - was bisher nicht abzusehen ist - bekräftigen eingetrübte Konjunkturperspektiven, Inflationsraten auf Mehrjahreshochs sowie eine während der vergangenen Jahrzehnte extrem gestiegene Geldmenge die Notwendigkeit, dass Anleger ihre Depots mittels Gold absichern.

Redaktion finanzen.ch


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