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Weitreichende Folgen 21.03.2023 23:28:00

JPMorgan-Chef sieht Ukraine-Krieg und China-Konflikt weiter mit grosser Sorge

JPMorgan-Chef sieht Ukraine-Krieg und China-Konflikt weiter mit grosser Sorge

Das aktuelle Marktumfeld gestaltet sich aufgrund zahlreicher Unsicherheitsfaktoren weiterhin schwierig. Neben hoher Inflation, anziehender Zinsen und Energiepreisanstiegen zeigt sich JPMorgan-Chef Jamie Dimon jedoch insbesondere besorgt über den anhaltenden Ukraine-Krieg sowie die angespannte Beziehung zu China.

• Ukraine-Krieg bleibt grösste Sorge von JPMorgan-Chef Jamie Dimon
• Konflikt mit weitgehenden Folgen - insbesondere auf sino-amerikanische Beziehungen
• Weiche Landung der US-Wirtschaft noch immer möglich

JPMorgan-Chef Jamie Dimon ist angesichts des noch immer währenden Ukraine-Kriegs sehr besorgt. Mittlerweile ist es mehr als ein Jahr her, dass Russland in die Ukraine einmarschierte, ein Ende der Aggression ist bisher nicht abzusehen. Neben dem unermesslichen menschlichen Leid, das mit dem Krieg einhergeht, hat der Konflikt weltweit auch Schockwellen durch die Energie- und Lebensmittelmärkte gesendet, die noch immer spürbar sind.

So nennt Dimon in einem Interview mit Bloomberg Television den Ukraine-Krieg "die schwerste geopolitische Sache mit der wir uns seit dem Zweiten Weltkrieg auseinander setzen mussten". Dabei kann sich der Bankenvorsteher vorstellen, dass der Krieg noch mehrere Jahre andauern könnte.

Sino-amerikanische Beziehungen durch Ukraine-Krieg zusätzlich unter Druck

Daneben würde sich der Konflikt auch auf internationale Beziehungen wie das ohnehin schon angespannten Verhältnis zwischen den USA und China auswirken, was Dimon zusätzlich in Alarmbereitschaft versetze: "Die Sache um die ich mich am meisten sorge ist die Ukraine. Es ist Öl, Gas, die politischen Führungskräfte in der Welt und unsere Beziehung zu China - das alles ist sehr viel ernster als die wirtschaftlichen Schwingungen mit denen wir uns tagtäglich herumschlagen".

China gehört zu den wenigen Ländern, die weiterhin einen regen Austausch mit Russland betreiben. So trägt die Volksrepublik mit dem Erwerb russischer Energie, Waren, Rohstoffen, Fahrzeugen, usw. dazu bei, dass Russland trotz weitgehender, internationaler Isolation weiter bestehen kann.

Neben dieser Entwicklung liefern sich die USA derzeit einen Kampf mit China um die Vorherschaft auf dem wachsenden Chipmarkt. Weiteres Konfliktpotenzial birgt die amerikanische Unterstützung Taiwans auf der einen Seite sowie die mysteriösen Spionageballons auf der anderen Seite, die auf der ganzen Welt auftauchen und der Volksrepublik zugeschrieben werden.

Wie Jamie Dimon im Interview mit Bloomberg Television verriet, würde sich seine Bank bemühen, zu einer Verbesserung der Beziehungen zwischen den beiden Nationen beizutragen, allerdings glaube der Finanzexperte nicht, dass auf unternehmerischer Ebene eine Trendwende erreicht werden könne. Letztlich wären es die Regierungen, die zusammenkommen müssten, um die Beziehung zu verbessern. Dies hätte "wahrscheinlich schon vor zehn Jahren" begonnen werden müssen. Allerdings wäre auch hier der Ausgang des Ukraine-Kriegs mit ausschlaggebend dafür, wie es mit dem sino-amerikanischen Verhältnis weitergehe.

Weiche Landung noch möglich

Auch zur wirtschaftlichen Situation der USA gab Dimon einige Gedanken preis. Die hohe Inflation des vergangenen Jahres hatte die US-Notenbank Fed zu einem Kurswechsel und zahlreichen Leitzinserhöhungen bewogen, um der Teuerung wieder Einhalt zu gebieten. Mit der strafferen Geldpolitik geht jedoch auch die Sorge einher, die US-Wirtschaft könne in eine schwere Rezession abgleiten. Dimon meinte gegenüber dem Nachrichtenportal jedoch, dass eine weiche Landung weiterhin möglich sei, wollte sich allerdings nicht festlegen. Die Verbraucher in den USA würden sich jedoch noch immer recht stark präsentieren: "Die Verbraucher haben noch immer mehr Geld auf ihren Konten als noch vor COVID. Sie geben zehn Prozent [mehr] aus als letztes Jahr, 40 Prozent mehr als vor COVID und es sieht so aus, dass sie noch bis Ende des Jahres etwas Geld übrig haben […]", zitiert MarketsInsider aus dem Interview.

Eine abschliessende Prognose sei dies jedoch nicht, wie Dimon betont: "Eine milde Rezession ist möglich, eine härtere Rezession ist möglich. Ich denke, die Chancen stehen gut, dass die Inflation zwar sinkt, aber noch nicht ausreichend bis zum vierten Quartal - es ist möglich, dass die Fed noch mehr nachsteuern muss."

Doch selbst wenn die USA letztlich doch in eine härtere Rezession abgleiten sollte, würden Verbraucher noch immer gut dastehen: "Die Verbraucher sind in einer guten Verfassung. Aber ich sage Ihnen, das wird eines Tages enden. Aber selbst wenn wir in eine Rezession abgleiten, geht der Verbraucher in einer viel besseren Position in diese Rezession als noch 2008."

Redaktion finanzen.ch


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Bildquelle: Jemal Countess/Getty Images for Time,PromesaArtStudio / Shutterstock.com

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