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Numismatik als Anlage 17.11.2023 06:13:00

Inflationsabsicherung: Diese Schweizer Münzen könnten sich als Investment lohnen

Inflationsabsicherung: Diese Schweizer Münzen könnten sich als Investment lohnen

Das Sammeln von Münzen ist schon seit jeher eine beliebte Form der Vermögensaufbewahrung. Als Schutz gegen Inflation und als Möglichkeit der Wertaufbewahrung auf kleinstem Raum ist die Numismatik für viele Anleger ein Garant für Stabilität.

• Numismatik als beliebte Form der Vermögensaufbewahrung
• Krugerrand und Goldvreneli - die bekanntesten Sammlerstücke
• Krypto-Boom: Schweizer Gold wird digital

Der Trend zum Münzen sammeln hat sich in jüngster Vergangenheit wieder verstärkt. "Gründe dafür sind mitunter neben dem gestiegenen Wohlstand vor allem in Schwellenländern sicherlich auch die 'Flucht' der Sammler und Anleger in Realwerte aus Angst vor der Entwertung von Bar- und Buchgeld", sagte Michael Hardmeier vom Zürcher Auktionshauses Sincona gegenüber cash.ch.

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Eine interessante Entwicklung, auf die Hardmeier hinweist, ist die Etablierung von Numismatik-Fonds, die den Markt zuletzt zusätzlich beflügelten. Neben Münzen aus Grossbritannien und dem Römischen Reich erfuhren auch Schweizer Münzen eine deutliche Wertsteigerung.

Die weltweit beliebteste Anlagemünze ist allerdings der südafrikanische Krugerrand mit einem aktuellen Marktanteil von rund 30 Prozent laut der MDM Münzhandelsgesellschaft. Die Goldmünze ist in verschiedenen Grössen erhältlich und wurde zu Ehren des südafrikanischen Politikers Paul Kruger geprägt. Im Namen enthält sie zudem die Goldregion Witwatersrand. Auch die südafrikanische Währung Rand leitet sich von dieser ab.

Bekannteste Schweizer Münzen

Im Bezug auf die Schweizer Münzen gilt es auf eine Besonderheit hinzuweisen: Es wird zwischen Schweizer Franken und Kantonsmünzen unterschieden. Wenn von Kantonsmünzen gesprochen wird, handelt es sich um Münzen, die vor 1850 - also vor der Gründung der Eidgenossenschaft 1848 und der Herausgabe einer bundeseinheitlichen Währung - von den Schweizer Kantonen herausgegeben wurden. Die Schweiz als moderner Bundesstaat gibt den Schweizer Franken seit 1850 heraus.

Eine Kantonsmünze, die bezüglich ihres Wertes und ihrer Grösse heraussticht, ist eine Basler Goldmünze mit einem Prägewert von 30 Dukaten, datiert auf das Jahr 1700. Diese grösste Goldmünze der Schweiz wurde 2015 für 725'000 Franken versteigert.

Bei zahlreichen der wertvollsten Münzen handelt es sich auch um Fehlprägungen respektive um Schweizer Franken mit einem durch unterschiedliche Umstände bedingten Seltenheitswert. Dies sind vor allem 5-Franken-Stücke. Bei dem derzeit wertvollsten Stück handelt es sich um eine sehr seltene silberne 5-Franken-Münze aus dem Jahr 1886. Sie wurde aufgrund des schlechten Zustands des Münzprägestempels in nur sehr geringer Auflage geprägt, erhalten sind bis heute nur fünf Exemplare. Wie die Auktionatorin Marianne Rapp Ohmann gegenüber cash.ch äusserte, wird der Wert der Münze auf 500'000 Franken geschätzt.

Münzen mit Seltenheitswert sind auch die zwischen 1955 und 1959 geprägten 25- und 50-Fanken-Goldmünzen mit der Inschrift "IN ARMIS LIBERTAS ET PAX". Diese Münzen wurden von der Schweizerischen Notenbank allerdings unter Verschluss gehalten und kamen nie in Umlauf. Grund dafür war, dass die Pläne, eine Goldwährung einzuführen, damals aufgrund einer Kontroverse um die Inschrift auf Eis gelegt wurden, die übersetzt "Freiheit und Frieden durch Waffen" lautet. Bislang kam es nur zu einer Versteigerung von zwei Münzen aus dem Jahr 1959, sie erzielten 97'600 Schweizer Franken. Ein Grossteil der Münzen wurde in der Zwischenzeit eingeschmolzen.

Die bei den Eidgenossen beliebteste Münze bleibt das 20-Franken-Goldvreneli. Mit einer Gesamtauflage von rund 60 Millionen Exemplaren aus den Jahren 1897 bis 1949 wird die Nachfolgemünze der Helvetia Goldmünzen derzeit bei 341,50 Schweizer Franken gehandelt (Stand 13.11.2023).

Das Motiv der Münze wurde 1897 als Wettbewerb unter Künstlern und Gravurmeistern vom Bundesrat ausgeschrieben, da das Münzbild modernisiert werden sollte. Aber auch das Motiv des Wettbewerbssiegers musste noch mehrfach nach den Vorstellungen der Verantwortlichen überarbeitet werden, wie die deutsche Scheideanstalt berichtet. So kam es zu mehreren Probeprägungen. Einer davon ist die sogenannte "Stirnlocken Vreneli", die seinerzeit als nicht würdevoll und sogar anstössig empfunden wurde, da die Locke "dem Frauenzimmer ein frivoles Aussehen" gegeben habe. Solche Geschichten und geringe Auflagen erregen natürlich das Interesse von Sammlern. So wurde eine solche Münze etwa vor 5 Jahren von einem Sammler für 130'500 Franken plus Aufgeld ersteigert, wie cash.ch berichtet.

Sammlerobjekte und Fälschungen

Bei Münzen handelt es sich ähnlich wie bei anderen Sammlerobjekten um Liebhaberstücke, deren Wert sich aus Geschichten, Auflage, Marktsituation und zahlreichen anderen Faktoren zusammensetzt. Auch in der Numismatik ist daher Fachwissen, Geduld und ein Quäntchen Glück gefragt, um Münzen nach Expertenmeinung zu einem lohnenden Anlageobjekt zu machen. Wie in der Kunst häufen sich jedoch auch in der Münzwelt die Fälschungen, die über einschlägige Portale im Internet angeboten werden. Diese bewegen sich meist im mittleren Preissegment und würden ohne Echtheitszertifikate von Laien angeboten, sagte der Zürcher Auktionator Michael Hardmeier gegenüber cash.ch.

Phygital Asset Coin: Das Goldvreneli wird digital

Die traditionelle Goldmünze mit der Moderne zu verbinden versucht derzeit ein Ostschweizer Goldhändler, der das Urschweizer Vreneli in ein "Crypto Vreneli" verwandeln möchte. Diese neue Goldmünze soll die physische und die digitale Anlageklasse miteinander verbinden und somit einen unveränderlichen und einzigartigen Vermögenswert schaffen. Die Goldmünze enthält einen per App auslesbaren NFC-Chip und verknüpft mit der physischen Münze ein NFT (Non-Fungible Token). "Das Crypto Vreneli ist weltweit der erste Phygital Asset Coin, kurz PAC. Also die erste hybride Wertmünze und damit ein Pionierprojekt für Goldanleger und Sammler, die den herkömmlichen NFTs bereits einen Schritt voraus sein möchten. Der nächste evolutionäre Schritt: Die Fusion zweier Anlageklassen!", wird der Herausgeber des Coins und CEO des Goldhändlers philoro, Christian Brenner, in der Pressemitteilung zitiert.

Redaktion finanzen.ch


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