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Weltraum-Aktien 09.01.2022 16:58:00

Mit diesen Aktien und ETFs können Anleger auch ohne SpaceX-Listing am Weltraum-Hype teilhaben

Mit diesen Aktien und ETFs können Anleger auch ohne SpaceX-Listing am Weltraum-Hype teilhaben

Das berühmte Raumfahrtunternehmen SpaceX, von Tesla-CEO Elon Musk, zog in der Vergangenheit grosse Aufmerksamkeit auf sich. Viele Investoren warten oder hoffen auf einen Börsengang von SpaceX. Ob und wann das Unternehmen diesen Schritt tatsächlich wagen wird, ist jedoch ungewiss.

• Verbreitung neuer Weltraum-Aktien steigt mit zunehmender Beliebtheit von SPACs
• Auch altbekannte Unternehmen sind auf dem Gebiet aktiv
• Auch ohne SpaceX-Listing: Anleger können auf verschiedene Wege am Weltraum-Trend teilhaben

Neben SpaceX gibt es aber noch zahlreiche andere Weltraum-Aktien, von denen Anleger bereits jetzt profitieren können.

SPACs befeuern Trend

Wie Investor’s Business Daily berichtet, sei die Verbreitung neuer Weltraum-Aktien mit der zunehmenden Beliebtheit von Special Purpose Acquisition Companies (SPACs) gestiegen. Diese Unternehmenshüllen ermöglichen es Unternehmen, ohne eigentliches IPO an die Börse zu gehen - das Unternehmen fusioniert einfach mit einer bereits an der Börse gelisteten SPAC.

So sei Astra Space am 1. Juli über Holicity, Momentus über Stable Road Capital und Rocket Lab über Vector Acquisition an die Börse gegangen. Redwire Space sei mit Genesis Park fusioniert und habe im September den Sprung an die Börse gewagt, während das Satellitenbildunternehmen Planet Anfang Dezember via SPAC an die Börse gegangen sei. Daneben wagte auch das Schwesterunternehmen von Virgin Galactic, Virgin Orbit, den Sprung an die Börse via Fusion mit dem Mantelunternehmen NextGen Acquisition II (NGCA).

"Nach einer Welle jüngster Space de-SPACings konzentrieren sich die Anleger nun auf Ausführung, Rentabilität und Kapitalrendite", zitiert Investor’s Daily Business die Analysten von Morgan Stanley aus einer Mitteilung von Anfang Dezember. "Die Herausforderung für die Anleger besteht darin, die Weizen von der Spreu zu trennen und in der Identifizierung von Unternehmen, die nicht nur über anspruchsvolle Technologien, sondern auch über nachhaltige Geschäftsmodelle verfügen."

Neben den noch jungen, aufstrebenden Weltraumunternehmen, sind aber auch altbekannte Konzerne wie Boeing oder Lockheed Martin auf diesem Gebiet aktiv und arbeiten teils auch mit noch jüngeren Unternehmen zusammen, um gemeinsame Ziele zu realisieren.

Weltraum-ETFs

Eine Möglichkeit für Anleger, vom Hype von Weltraumaktien zu profitieren, sind ETFs. Hier gibt es laut Investor’s Business Daily zum Beispiel den Procure Space ETF, einen weltraumbezogenen Exchange Traded Fund, der im April 2019 aufgelegt wurde und Beteiligungen an Weltraumaktien wie Boeing, Maxar, Iridium Communications, Intelsat und Airbus enthält. Daneben hat auch Star-Investorin Cathie Woods Investmentvehikel ARK Invest Anfang 2021 einen ETF, mit Fokus auf Unternehmen, die mit der Raumfahrt in Verbindung stehen, auf den Markt gebracht - den ARK Space Exploration ETF. Dieser weltraumorientierten ETF hält unter anderem Werte wie Boeing und Amazon.

Boeing, Lockheed Martin & Co.

Daneben bietet der US-Flugzeugbauer Boeing, der an der Raumsonde Crew Space Transportation (CST)-100 Starliner arbeitet, die in Zusammenarbeit mit dem Commercial Crew Program der NASA entwickelt wird, Anlegern die Möglichkeit am Trend teilzuhaben. Boeings Raumsonde soll künftig Passagiere oder eine Mischung aus Besatzung und Fracht für Missionen in eine erdnahe Umlaufbahn bringen und für NASA-Servicemissionen auch Astronauten und zeitkritische wissenschaftliche Forschung zur Internationalen Raumstation und von dort aus zurück zur Erde befördern. Allerdings gab es bisher Probleme: Boeings Starliner ist schon zweimal bei Tests durchgefallen. Im Oktober verlegte die NASA Investor’s Business Daily zufolge Astronauten inmitten der Verzögerungen von einer Starliner-Mission zu einer SpaceX Crew Dragon-Mission. Im Mai 2022 soll laut t3n aber ein neuer Test starten.

Auch der US-amerikanische Rüstungs- und Technologiekonzern Lockheed Martin hat eine lange Geschichte als eine der Top-Weltraum-Aktien. Lockheed hat laut Investor’s Business Daily den Festtreibstoff-Start-Fluchtmotor und den Pitch-Steuerungsmotor für das Raumschiff Apollo 11 gebaut und entwickle aktuell die Weltraumsonde Orion für die SLS-Rakete, um Astronauten in den Weltraum zu bringen, einschliesslich in die Mondumlaufbahn. Daneben stelle das Unternehmen auch Satelliten und Raumsonden für die NASA her und baute in der jüngeren Vergangenheit Komponenten für den Mars Perseverance Rover und den Mars InSight Lander. Ausserdem stelle United Launch Alliance, ein Joint Venture von Lockheed und Boeing, Raketen her, die Startdienste anbieten. Bereits im Dezember 2020 kündigte Lockheed zudem an, den Triebwerkshersteller Aerojet Rocketdyne für geschätzte 4,4 Milliarden Dollar zu übernehmen, um die "Unterstützung kritischer US- und alliierter Sicherheitsmissionen" zu stärken und die "nationale Führungsrolle in der Weltraum- und Hyperschalltechnologie" zu behalten, erklärte Lockheed Martin-CEO James Taiclet. Wie Investor’s Business Daily berichtet seien die Triebwerke von Aerojet in der Apollo 11-Mission verwendet worden und auf dem Space Shuttle gewesen. Daneben liefere das Unternehmen auch die Triebwerke für die SLS-Rakete von Boeing, die Oberstufe der Vulcan-Rakete von ULA und die dritte Stufe der OmegA-Rakete von Northrop.

Ein weiteres Unternehmen, das für Anleger interessant sein könnte, ist Northrop Grumman. Der US-Hersteller von Rüstungstechnik für die Schiff-, Luft- und Raumfahrt sowie Informationstechnologie hat 2018 den Raketenhersteller Orbital ATK aufgekauft und damit seinen Rahmen als eine der führenden Weltraum-Aktien erweitert. Das Unternehmen arbeite laut Investor‘s Business Daily an der Schwergutrakete OmegA und habe 2020 Finanzmittel der Air Force erhalten, um die Abhängigkeit der USA von russischen Triebwerken zu beenden. Daneben stellt Northrop Satelliten her und entwickelte das James-Webb Space Telescope für die NASA - das seine Reise am 25. Dezember 2021 startete.

Wie Investor‘s Business Daily berichtet, hinterlassen aber auch kleinere Weltraumaktien ihre Spuren im neuen Rennen. So soll das US-Unternehmen Maxar, das im Bereich der Herstellung von Satelliten tätig ist, die vorrangig der Erdbeobachtung dienen, und im Procure Space ETF enthalten ist, die ersten Komponenten der NASA-Raumstation Lunar Gateway bauen.

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Virgin Galactic, Blue Origin und SpaceX

2019 startete Richard Bransons Virgin Galactic via SPAC mit der Unternehmenshülle Social Capital Hedosophia als erstes kommerzielles Weltraumtourismus-Unternehmen an der Börse und bietet seither Anlegern die Möglichkeit am Weltraum-Trend zu partizipieren. Im vergangenen Juli führte das Unternehmen seinen ersten Flug mit voller Besatzung durch. Damit gelang Branson ein PR-Coup gegen Amazon-Gründer Jeff Bezos, der in den Wochen zuvor seinen Flug ins Weltall am 20. Juli gross beworben hatte - Branson kam Bezos somit neun Tage zuvor. Aber nicht nur deshalb, auch für den Start des kommerziellen Dienstes im Jahr 2022 sei der Flug von grosser Bedeutung gewesen, so Investor‘s Business Daily. Mitte Oktober gab das Unternehmen bekannt, dass die kommerziellen Flüge voraussichtlich im vierten Quartal 2022 beginnen werden. Neben dem Weltraumtourismus habe die Wall Street ausserdem das Potenzial von Virgin Galactic für interkontinentale Hyperschallreisen erkannt. So hat Virgin Galactic Im August 2020 eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Triebwerksantriebstechnologie für Mach-3-Verkehrsflugzeuge mit Rolls-Royce unterzeichnet. Daneben schloss Virgin Galactic im vergangenen Sommer ein Space-Act-Abkommen mit der NASA, das die Entwicklungen in Sachen Weltraumtourismus vorantreiben soll.

Derweil entwickelt das Raumfahrtunternehmen des ehemaligen Amazon-CEOs Jeff Bezos, Blue Origin, die Raketen "New Glenn" und "New Shepard" sowie wiederverwendbare Raketenantriebe und den Mondlander "Blue Moon". Neben dem Transport von Nutzlasten plant Blue Origin, wie auch Virgin Galactic, Touristen ins All zu bringen und entwickelt daneben eine eigene Konstellation von Satelliten für Internetdienste. Am 20. Juli 2021 startete Jeff Bezos seinen Kurz-Ausflug ins Weltall. An Bord des Raumschiffes "New Shepard" waren neben Bezos selbst sein Bruder, eine 82 Jahre alte frühere US-Pilotin und ein 18-jähriger Niederländer, der den Flug geschenkt bekommen hatte. Im Oktober nahm Bezos dann den 90 Jahre alten kanadischen "Star Trek"-Schauspieler William Shatner mit auf den zweiten bemannten Flug der Kapsel "New Shepard". Damit ist Shatner der älteste jemals ins All gereiste Mensch. Wie Invstor’s Business Daily berichtet, gab Blue Origin bekannt, dass es fast 100 Millionen US-Dollar an kommerziellen Verkäufen für Flüge mit seiner Rakete erhalten habe. Bezos habe gesagt, er sei sich nicht sicher, wie viele Flüge im Jahr 2022 stattfinden würden, aber die "Nachfrage ist sehr, sehr hoch". Allerdings können Anleger auch von Blue Origins Erfolgen noch nicht mit profitieren, da das Unternehmen den Sprung aufs Börsenparkett bislang noch nicht gewagt hat.

Wie bereits zu Beginn erwähnt, zählt auch Elon Musks SpaceX zu den beliebtesten Weltraumunternehmen. Die Hoffnungen der Investoren haben es laut Investor’s Daily Business zu einem der wertvollsten Prä-IPO-Unternehmen der Welt gemacht. Die Bewertung von SpaceX hat laut einem CNBC-Bericht im Oktober, nach einem Insider-Aktienverkauf, 100 Milliarden Dollar erreicht. Bisher gibt es jedoch noch keine konkreten Pläne für einen Börsengang von SpaceX. Berichten zufolge könnte aber ein Börsengang des Starlink-Satellitengeschäfts in den nächsten Jahren in Arbeit sein. SpaceX hat bereits weit über 1'000 Starlink-Satelliten für die Bereitstellung weltraumbasierter Breitbandverbindungen ins Weltall geschickt und Betatests gestartet. Wie im Sommer 2021 bekannt wurde, hofft Visionär Elon Musk auf rund 500.000 Starlink-Nutzer bis Mitte 2022.

Des Weiteren transportiert die "Falcon 9"-Rakete von SpaceX sowohl Menschen als auch Nutzlasten, während SpaceX mit der "Falcon Heavy" die stärkste einsatzfähige Rakete der Welt stellt. Daneben kann SpaceX‘ Raumsonde "Dragon" "bis zu 7 Passagiere in und aus der Erdumlaufbahn und darüber hinaus befördern. Es ist das einzige derzeit fliegende Raumschiff, das in der Lage ist, erhebliche Mengen an Fracht zur Erde zurückzubringen, und ist das erste private Raumschiff, das Menschen zur Raumstation bringt.", so SpaceX auf seiner Website. Mit einer dieser Crew-Dragon-Raumkapseln schickte Tesla-Chef Elon Musk bereits die ersten Weltraumtouristen ins All. Die "Inspiration 4" startete im September mit dem Gründer und Geschäftsführer des Finanzdienstleisters Shift4 Payments, Jared Isaacman, und drei Begleitern zu einem dreitägigen Trip ins Weltall - während die Konkurrenz, in Form von Virgin Galactic und Blue Origin, den Weltraumtouristen bisher nur ein kurzes Vergnügen mit dem Eintauchen in die Schwerelosigkeit boten. Mit der "Inspiration 4" startete die erste bemannte Mission ohne professionelle Astronauten, die weit über die Grenze zum Weltraum hinaus ging. Daneben entwickelt SpaceX das Starship für Weltraummissionen und den Weltraumtourismus. Im April vergangenen Jahres gewährte die NASA SpaceX 2,9 Milliarden US-Dollar, um das Starship weiterzuentwickeln, um Astronauten zurück auf den Mond zu bringen. Im Mai 2021 gelang SpaceX dann nach mehreren Misserfolgen die erste erfolgreiche Landung eines Starship-Prototypen.

Es bieten sich also, trotz der grossen Bekanntheit und Begeisterung für die drei grossen Raumfahrtunternehmen SpaceX, Blue Origin und Virgin Galactic, zahlreiche andere Möglichkeiten für Anleger, um vom Weltraum-Trend zu profitieren. Einige Investoren warten und hoffen aber bestimmt dennoch weiter darauf, dass SpaceX und Blue Origin irgendwann den Sprung aufs Börsenparkett wagen.

Redaktion finanzen.ch

Dieser Text dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schliesst jegliche Regressansprüche aus.


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