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Erfolgreiche Karriere 18.03.2024 06:25:00

Beförderungen: Wie schnell muss man im Job aufsteigen?

Beförderungen: Wie schnell muss man im Job aufsteigen?

Viele träumen nach ihrem Berufseinstieg von einem schnellen Aufstieg und einer steilen Karriere. Im Job festzustecken, während andere weiter die Leiter nach oben klettern, ist dabei das Schlimmste, was passieren kann. Doch wie schnell muss man wirklich im Job aufsteigen?

Beruflicher Aufstieg ist nicht mehr so starr wie früher

Bei manchen kann es in der Karriere ganz schnell gehen. Kurz nach dem Berufseinstieg bekommen sie schon die erste kleinere Führungsverantwortung, dann die erste Abteilung und schon bald haben sie eine leitende Position auf Ebene der Geschäftsführung inne. Kolleginnen und Kollegen, bei denen es nicht so zügig geht, setzen sie damit gehörig unter Druck. Früher war mit einer erfolgreichen Karriere laut Simone Kauffeld, Professorin für Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie an der TU Braunschweig, ein solch steiler Aufstieg verbunden. "In grösseren Unternehmen sollte man demnach bis spätestens Mitte 30 die erste Ebene erreicht haben", erklärt sie gegenüber dem Handelsblatt. Heute habe sich dies geändert. Auch mit 50 Jahren könne man noch Gruppenleiter werden. Der Grund dafür sei der Wegfall von Hierarchien. Wie Thomas Rigotti von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ebenfalls gegenüber dem Handelsblatt preisgibt, ist die geradlinige Aufwärtskarriere heute nicht mehr so üblich. "Aber natürlich gibt es Laufbahnen, da ist irgendwann die Tür zu", fügt er hinzu. Wie schnell man also die Karriereleiter nach oben klettern muss, hängt davon ab, wo man arbeitet und was man eigentlich möchte. Die Präferenzen verschieben sich heutzutage beispielsweise immer mehr in Richtung Familie und Freizeit. Die klassische Managerlaufbahn streben nicht mehr so viele an, und müssen es auch gar nicht. Kauffeld zufolge existieren Experten-, Projekt- oder in Grossunternehmen sogar Gremienkarrieren, die ebenfalls sehr gut vergütet werden. "In diesem System kann man einige Jahre eine Führungsrolle gehabt haben und dann wieder einige Jahre nicht, weil andere Dinge Priorität haben", ergänzt sie.

Aufstiegsambitionen sollten einen nicht verbissen und unzufrieden machen

Obwohl mit den modernen Karrieremöglichkeiten der Druck, einen starren Aufstieg zu verfolgen, ein Stück weit genommen wird, sind laut Rigotti etliche Arbeitnehmer trotzdem unzufrieden mit dem Erreichten: "Das Mantra des ständigen Wachstums ist nicht mehr einzuhalten. Das macht uns aber nicht glücklicher, weil wir darauf gepolt sind, immer einen Zuwachs im Blick zu haben." Selbst in guten Situationen würden Menschen dazu neigen, immer mehr zu wollen und sich mit anderen zu vergleichen. Gesünder sei nach Kauffeld ein sogenannter "intraindividueller Vergleich". Hierbei gehe es darum, sich zu reflektieren. Gemäss dem Handelsblatt sollte man sich fragen, was man erreicht habe und wie man sich für die Erfüllung weiterer Ziele anpassen könnte. Statt andere als Konkurrenten zu sehen, ist es denkbar, sie als eine Art Inspiration wahrzunehmen, um von ihnen das Nötige für den nächsten Aufstieg zu lernen. Kauffeld rät allerdings, neben den beruflichen Ambitionen auch immer im Sinn zu behalten, was einen glücklich macht. "Für manche ist es wichtiger und erfüllender, das Erreichte zu schätzen, sich durch die Übernahme neuer Aufgaben horizontal weiterzuentwickeln, sich gesellschaftlich zu engagieren oder privat einem spannenden Hobby nachzugehen."

Ratschläge für eine erfolgreiche Beförderung

Wer im Beruf aufsteigen möchte, der sollte laut der Karriereberaterin Doris Brenner zu Beginn zeigen, "dass man auch umsetzen kann, was man an der Hochschule gelernt hat". Hierbei sollte der- oder diejenige aber die nötige Gelassenheit mitbringen. "Es dauert einfach, bis das eigene Handeln Wirkung zeigt und man erste Erfolge vorweisen kann", erklärt sie gegenüber der Zeit. Nach ihren Angaben sei es eine gute Orientierungsgrösse, innerhalb von drei Jahren einen Aufstieg anzustreben. Wer sich wohlfühle und immer noch etwas in der Position lernen würde, könne sich natürlich auch mehr Zeit nehmen. Laut der Website Karrierebibel sind es ausserdem einige, bestimmte Tugenden, die förderlich für eine Beförderung sind. So sollte man unbedingt Eigeninitiative zeigen und signalisieren, dass man mehr Verantwortung übernehmen möchte. Eine gewisse Präsenz und Bereitschaft zu helfen können den nötigen Ausschlag für eine Beförderung bringen. Wer immer nur abwarte, könnte schnell leer ausgehen, da Beförderungen nicht von allein kommen würden. Wenn man schliesslich mehr Verantwortung erhalte, sollte man eine zuverlässige Stütze für den Vorgesetzten sein und auch für Fehler geradestehen. Auffallen sollte man jedoch weiterhin mit sehr guten Leistungen, Kreativität und dem anhaltenden Willen, sich weiterentwickeln zu wollen. Dinge wie Teamfähigkeit, Organisation und Flexibilität sind dabei natürlich ebenfalls grundlegende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere.

Nicolas Flohr / Redaktion finanzen.ch

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