Marktkorrektur 2021: Stratege der Saxo Bank warnt vor Parallelen zum Jahr 2000 | 07.03.21 | finanzen.ch
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Im Millennium-Stil 07.03.2021 15:09:00

Marktkorrektur 2021: Stratege der Saxo Bank warnt vor Parallelen zum Jahr 2000

Trotz des gewaltigen Corona-Crashs im Frühjahr erwies sich das Jahr 2020 als durchaus gutes Jahr für Aktien: Gerade zum Jahresende markierten viele Indizes noch einmal neue Allzeithochs und sorgten so für einen äusserst versöhnlichen Jahresausklang. Doch 2021 könnte es ungemütlich werden, warnen Experten.

• Stratege der Saxo Bank zieht Vergleich zu Börsenentwicklung in Jahren 1999 und 2000
• Warnung vor "grausamer Korrektur"
• Auch andere sehen Blase, die vor dem Platzen steht

Das neue Börsenjahr 2021 begann zunächst, wie das alte geendet hatte: In der ersten Januarwoche hagelte es neue Rekorde für Dow Jones, S&P 500, DAX und weitere Indizes. Doch ein Stratege der Saxo Bank warnt eindringlich davor, dass es nicht ewig so weitergehen kann. Zwar sei das vergangene Jahr, das an der Börse von einem rekordschnellen Kursrutsch und einem - durch Stimuli von Regierungen und Notenbanken ermöglichten - unglaublichen Comeback geprägt war, letztlich "unter dem Strich eines der besten Jahre überhaupt für die globalen Aktienmärkte" gewesen, allerdings auch ein "beispielloses Jahr", schrieb John Hardy, Leiter der FX Strategie bei der Saxo Bank, Ende Dezember in einem Marktausblick. Eine ähnliche Entwicklung dürfte sich so schnell also wohl nicht wiederholen.

Experte sieht Parallelen zu Jahrtausendwende und warnt vor Korrektur

Doch obwohl der Experte in Bezug auf 2020 von einem "noch nie dagewesenen Jahr für Kapitalanlagen" spricht, fühlt er sich beim Blick auf die Börsenkurse dennoch stark an einen anderen Zeitraum aus der Vergangenheit erinnert: die Jahrtausendwende. Als entscheidende Gemeinsamkeit zwischen den Jahren 1999 und 2020 stellt Hardy heraus, dass der S&P 500, der den US-Gesamtmarkt abbildet, auch damals zum Jahresende neue Allzeithochs markiert hatte. Auch 2020 schaffte es der US-Index im Silvesterhandel noch einmal auf einen neuen Rekordstand - und das sollte für Anleger eine Warnung sein, glaubt der Experte. "Markthistoriker, die auf ein anderes unglaubliches Jahr - 1999 - zurückschauen, in dem der S&P 500 das Jahr auf einem neuen Allzeithoch beendet hat, werden sich daran erinnern, dass die ersten paar Tage des Jahres 2000 eine grausame Korrektur mit sich brachten", so Hardy.

In den ersten Tagen des aktuellen Jahres blieb ein grösserer Rücksetzer an den Börsen zwar noch aus, das heisst jedoch nicht zwingend, das Hardy mit seiner Warnung falsch liegt. Er selbst gibt in seinem Marktausblick zu bedenken, dass die Zeiten zur Jahrtausendwende anders waren und der Markt von anderen Faktoren geprägt wurde - jedoch bräuchten die Investoren aktuell seiner Meinung nach "eine Erinnerung daran, dass man selbst in grossen Phasen des Bullenmarktes signifikante Rücksetzer sehen kann". Das böse Erwachen könnte also noch folgen.

Weiterer Experte erwartet Platzen der Aktienblase

Mit seiner Einschätzung, dass es am Aktienmarkt bald steil bergab gehen könnte, steht der Stratege der Saxo Bank nicht alleine da. Auch andere Experten sprechen von einer Blase am Aktienmarkt, die demnächst platzen dürfte. So bekräftigte etwa der britische Investor Jeremy Grantham Anfang Januar in einem Artikel auf der Webseite seiner Investmentgesellschaft GMO zum wiederholten Male seine Einschätzung, dass sich der Aktienmarkt in einer "voll-entwickelten, epischen Blase" befinde und ein Absturz unvermeidbar sei. Grantham bezeichnete die aktuelle Situation an den Märkten dabei als "eine der grossen Blasen der Finanzgeschichte" und zog ebenfalls den Vergleich zum Jahr 2000. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir uns auf dem US-Markt in einem grossen Blasen-Ereignis befinden von der Art, wie wir es typischerweise nur alle paar Jahrzehnte erleben, zuletzt in den späten 1990ern", schrieb Grantham und ergänzte: "Es wird sehr wahrscheinlich schlecht enden". Wann es seiner Meinung nach zu der fälligen Marktkorrektur kommen dürfte, verriet der Investor jedoch nicht. "Diese Blase wird zu gegebener Zeit platzen, egal wie sehr die Fed versucht, sie zu erhalten", zeigte sich Grantham jedoch sicher.

Redaktion finanzen.ch

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