Bevor Anleger Maßnahmen zum Schutz ihres investierten Geldes ergreifen, ist es wichtig, die Inflation und ihre Folgen zu verstehen. Unter Inflation ist eine anhaltende Preissteigerung und ein damit verbundener Kaufkraftschwund, welcher mit einer zusätzlichen Geldentwertung einhergeht, zu verstehen. Eine Inflation entsteht dann, wenn die Geldmenge gegenüber dem realen Angebot an Handelswaren überproportional wächst. Die Folge einer Inflation sind steigende Preise für Konsum- und Investitionsgüter.
Durch die gesteigerte Geldmenge im Umlauf findet eine langsame aber stetige Geldentwertung statt. Das ist vor allem für Unternehmen von Vorteil, die die steigenden Preise an ihre Kunden weiterreichen können – für sie bringt die Inflation höhere Umsätze und Gewinne. Für Anleger bieten sich mit ausgewählten Aktien also Chancen bei moderat steigenden Inflationsraten. Steigt die Inflation besonders schnell an, bieten Aktien neben Gold und Immobilien immerhin die Möglichkeit, das Vermögen zu bewahren. Mit dem Tracker-Zertifikat auf Global Inflation Protection Basket* partizipieren Anleger an der Entwicklung besonders inflationsresistenter Unternehmen.
Für Sie als Verbraucher hat die Inflation negative Folgen, denn durch diese können Sie für die gleiche Summe Geld weniger konsumieren. Wenn Sie beispielsweise früher für Ihr Eis einen Franken bezahlt haben und die Kugel heutzutage zwei Franken kostet, dann hat der Schweizer Franken die Hälfte seiner Kaufkraft verloren. Daher kommen auch die parallel verwendeten Begriffe Geldentwertung oder Kaufkraftminderung. Häufig entsteht im Rahmen der Inflation vor allem eine subjektive Wahrnehmung dafür, dass etwas teurer geworden ist. Dies nennt man „gefühlte Inflation“. Welche Produkte oder Leistungen das genau umfasst und in welchem Rahmen die prozentuelle Steigung stattgefunden hat, dafür fehlt aber manchmal der Überblick.
Inflation tritt nicht selten allein auf. Wenn die Inflation ansteigt und auf eine hohe Arbeitslosenquote trifft – also mit einer wirtschaftlichen Stagnation einhergeht – ist die Rede von einer Stagflation.
Falls die Wirtschaft nicht nur stagniert, sondern sich die wirtschaftliche Lage in einem Land verschlechtert, wird dies übrigens Rezession genannt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) geht deutlich zurück. Wenn das BIP in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen unter den Vorjahreswerten liegt, spricht man von einer Rezession. In Zeiten der Rezession versucht die Regierung, die Bevölkerung wieder zum Konsum anzuregen. Für Sie bedeutet das, dass es Steuersenkungen gibt.