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ETF einfach gemacht

ETF-Sparplan: So richtest du deinen Sparplan Schritt für Schritt ein

Du hast ein Depot eröffnet und deinen ersten Welt-ETF ausgewählt – jetzt geht es darum, den Sparplan einzurichten, der wirklich Vermögen aufbaut. Ein ETF-Sparplan ist keine einmalige Entscheidung, sondern eine Methode: Du legst einmal fest, wie viel du monatlich investieren möchtest, und dann arbeitet dein Geld automatisch für dich. Wie du deinen Sparplan optimal einrichtest, welche Sparrate passt und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest – darum geht es in diesem Artikel.

Jeden Monat Geld anlegen, ohne sich gross über das Investment Gedanken machen zu müssen – das klingt zu gut, um wahr zu sein. Es ist aber wahr. Allein 2025 wurden in der Schweiz und Kontinentaleuropa mehr als 15 Millionen ETF-Sparpläne monatlich ausgeführt. Nicht von Finanzexperten sondern von leidenschaftlichen Privatanlegern. Ein ETF-Sparplan ist das einfachste Werkzeug, das die Geldanlage kennt: einmal einrichten, automatisch laufen lassen, fertig. Wie das konkret funktioniert – Schritt für Schritt – zeigen wir dir in diesem Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

Keine Zeit für den ganzen Artikel? Hier sind die Kernpunkte für deinen Start:

  • Vollautomatisch investieren: Ein ETF-Sparplan investiert automatisch einen festen Betrag in regelmässigen Abständen – du musst nach der Einrichtung nichts mehr tun.
  • Schon ab 25 CHF: Bei den meisten Neobrokern kannst du einen kostenlosen Sparplan bereits ab 25 CHF (teils sogar noch weniger) im Monat einrichten.
  • Cost-Average-Effekt: Bei niedrigen Kursen kaufst du automatisch mehr Anteile – in Erwartung langfristig steigender Märkte ist das dein Renditekick.
  • Volle Flexibilität: Du kannst deinen Sparplan jederzeit pausieren, erhöhen oder senken – ohne deine bereits gekauften Anteile anrühren zu müssen.
  • Häufigste Fehler vermeiden: Bei Kursrückgängen aussteigen. Wer langfristig dabeibleibt, hat historisch betrachtet immer profitiert.

 

Was ist ein ETF-Sparplan – und wie unterscheidet er sich vom Einmalkauf?

Ein ETF-Sparplan hilft dir automatisiert, regelmässig in einen ETF zu investieren. Das Prinzip ist denkbar einfach: Du legst einmalig fest, wie viel Geld du jeden Monat anlegen möchtest – zum Beispiel 50 oder 100 CHF – und an welchem Tag dein Broker die Order ausführen soll. Ab dann läuft alles von alleine. Dein Broker kauft automatisch ETF-Anteile für dich und bucht den Betrag direkt von deinem Verrechnungskonto ab. Du musst dich um nichts mehr kümmern, keinen Kurs beobachten und keine Entscheidung treffen.

Das ist auch der grösste Vorteil gegenüber einem Einmalkauf: Du musst nicht darauf warten, dass der „richtige Moment» kommt – denn den gibt es in der Praxis ohnehin nicht. Stattdessen investierst du Monat für Monat, egal ob die Börse gerade steigt oder fällt. Gerade für Einsteiger ist das eine enorme Erleichterung. Du brauchst kein tiefes Vorwissen, kein hohes Startkapital und keine Zeit für tägliche Marktbeobachtung. Einmal eingerichtet, arbeitet dein Geld für dich und der Zinseszinseffekt entfaltet seine Kraft.

Für die meisten Einsteiger empfiehlt sich eine Kombination ETF-Sparplan und Einmalanlage: Wer bereits Ersparnisse hat, legt sie als Einmalanlage an und eröffnet einen zusätzlichen Sparplan, um regelmässig Geld zurück zu legen. Die folgende Tabelle zeigt dir die Unterschiede zwischen einem ETF-Sparplan und einer Einmalanlage.

KriteriumETF-SparplanEinmalanlage
StartkapitalNicht nötig – ab 1 CHF monatlich möglichEinmalige Summe erforderlich
EinstiegszeitpunktEinmal festlegen – dann automatischMuss selbst gewählt werden
Rendite (statistisch)Leicht geringer bei steigendem MarktLeicht höher (Geld arbeitet sofort)
Psychologischer VorteilHoch – kein Timing-StressGering – Angst vor falschem Einstiegszeitpunkt
Eignet sich fürErstes Investment, EinsteigerGrössere Einmalsummen (Erbe, Bonus)

Was ist der Cost-Average-Effekt?

Der Cost-Average-Effekt – auf Deutsch: Durchschnittskosteneffekt – beschreibt, was passiert, wenn du jeden Monat denselben Betrag investierst. Stehen die Kurse hoch – also der Anteilswert deines ETFs verteuert sich – kaufst du für deine festgelegte Sparrate weniger Anteile. Stehen die Kurse hingegen tief, kaufst du mehr Anteile für denselben Betrag. Über die Zeit glättet sich dadurch dein durchschnittlicher Einstiegspreis. Das hilft vor allem in Marktphasen, in denen die Kurse fallen: Dein Sparplan kauft dann automatisch mehr Anteile nach – ohne dass du eine aktive Entscheidung treffen musst. Das folgende einfache Beispiel veranschaulicht, wie sich der durchschnittliche Einstiegspreis bildet.

MonatKurs je AnteilSparrateGekaufte Anteile
Januar100 CHF100 CHF1,00
Februar80 CHF100 CHF1,25
März60 CHF100 CHF1,67
April80 CHF100 CHF1,25
GesamtØ 80 CHF400 CHF5,17 Anteile

Im Durchschnitt hast du mit deinem ETF-Sparplan auf Sicht von vier Monaten also 5,17 Anteile des ETFs zu einem Kurs von 80 CHF gekauft. Interessant wird es nun beim direkten Vergleich mit einem Einmalinvestment. Hättest du zum selben Zeitpunkt im Januar die Summe von 400 CHF zu 100 CHF je Anteil investiert, hättest du nur vier Anteile erhalten. Dank des Sparplans sind es 5,17 Anteile – weil du in schwächeren Monaten, in denen die Börse und damit die Kurse gefallen sind, mehr gekauft hast. Wissenschaftlich wird der Effekt manchmal überbewertet, aber sein wahrer Wert liegt in der Psychologie: Er hilft dir, auch in fallenden Märkten ruhig und diszipliniert investiert zu bleiben.

💡 Gut zu wissen

Cost-Average-Effekt: Der Durchschnittskosteneffekt ist kein Renditegarant. Sein grösster Wert liegt darin, dass du keine Timing-Entscheidungen mehr treffen musst. Du investierst automatisch – egal ob die Kurse gerade hoch oder niedrig stehen. Du brauchst mehr Infos? Klicke direkt auf unseren Ratgeber-Artikel zum Cost-Average-Effekt.

Wie richtest du deinen ETF-Sparplan ein?

Für die Einrichtung eines Sparplans benötigst du ein Wertschriftendepot – das du idealerweise schon eröffnet hast. Falls nicht, erklärt unser Ratgeber ETFs kaufen Schritt für Schritt, wie du ein kostenloses Online-Depot in unter 15 Minuten eröffnest. Hast du dein Depot, läuft die Sparplan-Einrichtung in vier überschaubaren Schritten ab:

Checkliste: ETF-Sparplan einrichten

  • Depot vorhanden? Falls nicht: kostenloses Online-Depot in 15 Minuten eröffnen.
  • ETF auf Sparplanfähigkeit prüfen: In der Broker-Suche nach „sparplanfähig» filtern.
  • Sparrate festlegen: Lieber klein starten (25–50 Franken) als gar nicht.
  • Ausführungstermin wählen: Kurz nach dem Gehaltseingang – z. B. der 1. oder 15. des Monats.

Schritt 1: Den richtigen ETF für den Sparplan auswählen

Nicht jeder ETF ist bei jedem Broker sparplanfähig. Bevor du einen ETF auswählst, prüfe in der Suchmaske deines Brokers, ob er als „sparplanfähig» gekennzeichnet ist. Die meisten grossen Welt-ETFs auf den MSCI World, MSCI ACWI oder FTSE All-World sind bei den gängigen Neobrokern und Direktbanken ohne Probleme sparplanfähig.

Welchen ETF du konkret wählen solltest – mit Blick auf Gesamtkostenquote (TER), Fondsvolumen und Replikationsmethode – erklärt unser Artikel ETFs kaufen ausführlich. Als Erinnerung: Eine TER unter 0,25 Prozent und ein Fondsvolumen mehr als 100 Millionen CHF sind die zwei wichtigsten Auswahlkriterien für deinen ersten ETF.

Schritt 2: Die Sparrate festlegen

Es gibt keine Mindest-Sparrate, die „richtig» ist. Entscheidend ist, dass du einen Betrag wählst, den du langfristig durchhalten kannst – ohne ihn monatlich zu vermissen oder zurückbuchen zu müssen. Denn nichts ist ärgerlicher, als den ETF nach vorzeitig wieder verkaufen zu müssen. So löst du ein Steuerevent aus und musst auf deine Erträge Abgeltungssteuer zahlen. Die meisten Broker starten Sparpläne bereits ab 1 CHF, ein praktischer Einstieg liegt oft bei 25 bis 50 CHF im Monat.

Als Orientierung hilft die 50-30-20-Regel: 50 Prozent deines Nettoeinkommens für Fixkosten (Miete, Lebensmittel, Versicherungen), 30 Prozent für Freizeit und persönliche Ausgaben, 20 Prozent fürs Sparen und Investieren. Bei 2.500 CHF Nettoeinkommen wären das 500 CHF pro Monat für den Vermögensaufbau – wobei ein Teil davon natürlich auch als Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto verbleiben sollte.

Die Rechenbeispiele zeigen, was schon kleine Summen über die Zeit leisten können:

Monatliche SparrateNach 10 JahrenNach 20 JahrenNach 30 Jahren
50 CHFca. 8.700 CHFca. 26.200 CHFca. 61.400 CHF
100 CHFca. 17.400 CHFca. 52.400 CHFca. 122.700 CHF
200 CHFca. 34.800 CHFca. 104.800 CHFca. 245.700 CHF

Quelle: finanzen.net; Steuern und Gebühren wurden nicht berücksichtigt, Annahme: 7 % Rendite p.a. (historischer Durchschnittswert MSCI World). Keine Garantie für künftige Entwicklungen. Steuern und Inflation nicht berücksichtigt.

💡 Gut zu wissen

Perfekte Sparrate: Fange lieber mit einer geringeren Rate von 50 CHF oder 100 CHF an – erhöhen kannst du sie immer noch. Wie viel Vermögen du bereits mit kleinen Beträgen erreichen kannst, ist beeindruckend. Visualisiere dir selbst, was möglich ist mit unserem ETF-Sparplanrechner.

Schritt 3: Sparintervall und Ausführungstermin wählen

Die meisten Anleger wählen einen monatlichen Sparplan – das klassische Intervall, das sich am besten mit einem Gehaltseingang kombinieren lässt. Viele Broker bieten auch quartalsweise Sparpläne an. Das kann sinnvoll sein, wenn dein gewählter Broker Gebühren pro Ausführung berechnet: Statt zwölf Mal 1,50 CHF Gebühr pro Jahr zahlst du nur vier Mal.

Beim Ausführungstermin empfiehlt sich ein Datum kurz nach dem Gehaltseingang – also der 1. oder 15. des Monats. Das hat einen psychologischen Vorteil: Das Geld ist sofort „weg» und steht nicht für Spontankäufe zur Verfügung. Egal welches Datum du wählst: Über einen langen Anlagezeitraum von 15 oder 20 Jahren macht der genaue Ausführungstag kaum einen messbaren Unterschied für deine Rendite.

Schritt 4: Sparplan aktivieren

Nach der Eingabe deiner Parameter – ETF, Sparrate, Intervall, Termin – bestätigst du den Sparplan per TAN oder App-Freigabe. Der Broker bucht ab dem nächsten Ausführungstermin automatisch ab und kauft die Anteile. Du brauchst keinen separaten Dauerauftrag bei deiner Hausbank einzurichten.

Kann ich meinen ETF-Sparplan jederzeit ändern oder pausieren?

Ja – und das ist einer der grössten Vorteile gegenüber klassischen Spar- und Vorsorgeformen. Ein ETF-Sparplan ist kein Vertrag mit Mindestlaufzeit oder Kündigungsfristen. Du kannst die Sparrate jederzeit erhöhen oder senken, den Sparplan vorübergehend pausieren oder ihn ganz beenden. All das geht in der Regel mit einem Klick in der App deines Brokers.

Besonders wichtig ist die Pause-Funktion in unvorhergesehenen Situationen – zum Beispiel wenn eine grössere Notfallausgabe anfällt oder das Einkommen vorübergehend sinkt. Besser pausieren als verkaufen: Wenn du den Sparplan anhältst, bleiben deine bereits gekauften Anteile unangetastet im Depot. Sie arbeiten weiter für dich – ohne dass du monatlich einzahlen musst

Auch eine Dynamik-Option bieten viele Broker an: Du kannst einstellen, dass deine Sparrate jährlich automatisch um einen festen Prozentsatz steigt – zum Beispiel um fünf Prozent. So wächst dein Vermögensaufbau parallel zu deinem Einkommen, ohne dass du jedes Jahr manuell eingreifen musst. Auf diese Weise kannst du die Inflation ausgleichen. Bei fünf Prozent Dynamisierung der Sparrate liegst du derzeit 4,5 Prozentpunkte über der Schweizer Inflationsrate von knapp 0,6 Prozent. (Stand 05/2026)

Für welche Ziele eignet sich ein ETF-Sparplan besonders?

Kann ich mit einem ETF-Sparplan für die Rente sparen?

Ein ETF-Sparplan ist einer der effektivsten Bausteine für die private Altersvorsorge – vor allem wegen der niedrigen Kosten und der langen Anlagehorizonte, über die der Zinseszinseffekt seine volle Wirkung entfalten kann. Wer mit 30 Jahren beginnt und bis 67 (übliches Renteneintrittsalter) spart, hat fast vier Jahrzehnte Zeit. Das gleicht auch schwierige Börsenphasen aus

Kann ich einen ETF-Sparplan für mein Kind einrichten?

Ja – und das ist eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten der Kindervorsorge. Ein Junior-Depot, das du im Namen deines Kindes eröffnest, läuft über Jahrzehnte und profitiert maximal vom Zinseszinseffekt. Schon 50 CHF monatlich ab der Geburt ergeben bei 7 Prozent Rendite bis zum 18. Geburtstag rund 20.000 bis 25.000 CHF. Wie du ein Kinderdepot einrichtest und was es zu beachten gibt, erklärt unser gesonderter Ratgeber zu diesem Thema.

Welche Fehler solltest du bei einem ETF-Sparplan vermeiden?

  • In Kursschwächen aussteigen: Der häufigste und teuerste Fehler. Wer bei fallenden Kursen verkauft, realisiert garantiert einen Verlust und verpasst die anschliessende Erholung. Historisch gesehen hat jeder Crash eine Erholung gehabt – wer investiert blieb, hat davon profitiert. Marktschwankungen sind kein Verkaufsgrund, sondern der Preis der langfristig höheren Rendite gegenüber dem Tagesgeldkonto.
  • Zu viele ETFs besparen: Drei oder vier ETFs parallel zu besparen klingt nach mehr Streuung, erzeugt aber oft nur Doppelungen. Ein MSCI World und ein Emerging Markets ETF überlappen sich bereits mit einem MSCI ACWI. Starte mit einem einzigen Welt-ETF – das genügt vollkommen.
  • Den ETF ständig wechseln: Jeder Wechsel ist ein steuerpflichtiger Verkauf und kostet Transaktionsgebühren. Die beste Strategie lautet „Set it and forget it» – einrichten und langfristig laufen lassen.
  • Kosten nicht im Blick haben: Ein Broker, der 1,5 Prozent pro Ausführung berechnet, kostet dich bei 100 CHF Sparrate 1.50 CHF pro Monat – also 18 CHF pro Jahr. Über 30 Jahre summiert sich das erheblich. Wähle konsequent einen Anbieter mit kostenlosen oder sehr günstigen Sparplan-Ausführungen.
  • Den Sparplan zu hoch ansetzen: Eine zu hohe Sparrate, die dich monatlich knapp macht, führt dazu, dass du sie zurückbuchst oder den Sparplan abbrichst. Besser mit weniger starten und konsequent dabeibleiben als mit zu viel beginnen und aufgeben.

Häufig gestellte Fragen

Was passiert mit meinem ETF-Sparplan, wenn der Broker pleitegeht?

ETF-Anteile gelten als Sondervermögen und sind rechtlich vom Vermögen des Brokers getrennt. Das bedeutet: Geht dein Broker insolvent, gehören deine Anteile trotzdem weiterhin dir – sie fallen nicht in die Konkursmasse. Im Insolvenzfall werden deine ETF-Anteile auf einen anderen Broker übertragen oder du bekommst sie ausgezahlt. Diese Absicherung gilt unabhängig davon, wie hoch dein Depotvolumen ist.

Kann ich mehrere ETF-Sparpläne gleichzeitig laufen lassen?

Ja, bei den meisten Brokern kannst du beliebig viele Sparpläne parallel einrichten – auf verschiedene ETFs oder auf denselben ETF mit unterschiedlichen Sparraten. Beachte aber: Jede Sparplan-Ausführung erzeugt eine separate Order. Bei gebührenpflichtigen Brokern entstehen dadurch pro Sparplan Ausführungskosten. Für Einsteiger gilt die Empfehlung: Mit einem einzigen Welt-ETF-Sparplan starten, bevor es komplizierter wird.

Ab welchem Alter lohnt sich ein ETF-Sparplan noch?

Ein ETF-Sparplan lohnt sich grundsätzlich in jedem Alter – entscheidend ist der verbleibende Anlagehorizont, nicht das Lebensalter. Wer mit 50 Jahren startet und bis 67 investiert, hat noch 17 Jahre Zeit und profitiert erheblich vom Zinseszinseffekt. Wer sich dem Rentenalter nähert (fünf bis zehn Jahre), sollte allerdings die Aktienquote schrittweise reduzieren und einen Teil in schwankungsärmere Anlagen wie Tagesgeld oder Anleihen-ETFs umschichten, um einen ungünstigen Crash kurz vor der Entnahme abzufedern.

Was passiert, wenn der ETF in meinem Sparplan geschlossen wird?

Wird ein ETF geschlossen, werden deine Anteile zum aktuellen Marktwert ausgezahlt. Dein Kapital geht also nicht verloren. Allerdings kann die Auszahlung zu einem steuerlich ungünstigen Zeitpunkt erfolgen – Kursgewinne werden dann sofort versteuert. Um das zu vermeiden, lohnt es sich, von vornherein ETFs mit einem Fondsvolumen von mindestens 100 Millionen CHF zu wählen: Je grösser der ETF, desto geringer die Wahrscheinlichkeit einer Schliessung.

Wie oft sollte ich meinen ETF-Sparplan überprüfen?

Einmal pro Jahr reicht vollkommen aus. Ein kurzer Jahrescheck genügt, um zu prüfen, ob deine Sparrate noch zu deiner Lebenssituation passt, ob sich die Broker-Konditionen geändert haben und ob ein Rebalancing deines Depots sinnvoll ist. Häufigere Blicke ins Depot verleiten erfahrungsgemäss zu emotionalen Kurzschlussreaktionen – besonders in volatilen Börsenphasen. Die beste Sparplan-Strategie lautet daher: einrichten, laufen lassen, einmal jährlich kurz prüfen.

Fazit

Ein ETF-Sparplan ist das einfachste Werkzeug für den langfristigen Vermögensaufbau: Einmal einrichten, automatisch laufen lassen, in Krisen die Nerven behalten. Die Einrichtung dauert weniger als zehn Minuten. Entscheidend ist nicht die perfekte Sparrate oder der perfekte Einstiegszeitpunkt, sondern die Konsequenz: Wer früh anfängt und langfristig dabei bleibt, profitiert überproportional vom Zinseszinseffekt.

In ETFs investieren – das sind deine nächsten Schritte

Message für dich: Ein ETF-Sparplan ist in weniger als zehn Minuten eingerichtet. Nur vier Schritte braucht´s, und dein Vermögensaufbau läuft.

  • Schritt 1 – Eröffne dein Depot: Um einen ETF-Sparplan einzurichten, brauchst du zuerst ein Wertschriftendepot. 
  • Schritt 2 – Wähle deinen ersten ETF: Nicht jeder ETF ist bei jedem Broker sparplanfähig – und nicht jeder ETF eignet sich als erstes Investment. Worauf du bei TER, Fondsvolumen und Replikationsmethode achten solltest, erklären wir hier: ETFs kaufen: So investierst du in deinen ersten ETF.
  • Schritt 3 – ETF-Abkürzungen verstehen: UCITS, Acc, DIST, DR – beim ETF-Kauf begegnen dir viele Kürzel. Wer sie kennt, wählt gezielter aus. Was die wichtigsten Abkürzungen bedeuten, erfährst du hier: ETF-Abkürzungen – was bedeuten UCITS und Co.?

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