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Dynamischer Legalisierungstrend

Die gescheiterte Strategie, den Cannabis-Konsum mit Verboten einzudämmen, sowie der nachgewiesene medizinische Nutzen von Cannabis-Wirkstoffen wie Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC) haben in den letzten Jahrzehnten international einen Trend der Liberalisierung und Legalisierung eingeleitet.

Vorreiter dieser Entwicklung waren einzelne US-Bundesstaaten, die den Cannabis-Konsum in den letzten 25 Jahren zunehmend liberalisiert haben. Den ersten Schritt machte Kalifornien im Jahr 1996 mit der Zulassung von Cannabis für medizinische Zwecke, inzwischen ist Cannabis in der Mehrheit der Bundesstaaten vollständig legalisiert oder zumindest für medizinische Zwecke nutzbar.

Außerhalb der USA hat Uruguay 2014 als erstes Land die Nutzung von Cannabis weitgehend liberalisiert, im letzten Jahr folgte mit Kanada die erste große Industrienation. Andere Länder haben in 2018 zumindest den Einsatz im medizinischen Bereich genehmigt, beispielsweise Großbritannien, Portugal, Luxemburg und Dänemark sowie Südkorea.

Grafik: Cannabis-Legalisierung in US-Staaten 1996 - 2018

Legaler Markt mit hohem Potenzial

Welche Dynamik sich mit der Legalisierung entfalten kann, zeigt das Beispiel Kanada. Nach dem Startschuss war die Nachfrage so hoch, dass es schnell zu massiven Lieferengpässen kam. Analysten von Deloitte haben in einer Analyse aus 2018 geschätzt, dass von einem Gesamtmarkt in Höhe von 7,2 Mrd. US-Dollar in 2019 bereits ein Umsatz von 4,3 Mrd. US-Dollar auf den legalen Freizeitkonsum entfallen wird, während die medizinische Nutzung die Milliardenschwelle überschreiten könnte.

Der US-Markt ist schon deutlich weiter entwickelt und kommt nach Schätzungen von New Frontier Data bereits auf ein Gesamtvolumen von ca. 26,3 Mrd. US-Dollar im Jahr 2018. Davon entfielen rund 10,4 Mrd. US-Dollar auf den medizinischen Bereich, was einer Steigerung um mehr als 50 Prozent innerhalb von zwei Jahren entsprach. Und die Analysten gehen von einem weiterhin hohen Wachstum aus, bis 2025 könnte allein der Umsatz in diesem Teilsegment auf mehr als 26 Mrd. US-Dollar zulegen, was einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von 14 Prozent entspräche.

Grosses Interesse

Für diesen potenzialträchtigen Markt hat sich inzwischen eine große Industrie herausgebildet. Die Analysten von Ackrell Capital listen in ihrem Branchenüberblick mehr als 500 Unternehmen auf, u.a. aus den Segmenten Pflanzen und Konzentrate, cannabishaltige Produkte und Arzneimittel. Auch an der Börse finden sich inzwischen mehrere Vertreter der jungen Branche, teilweise mit einer Marktkapitalisierung im Milliardenbereich. Dazu gehören zum Beispiel die beiden kanadischen Unternehmen Canopy Growth, der führende Hersteller von Cannabis für die medizinische Nutzung, und Cronos Group, eine Cannabis-Investmentgesellschaft.

Längst haben die Marktperspektiven auch das Interesse der großen Konzerne aus der Genussmittelindustrie geweckt. Im Dezember 2018 ist der Tabakkonzern Altira als erster Vertreter dieser Branche bei Cronos eingestiegen und hat für 1,8 Mrd. US-Dollar 45 Prozent der Anteile erworben - verbunden mit der Option, für eine weitere Milliarde auf 55 Prozent aufzustocken. Im Vorfeld hatte bereits der Getränkekonzern Constellation Brands 3,8 Mrd. US-Dollar ausgegeben, um seinen Anteil an Canopy von 10 auf 38 Prozent zu erhöhen. Und zwischenzeitlich gab es sogar Gerüchte über eine Beteiligung von Coca Cola an dem kanadischen Cannabis-Produzenten Aurora, die letztlich aber nicht zustande gekommen ist.

Diversifizierter Zugang

Nachdem die Gerüchte im September 2018 zunächst zu einem starken Kursanstieg bei Aurora geführt hatten, musste der Titel im Anschluss sämtliche Zugewinne wieder abgeben. Das verdeutlicht die relativ hohe Volatilität in dem Sektor. Die Branche ist noch jung, weswegen es noch offen ist, wer in einigen Jahren zu den weltweit führenden Anbietern zählen wird.

Für Investitionen im Sektor scheint daher ein diversifizierter und dynamischer Ansatz mit einer Streuung auf zahlreiche Unternehmen und einer laufenden Überprüfung der Auswahl sinnvoll, wie sie etwa das Cannabis Portfolio der Swissquote Bank bietet. In dem Cannabis-Index sind zahlreiche Schwergewichte der Branche enthalten. Die Gewichtungen bewegen sich in der Regel im einstelligen Bereich, was eine breite Streuung sicherstellt.

Neben den angeführten kanadischen Unternehmen Canopy Growth, Cronos und Aurora sind beispielsweise Pharmaunternehmen wie Cara Therapeutics, GW Pharmaceuticals oder Insys Therapeutics hoch gewichtet, die u.a. cannabisbasierte Arzneimittel entwickeln. Die Auswahl erfolgt im Rahmen eines aktiven Managements nach qualitativen und quantitativen Kriterien, wobei u.a. das Gros der Erlöse im Cannabishandel erwirtschaftet und die Marktkapitalisierung mindestens bei 50 Mio. US-Dollar liegen muss. Umschichtungen erfolgen automatisch alle drei Monate, was sicherstellen soll, dass immer die aussichtsreichsten Unternehmen in dem Portfolio enthalten sind.

Leonteq Securities AG hat zu dem Swissquote Cannabis Portfolio ein "Actively Managed Certificate" emittiert, also ein Tracker-Zertifikat, das die Indexentwicklung vollständig nachbildet. Mit einem Ausgabepreis von 100 US-Dollar eignet sich das börsengehandelte Produkt auch für kleine Anlagesummen, wobei die Kosten des Anlagevehikels mit jährlichen Verwaltungsgebühren in Höhe von lediglich 0,7 Prozent vergleichsweise niedrig ausfallen.

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Bildquellen: hanohiki / Shutterstock.com

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