Fed-Protokoll: 10.04.2019 21:28:47

US-Währungshüter sehen wenig Grund für Zinsänderungen

US-Währungshüter sehen wenig Grund für Zinsänderungen

Es sahen wenig Grund dafür, weil die Risiken für die amerikanische Wirtschaft durch die globale Verlangsamung des Wachstums und die gedämpfte Inflation grösser seien.

Wie aus dem Protokoll der Sitzung weiter hervorgeht, sahen die Notenbanker aber keine Notwendigkeit, die Zinsen zu senken, da es keine grössere Konjunktureintrübung gebe. Die angemessenen Zinsen könnten sich in beide Richtung bewegen, abhängig von den eingehenden Daten und anderen Entwicklungen.

Seit der März-Sitzung hat US-Präsident Donald Trump sich dafür ausgesprochen, dass die Federal Reserve ihre letzten beiden Zinserhöhung zurücknimmt. Die Währungshüter betonten daraufhin, dass sie ihre Entscheidungen auf die wirtschaftlichen Aussichten stützen werden und nicht auf politischen Druck hin treffen.

Der geringe Inflationsdruck angesichts eines starken Arbeitsmarktes und der Beschleunigung der Produktion im vergangenen Jahr hat die Währungshütern erstaunt. Mit den wirtschaftlichen Aussichten waren sie aber relativ zufrieden, auch wenn im Sitzungsprotokoll einige Bedenken hinsichtlich schwächerer Konsumausgaben, einem schwächeren Wohnungsbau- und schwächeren Unternehmensinvestitionen erwähnt werden.

Das Protokoll gibt Aufschluss über die Bandbreite der geldpolitischen Diskussionen innerhalb der Federal Reserve.

Die US-Notenbank stellte bei der Sitzung am 19. und 20. März eine längere Zinspause in Aussicht. Das ergab sich aus den Zinsprojektionen der Ratsmitglieder. Für 2019 wurde in den Zinsprojektionen keine Zinserhöhung mehr avisiert, für 2020 wurde lediglich eine Zinserhöhung in Aussicht gestellt und keine für 2021. Zugleich liess die Federal Reserve ihren Leitzins in der Bandbreite von 2,25 bis 2,50 Prozent unverändert. Die Notenbank bekräftigte zudem, dass sie in der Zinspolitik "Geduld" walten lassen wolle, bis sich das Konjunkturbild geklärt habe.

DJG/DJN/sha/flf

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